UP Magazin

UPIdeenlabor wird hervorragend aufgenommen

Von der Idee zur eigenen Firma

Groß, lichtdurchflutet und vielseitig verwendbar: das Ideenlabor des ZDI Mainfranken im Tower am Hubland. Groß, lichtdurchflutet und vielseitig verwendbar: das Ideenlabor des ZDI Mainfranken im Tower am Hubland. ZDI Mainfranken

Vor drei Jahren wurde das Zentrum für digitale Innovation Mainfranken (ZDI) aus der Taufe gehoben, um ideenreichen jungen Menschen die Firmengründung zu erleichtern. Nach dem Cube und dem Ideenlabor im Tower am Hubland steht nun auch der Inkubator kurz vor der Fertigstellung. 

Cube und Ideenlabor im Tower sind fertig, bis zur Eröffnung des Inkubators im Skyline Hill Center ist es nicht mehr weit. Damit hat das Zentrum für digitale Innovation Mainfranken, kurz ZDI, alle Mittel geschaffen, um Studierenden und jungen Menschen mit Ideen den Weg zu ebnen – bis hin zum eigenen Unternehmen (wir berichteten mehrfach).

Das ZDI Mainfranken, ein Eigenbetrieb der Stadt Würzburg, wurde vor drei Jahren eingerichtet, um Raum zu schaffen: Raum, erste Ideen auszuprobieren, Raum für Workshops und gemeinsame Treffen mit dem Ziel, Netzwerke zu nutzen und Raum für die ersten Schritte als junges Unternehmen – heute Start-up genannt.

Und welcher Ort eignet sich dafür besser als das Hubland, ein junger, ständig wachsender Stadtteil mit der Universität in direkter Nachbarschaft. UP Magazin sprach mit Dr. Christian Andersen, Netzwerkmanager des ZDI Mainfranken, über den derzeitigen Stand.

„Der Cube ist unser Durchlauferhitzer“, beschreibt Dr. Andersen den futuristischen Würfel auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau. Wer eine Idee für eine innovatives Produkt oder ein Start-up hat, kann dort testen, ob es klappt – oder auch nicht. Dafür ist der Cube, eröffnet im Frühjahr 2018, bestens ausgestattet mit moderner Technik, von 3-D-Drucker bis High-Tech-Videobearbeitung. „Etwa zehn Teams arbeiten derzeit im Cube“, so der Netzwerkmanager. Eigentlich ist die Aufenthaltszeit dort auf sechs Monate begrenzt. So lange der Inkubator noch nicht bezugsfertig ist, nimmt man es aber noch nicht so genau und die Teams dürfen in den modernen, hellen Räumen vorerst auch länger dort werkeln.

Foto: ZDI MainfrankenFoto: ZDI MainfrankenHervorragend angenommen wird laut Dr. Andersen das Ideenlabor im Tower, ein Steinwurf vom Cube entfernt. Nahezu das gesamte erste Stockwerk des renovierten ehemaligen Tower der US-Streitkräfte ist ein einziger großer Raum – offen, lichtdurchflutet und mit seiner cleveren mobilen Einrichtung vielseitig nutzbar. Seit der Eröffnung im Sommer vergangenen Jahres wurden hier schon zahlreiche Workshops und Treffen abgehalten. Dabei handelt es sich um Workshops, die vom Zentrum für digitale Innovation Mainfranken angeboten werden, aber auch etliche externe Firmen und Organisationen hatten das vielseitig nutzbare Ideenlabor bereits angemietet.

„Im Design Thinking duzt man sich grundsätzlich – ob Studierender oder Firmenchef“, so Dr. Andersen. „Was wir wollen, ist genau diese Vernetzung von Studierenden, Start-ups, Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern.“ Erst kürzlich gab es ein Speeddating, freilich nicht um den richtigen Partner zu finden, sondern um Unternehmen und Start-ups zusammenzubringen. Zehn Würzburger Start-up Vertreter hatten die Gelegenheit sich vorzustellen. Dabei saßen sich Unternehmensvertreter und junge Gründer gegenüber – nach fünf Minuten wurden die Partner gewechselt. Im Frühjahr soll es ein Folgetreffen geben, um zu sehen, ob daraus Projekte und Kooperationen entstanden sind.

Kurz vor der Fertigstellung steht der Inkubator, das dritte Angebot des ZDI Mainfranken. In ihm sollen nach Ideengenerierung (Tower) und Entwicklung (Cube)
die Start-ups Raum für ihre Firmengründung bekommen. Dazu hat das ZDI im Skyline Hill Center auf rund 900 Quadratmetern 30 Büroräume auf drei Etagen angemietet, dazu kommen noch Küche, Teeküche und zwölf Co-working-Plätze. Derzeit ist man bereits mit den Einrichtungsfirmen in Verhandlung, bis zum Jahresende soll der Inkubator fertig sein und bereits im Januar eröffnet werden.

Die Büros sind 20 Quadratmeter groß und werden möbliert vermietet - jedes beherbergt unter anderem zwei Schreibtische. Keines der Start-up-Unternehmen darf in der Regel mehr als drei Büros bekommen, damit genug Raum für andere junge Firmen erhalten bleibt. Aber so ist es auch gedacht: Ist eine Firma erfolgreich und groß geworden, dann ist sie flügge und soll den Inkubator verlassen – als eigenständiges Unternehmen auf eigenen Füßen.

 

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