UP Magazin

UPProgramm des Mainfrankentheaters für die neue Spielzeit

Mit Energie in die neue Saison

Wird in der neuen Spielzeit des Mainfranken Theaters wieder aufgenommen: die Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ ab dem 2. 10. 2021 im Ratssal des Rathauses. Wird in der neuen Spielzeit des Mainfranken Theaters wieder aufgenommen: die Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ ab dem 2. 10. 2021 im Ratssal des Rathauses. Gabriela Knoch

Bis Ende des Jahres ist die Eröffnung des Neubaus geplant. Das Mainfranken Theater kann dann nicht nur das neue „Kleine Haus“ sondern auch die dortige Probebühne nutzen. Auch die Theaterfabrik Blaue Halle sowie Musikhochschule, Residenz und Rathaus sind die Spielstätten der neuen Saison 2021/2022.

Als „Riss durch die Welt“ sieht das Mainfranken Theater die Probleme unserer heutigen Zeit. Für Intendant Markus Trabusch ist die Aufgabe der Kunst nicht, „Reparaturwerkstatt für gesellschaftliche Probleme zu sein, aber die Thematisierung sozialer und politischer Entwicklungen mit den Mitteln der Kunst ist sicherlich unser Auftrag.“ So wird sich der „Riss durch die Welt“als roter Faden durch die kommende Spielzeit ziehen.

Vielseitiges Programm im Musiktheater
Bezugnehmend auf den Leitfaden der Spielzeit markieren zum Saisonauftakt Arnold Schönbergs Drama mit Musik Die glückliche Hand und Giacomo Puccinis Einakter Gianni Schicchi als Doppelabend jenen Riss, der die vermeintlich gute alte Zeit von der schonungslosen Radikalität der Gegenwart unwiederbringlich trennen sollte.
Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper Die Capulets und die Montagues — im italienischen Original: I Capuleti e i Montecchi — erzählt die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia. Felice Romanis Libretto greift jedoch nicht auf Shakespeare, sondern auf ältere italienische Vorlagen dieser stets aktuellen Tragödie zurück.

Mit Mozarts Die Zauberflöte kehrt nach dem Lockdown auch wieder der Chor des Mainfranken Theaters Würzburg auf die Opernbühne zurück. Mit dieser Produktion stellt sich Sören Eckhoff als neuer Chordirektor des Mainfranken Theaters vor.

Erstmals seit über 30 Jahren ist mit der Sache Makropulos wieder eine Oper aus der Feder Leoš Janáceks am Mainfranken Theater zu sehen. Im Frühjahr 2022 soll die Oper Karl und Anna ihre mit Spannung erwartete Uraufführung im neuen Kleinen Haus des Mainfranken Theaters erleben. Das Werk basiert auf der 1926 erschienen gleichnamigen Novelle von Leonhard Frank, der bedeutendsten literarischen Stimme Würzburgs im 20. Jahrhundert. Intendant Markus Trabusch stellt mit dieser Uraufführung bereits seine dritte Würzburger Regiearbeit für das Musiktheater vor.

Mit den lyrischen Szenen Eugen Onegin — gesungen im Original — von Peter Tschaikowsky schließlich wendet sich die Opernsparte des Mainfranken Theaters der russischen Romantik zu. Zuvor gibt es bereits rund um den Jahreswechsel ein Wiedersehen mit Mischa Spolianskys Berliner Kabarettoper Rufen Sie Herrn Plim!, die bereits in der Saison 20/21 ihre umjubelte Premiere am Mainfranken Theater feierte. Ferner soll die ursprünglich bereits für März 2020 geplante Premiere von Gian Carlo Menottis Opernkrimi Das Medium endlich im Frühjahr 2022 das Licht der Bühnenwelt erblicken.

Das Potential der neuen Bühne
Der Start in die Spielzeit 21/22 erfolgt im Schauspiel mit einem der meistgespielten Gegenwartsautoren: Roland Schimmelpfennig. Sein Stück der Stunde Der Riss durch die Welt, in den letzten Monaten an fünf anderen deutschen Theatern aufgeführt, dokumentiert die Einbettung Würzburgs in die nationale zeitgenössische Theaterszene, die bislang durch den Mangel an adäquaten Spielstätten weniger möglich war. Samuel Becketts Warten auf Godot wird das Potential der neuen Bühne für die modernen Klassiker aufzeigen.

Auch auf der Probebühne, die während der Sanierung des Bestandsgebäudes als weitere Spielstätte dient, wird der rote Faden der Spielzeit aufgegriffen: Mit Sibylle Bergs Und jetzt: Die Welt! ist eine Gegenwartsdramatikerin vertreten, die sich immer wieder an den Rissen in unserer Welt und Gesellschaft abarbeitet.
Mit dem Rechercheprojekt Saal 600 wird ein Dokumentartheaterabend gezeigt, der sich mit den Kriegsverbrecherprozessen aus der Sicht der erstmals eingesetzten Simultandolmetscherinnen befasst.

Zudem wird es Wiederaufnahmen von Produktionen vergangener Spielzeiten geben: Die Comedian Harmonists — jetzt im Kleinen Haus und auch als Teil des Abonnements — sowie die Komödie Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel (siehe Foto), die zunächst wieder im Ratssaal des Rathauses zu sehen sein wird, bevor auch sie dann in die Probebühne umziehen wird. Außerdem bietet der Spielplan spannende Produktionen, die vor allem das junge Publikum ansprechen sollen.

Erleben von Gemeinschaft
Nach über einem Jahr des Tanzens auf Distanz geht es in der Spielzeit 21/22 um die Freude an der nun wieder möglichen Kontaktaufnahme, dem ‚unmittelbaren’ gemeinsamen Tanz. Den Auftakt macht dabei Lottes Ballhaus. Ballhäuser zeichnen sich als Orte der Gemeinschaft aus. Der Abend widmet sich konkret dem Walzer und dem Tango.

Auch die zweite Produktion Tanzen bis in die Puppen zelebriert das Tanzen ebenso wie das Zusammenkommen, doch gerade auch die Musikauswahl prägt das energiegeladene Stück. Mit Alice im Wunderland kreiert Ballettdirektorin Dominique Dumais ihren ersten Handlungsabend für Würzburg. Dabei lässt sie sich von den skurrilen Charakteren aus Lewis Carolls Klassiker zu einem amüsanten und zugleich tiefgründigen Stück inspirieren. Im TanzXperiment No.5 Homegrown präsentieren die Tänzerinnen und Tänzer eigene choreografische Arbeiten. Diese bieten dem Publikum eine neue Perspektive auf die individuellen Ensemblemitglieder. Für das TanzXperiment No.6 Afrika/Europa ist das Projekt MUNUS aus Benin zu Gast am Mainfranken Theater.

Philharmonisches Orchester
Neben den sechs Sinfoniekonzert-Doppelabenden präsentiert das Philharmonische Orchester weitere Formate, wie das traditionelle Konzert zum Jahreswechsel, Familienkonzerte und Kammermusikkonzerte. Zu den Highlights der Saison zählen Konzertevents wie James Bond im Visier der Musik in Kooperation mit der Universität Würzburg oder Konzertabende im Rahmen des Mozartfests, die in der Würzburger Residenz und dem angrenzenden Hofgarten in festlichem Ambiente dargeboten werden (Kaisersaalkonzert und Nachtmusik).Außerdem bietet die plattformX unterschiedliche theaterpädagogische Angebote, die den Spielplan bereichern und um die Ebene der Interaktion ergänzen.

Aktuelle Informationen und Tickets unter www.mainfrankentheater.de und www.mainfrankentheater.de/webshop, Theaterkasse Tel.: 0931/3908-124.

 

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