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UP"Lichtfluss" und "Light & light"

Kunstwerk und Licht

Das Kunstwerk „Lichtfluss“ bereichert das Congress Centrum Würzburg (CCW). Bei der offiziellen Vorstellung (v.l.): Tourismusdirektor Dr. Peter Oettinger, Künstler Wolfram Walter aus Werneck und Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Das Kunstwerk „Lichtfluss“ bereichert das Congress Centrum Würzburg (CCW). Bei der offiziellen Vorstellung (v.l.): Tourismusdirektor Dr. Peter Oettinger, Künstler Wolfram Walter aus Werneck und Oberbürgermeister Christian Schuchardt. Uta Böttcher

Zwei neue Kunstwerke für das Congress Centrum (CCW) offiziell vorgestellt: Spiel mit Form und Licht.

Kunst am Bau wurde in den vergangenen Jahren wieder konsequent Bestandteil der Baumaßnahmen der Stadt Würzburg, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der offiziellen Vorstellung zweier neuer Kunstwerke für das Würzburger Congress Centrum (CCW). Er freut sich, dass Kunst an so einem exponierten Ort wie dem CCW einer Vielzahl von Besuchern präsentiert werden kann.

Die beiden Werke „Lichtfluss“ von Wolfram Walter und „Light & light“ von Martha Schubert-Schmidt ergänzen die bereits 1985 gefertigte Skulptur „Partitur zwischen Gelb und Rot“ von Wolfram Jaensch. Der Wernecker Künstler Wolfram Walter und Martha Schubert-Schmidt aus Gerbrunn haben mit ihren Werken den 2015 gestarteten Wettbewerb für sich entschieden und wurden zu „Dauerausstellern“ im CCW.

Beide Werke erfüllen die Vorgaben des Wettbewerbs, eine Lichtkunst, skulptural oder flächig, zu schaffen, mit der Möglichkeit, die Farbigkeit des Lichts dabei zu variieren. Praktischer Hintergrund: Die Lichtfarbe sollte an das Design des jeweiligen Veranstaltungskunden angepasst werden können.

Die Auswahl der einzuladenden Künstler erfolgte durch den Berufsverband Bildender Künstler Unterfrankens (BBK) mit drei Vorschlägen, außerdem durch die Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens (VKU) mit ebenfalls drei Vorschlägen sowie durch den Bauherrn CTW, das Architekturbüro Blocher Partners sowie die Fachabteilung Hochbau der Stadt Würzburg mit je einem Vorschlag. Aus den neun Künstlern mit ihren insgesamt 17 Arbeiten entschied sich das Preisgericht letztlich für Martha Schubert-Schmidt und Wolfram Walter.

Von den Schwierigkeiten der Ausführung seines Entwurfs berichtete Wolfram Walter. Das 7,90 Meter lange und 2,40 Meter breite Kunstwerk „Lichtfluss“ ist komplett aus Aluminium gefertigt. Grundlage war ein Relief des Künstlers aus MDF-Platten, also Hartfaserplatten, die im Groben modelliert und mit Paste feingeschliffen wurden. Wegen der Größe wurde es in 19 Teilen erstellt und in eine Gießerei in Oldenburg gebracht, wo die Alu-Teile im Sandgussverfahren gegossen, geschliffen und poliert wurden.
Leider stieß die Gießerei bei der Politur des Kunstwerks an ihre Grenzen und Wolfram Walter musste sein Kunstwerk zum endgültigen Polieren an eine andere Firma weitergeben. Auch die Montage der Einzelteile gestaltete sich komplizierter als gedacht. Es dauerte eine Weile bis Wolfram Walter eine Firma ausfindig machen konnte, die die Montage ausführte.

Mit dem Titel „Lichtfluss“ nimmt Wolfram Walter bezug auf den Main, der direkt vor dem Fenster vorbeifließt, aber auch auf die Bestimmung des Congress Centrums: Das Kommen und Gehen der Kongressbesucher sollen sich im Auf und Ab des Reliefs widerspiegeln.

Der Lichteinfall auf das Werk verändert sich durch die Menschen, die daran vorbeigehen, aber auch durch die beweglichen Jalousien: Diese Veränderungen unterstreichen so das Thema der Skulptur: Alles ist im Fluss.

Die Architektur des Congress Centrums nahm Martha Schubert-Schmidt in ihrem Kunstwerk auf – kein Wunder, schließlich ist sie ausgebildete Architektin.

Bereichert mit ihrem Kunstwerk „Light & light“ künftig das Congress Centrum (CCW): Martha Schubert-Schmidt aus Waldbrunn. | Foto: Uta BöttcherBereichert mit ihrem Kunstwerk „Light & light“ künftig das Congress Centrum (CCW): Martha Schubert-Schmidt aus Waldbrunn. | Foto: Uta Böttcher„Im Studium habe ich gelernt: Architektur ist die Mutter der Kunst. Deswegen habe ich beschlossen, nicht gegen die Architektur anzuarbeiten, sondern etwas zu schaffen, was die Architektur vollendet, was den Raum in gewissem Sinn fertig macht“, so die Künstlerin.
Außerdem wollte sie mit ihrer Arbeit etwas schaffen, das zusätzlich Ruhe und Konzentration zum Ausdruck bringt. Schließlich werden im Congress Centrum in dem Raum, in dem das Werk installiert wurde, auch Seminare und Workshops abgehalten.

Der Titel „Light & light“ soll für beides stehen: Für die Illuminations innerhalb der Skulptur, die ja Teil der Ausschreibung war, aber auch für die Leichtigkeit, die das Kunstwerk ausstrahlt. Es besteht aus weißen, pulverbeschteten Aluminimplatten, die sowohl die Oberfläches der großen weißen Stahlträger des CCW ebenso wieder aufnehmen als auch die Proportionen der Fenster und Jalousie-Elemente.

Wie „Lichtfluss“ ist auch „Light & light“ mit LED-Leuchten hinterlegt, die ein farbiges Lichtspiel im Wechsel erzeugen, aber auch für das Corporate Design eines Veranstalters jeden erdenklichen Farbton erzeugen könnnen.

Im Zuge der Installation der beiden euen Kunstwerke wurde auch die „Partitur in Gelb und Rot“ des Künstlers Wolfram Jaensch restauriert und wieder aufbereitet. Die Skulptur aus Holz von 1985 musste bei der Sanierung und Erweiterung des Congress Centrums versetzt werden und hatte dadurch – aber natürlich auch durch das Alter – etwas gelitten.

Mit Einverständnis von Wolfram Jaensch wurde das polychrome Kunstwerk aus Holz durch den Diplom-Restaurator Markus Eiden und sein Team aufwändig restauriert und am neuen Platz installiert.

 

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