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UPNoch 1.000 Lehrstellen in Unterfranken unbesetzt

Ausbildung: Positive Signale

Ausbildung: Positive Signale contrastwerkstatt

IHK: Besetzungsquote von Ausbildungsplätzen gegenüber Vorjahreswert gestiegen.

Die Besetzungsquote von Ausbildungsplätzen in mainfränkischen Unternehmen ist entgegen dem bayernweiten Trend um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen und liegt damit bei 85 Prozent. Auch in Zukunft will mehr als jedes zweite Unternehmen das Ausbildungsstellenangebot beibehalten, zwölf Prozent der Betriebe sogar erhöhen. Diese Ergebnisse stammen aus der Ausbildungsumfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt vom Ende vergangenen Jahres, an der sich 404 mainfränkische Betriebe beteiligt haben

Die IHK Würzburg-Schweinfurt verzeichnet mit Stand Ende September 2018 4,5 Prozent mehr Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeige, dass Ausbildung für die Betriebe wichtig ist, um den Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal zu decken. Dafür investiere ein Großteil der Ausbildungsbetriebe viel Zeit in das Recruiting potenzieller Azubis.

Trotzdem hätten die mainfränkischen Unternehmen gerne mehr Auszubildende eingestellt, Ende des Jahres 2018 waren 245 Ausbildungsplätze offen. Der Trend offener Ausbildungsstellen zieht sich seit Jahren durch die Ergebnisse der Umfrage, so die IHK Würzburg Schweinfurt. Als Hemmnisse geben die Unternehmen etwa die fehlende Mobilität, keine Bewerber oder falsche Berufsvorstellungen an. Durch verschiedenste Projekte versucht die IHK, mögliche Hemmnisse abzubauen. Falsche Berufsvorstellungen etwa sollen durch eine gezielte Berufsorientierung verbessert werden.

Im Bereich der Handwerkskammer Unterfranken sind gemäß der Zahlen für 2018 im vergangenen Jahr immer noch 1.000 Lehrstellen unbesetzt geblieben. 2.686 junge Menschen haben im Jahr 2018 eine Ausbildung im unterfränkischen Handwerk begonnen. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent gesunken. Im Handwerk halte der Trend zu höheren Schulabschlüssen noch an, hinzu komme der demografische Wandel, der laut Pressemitteilung der Handwerkskammer für Unterfranken deutliche Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt habe.

„Das Handwerk befindet sich in einem starken Wettbewerb um Absolventen aus allen Schularten. Sie können aus einem vielfältigen Angebot an möglichen Ausbildungsoptionen wählen“, so Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken in einer Pressemitteilung. Im vergangenen Jahr hatten insgesamt 46,9 % (Vorjahr 47,4 %) der neuen Lehrlinge einen Mittelschulabschluss. Der Anteil der Realschüler ist mit 35,5 % leicht gesunken (Vorjahr: 36,2 %), der Anteil neuer Lehrlinge mit Hochschulreife zeigt sich mit 9,5 % stabil (Vorjahr: 9,4 %). „Wer jetzt den Einstieg mit einer Ausbildung macht, hat vielfältige berufliche Möglichkeiten“, so Ludwig Paul mit Blick auf die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten und die gute konjunkturelle Lage im Handwerk.

 

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