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UPErfolgreiches Mozartfest 2015

Dialog mit Mozart

Das Treppenhaus der Residenz bei einem Mozartfest-Konzert. Das Treppenhaus der Residenz bei einem Mozartfest-Konzert. Schmelz Fotodesign

Fünf intensive und anregende Wochen: Rückblick auf das Mozartfest 2015.

Nach fünf erfolgreichen Festivalwochen ist das Mozartfest Würzburg am 28. Juni mit der unterhaltsamen „Jupiternacht“, einer Last Night für Mozart, zu Ende gegangen. Mit einem fulminanten Eröffnungskonzert hatten der französische Geigenvirtuose Renaud Capuçon und das Mahler Chamber Orchestra am 22. Mai den Grundstein für eine vielseitige und abwechslungsreiche Festivalsaison gelegt.

„Mozart – Was heißt hier Klassik?“ lautete das diesjährige Motto. In über 60 Veranstaltungen lud das Mozartfest ein zum Dialog mit Werken von Mozart und anderen Komponisten. Dazu konnte man Konzerte in den historischen Räumen der Würzburger Residenz besuchen oder Musiker bei Mozartfest-Veranstaltungen auf dem Golfplatz, in einer Brauerei oder in Weinkellern erleben. Für die gelungene Verbindung von hoher künstlerischer Qualität und gleichzeitig regionaler Verankerung erhielt das Mozartfest noch während des laufenden Festivals das  europäische Gütesiegel EFFE Label (Europe for festivals, festivals for Europe), das vom Dachverband der europäischen Festivals EFA mit Förderung der europäischen Union initiiert und dieses Jahr erstmals vergeben wurde.

Im MozartLabor, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand, wurde – ausgehend von dem Rang des Klassischen und den großen Klassikern – nach Werten, Normen und Zugehörigkeiten gefragt. Der Blick über die Schulter von Musikern und Dozenten regte auch das Publikum zum Nachdenken über das oft vorschnell verwendete Etikett „klassisch“ an.

Einer der vielen Höhepunkte des diesjährigen Mozartfestes war der Liederabend mit der Sopranistin Diana Damrau. Auch andere Künstler rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin – allen voran der „Artiste étoile“ Renaud Capuçon, der mit seinem unvergleichlich schönen Geigenton und tiefer Musikalität die Zuhörer verzauberte. Die Pianisten Kit Armstrong, Michail Lifits und Rafał Blechacz, Klarinettist Jörg Widmann, exquisite Kammermusik-Ensembles wie das Apollon Musagète Quartett und Orchester wie die Bamberger Symphoniker, Amsterdam Sinfonietta und das Venice Baroque Orchestra verliehen dem Mozartfest internationalen Glanz und höchste musikalische Qualität.

In fünf Konzerten erklangen Werke des zeitgenössischen japanischen Komponisten Toshio Hosokawa, darunter die Uraufführung der Auftragskomposition für das Mozartfest „Hika – Elegie für Violine und Streichorchester“. Die Kompositionen offenbarten dem Publikum einen musikalischen Wanderer zwischen den Welten und einen großen Verehrer Mozarts und seiner Musik, der West und Ost, Mozart und die Gegenwart in ein musikalisches Zwiegespräch treten lässt.

Ganz sicher hat der Dialog von Tradition und Neuem Bewegung ins Festival gebracht. Das große Interesse von Besuchern aus nah und fern, das sich in der Auslastung von deutlich über 90 Prozent widerspiegelt, zeigt, dass das Mozartfest Würzburg in fünf intensiven und anregenden Wochen in seinem 94. Jahr sehr lebendig und gegenwärtig seinen Platz mitten in der Gesellschaft gefunden hat. Auch im nächsten Jahr will das Mozartfest wieder Künstler von Weltrang nach Würzburg bringen. Vom 3. Juni bis 3. Juli 2016 soll Würzburg eine feste Adresse im internationalen Festivalkalender werden.

 

UP - Der Überblick

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