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UPJazzfestival vom 28. bis 30. Oktober im Felix-Fechenbach-Haus

Auch Drummer hören gut zu

Nicole Jo Nicole Jo Jazzinitiative Würzburg

Das Plakat zum 32. Jazzini-Festival malt eine schöne Seite des Jazz aus: Die Musiker auf der Bühne hören einander zu, Takt für Takt entsteht etwas Neues, Sensibles, Einmaliges. Da machen sogar die Schlagzeuger mit. Acht solcher Formationen hat die Jazzinitiative in diesem Herbst zum Festival vom 28. bis 30. Oktober im Felix-Fechenbachc-Haus eingeladen.

So wie früher ist das Festival dreitägig. Es beginnt heuer ausnahmsweise mal wieder am Freitag mit StummfilmLivejazz im Programmkino Central: Der Gitarrist Werner Küspert schart drei Spitzenkräfte des europäischen Jazz um sich für einen heiter-sentimentalen Streich: Das Quartett macht Klangstimmungen zu Harold Lloyds wunderbarem Liebes- und Slapstickfilm „Safety Last“.

Am Samstag geht es ins angestammte Felix-Fechenbach-Haus, das Stadtteilzentrum Grombühl, wo sich ein elfköpfiges Kammerorchester, nämlich das Rebecca Trescher Ensemble 11, und das Contrast Trio treffen. Natürlich nacheinander. Wobei letzteres eben den Hessischen Jazzpreis, einen der angesehensten in allen 16 Bundesländern, erhielt. Contrast spielt minimalistisch-repetitiv, elektronisch, magisch und meditativ. Das Trio setzt die Festivalserie fort, in der mehrmals das Trio ELF gastierte, Ronin und Neofobic. Artrock-Fans sollten das nicht verpassen. An Treschers kleiner Bigband (u.a. mit Harfe, Vibraphon, Cello) werden die Besucher ebenfalls außerordentlichen Spaß haben. Zum Rausgrooven aus dem Abend erklingt women’s power mit dem Quartett der Saxophonistin Nicole Jo.

Am Sonntag kommen weitere Gewinner renommierter Jazzpreise nach Würzburg: Theo Blechmann, nie gehört? Dann wird es aber Zeit, und das 32. Jazzfestival gibt beste Gelegenheit dazu. Denn erstens interagiert der originelle Kurt-Weill-Interpret auf der Bühne mit Julia Hülsmann, einer Melodienzauberin; zu ihrem Beruf gehört, Melodien im richtigen Moment auch mal wegzuzaubern. Mit dem 36. SWR-Jazzpreis erhielt sie gerade den ältesten und renommiertesten in Deutschland.

Und geehrt wurde jetzt auch der Würzburger Schlagzeug-Professor Bastian Jütte (Neuer Deutscher Jazzpreis). Gemeinsam mit seinem Bassman Henning Sieverts leitete er das Festival schon in der Band von Werner Küspert ein. Im Quartett spielen die Jütte-Musiker völlig gleichberechtigte Gruppenimprovisationen. Eine Allstar-Band startet den Sonntag voll durch: Joe Kriegs Quartet & Hornedition.    jf

Das komplette Programm und mehr unter: www.jazzini-wuerzburg.de

 

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