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UPMozartLabor beschäftigt sich mit dem Klassikbegriff

Forschen mit und für Mozart

Blick in das MozartLabor 2014: In einer „offenen Probe“ kann man junge Kammermusik-Stipendiaten und ihren Dozenten bei der Arbeit erleben Blick in das MozartLabor 2014: In einer „offenen Probe“ kann man junge Kammermusik-Stipendiaten und ihren Dozenten bei der Arbeit erleben Mozartfest Würzburg

„Mozart – Was heißt hier Klassik?“ fragt das Mozartfest Würzburg vom 22. Mai bis 28. Juni 2015. Mozart war zu seiner Zeit ein moderner Querdenker und alles andere als ein „Klassiker“. Wer machte ihn zum Klassiker – und warum? Das MozartLabor beschäftigt sich mit dem Klassikbegriff aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts.

Man muss sich in unbekanntes Terrain begeben, um Neuland zu entdecken. Das verspricht Abenteuer, das erfordert Umsicht, das eröffnet neue Möglichkeiten, weitet die Perspektiven und liefert Erkenntnis.

Gemeinsam neue Wege suchen, lautet der bewusst offene Anspruch, den das Würzburger MozartLabor für sich formuliert hat. Zum zweiten Mal öffnet es 2015 seine Tore und lädt ein zum lebendigen Forschen mit und für Mozart.

„Was heißt hier Klassik?“, heißt in diesem Jahr die zentrale Frage, wenn sich Wissenschaftler, Komponisten, Musiker, Stipendiaten, Studierende, Medienschaffende, Kulturmanager, Musikproduzenten und – nicht zuletzt – Musikhörer zum intensiven Austausch treffen und das Wort Klassik mitsamt seinen mannigfaltigen Sinnebenen von allen Seiten beleuchten.

Was bedeutet es, sich im 21. Jahrhundert mit Klassik zu beschäftigen? Ist Klassik eine Marketingerfindung? Das Etikett „Klassik“ – Segen oder Fluch? Ist das Versprechen „klassisch“ einlösbar? Wie hält es die Klassik mit der Authentizität? Wie klassisch ist überhaupt die Klassik?

In Gesprächsforen, Interviews, praktischen Sektionen, Lectures, einer Schreibwerkstatt und mit multimedialer Begleitung wird das MozartLabor erneut zum offenen Schutzraum für gedankliche und künstlerische Untersuchungen: eine aktive Begegnungsstätte für den Diskurs von Theorie und Praxis, von An- und Einsichten, Konsens und produktivem Dissens. Jeder darf teilhaben am Experiment mit offenem Ausgang! Ein Stipendiatenkonzert, das die Ergebnisse der kammermusikalischen Labor-Arbeit vorstellt, bildet den Abschluss des MozartLabors 2015.

Zu den diesjährigen Dozenten zählen neben anderen: der französische Geigenvirtuose Renaud Capuçon, Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Osterfestivals in Aix-en-Provence, Bratschist Gérard Caussé, ehemaliger Künstlerischer Leiter des Orchestre de Chambre National de Toulouse, sowie Japans bekanntester lebender Komponist Toshio Hosokawa, ein Grenzgänger zwischen den Kulturen.

Das MozartLabor im Exerzitienhaus Himmelspforten in der Mainaustraße 42 ist von 31. Mai bis 2. Juni geöffnet. Das komplette Programm und weitere Informationen sind im Labor-Flyer – erhältlich u. a. im Mozartfest-Kartenbüro und online – sowie im Internet unter www.mozartfest.de/mozartlabor zu finden.

Laborpässe (1- und 3-Tages-Pässe) und Karten für das Abschlusskonzert sind im Kartenbüro, online und an der jeweiligen Tages- bzw. Abendkasse. Kartenbüro: Mozartfest Würzburg, Rückermainstr. 2, Tel.: 0931 / 37 23 36.

Das Abschlusskonzert des MozartLabors am 2. Juni um 20 Uhr (Konzerteinführung um 19.15 Uhr) wird vom Zentrum für Mediendidaktik der Universität Würzburg als Livestream auf www.mozartfest.de und www.zfm.uni-wuerzburg.de übertragen.

 

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