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UPStädel Museum verlängert Sonderausstellung zu Impressionisten

Run auf die Impressionisten

Claude Monets „Das Mittagessen“ (1868) ist ein Schlüsselwwrk des Impressionismus. Die Anfänge dieser revolutionären Kunstrichtung beleuchtet derzeit die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ im Frankfurter Städel Museum. Claude Monets „Das Mittagessen“ (1868) ist ein Schlüsselwwrk des Impressionismus. Die Anfänge dieser revolutionären Kunstrichtung beleuchtet derzeit die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ im Frankfurter Städel Museum. Städel Museum

In einer groß angelegten Sonderausstellung präsentiert das Frankfurter Städel Museum noch bis 28. Juni „Monet und die Geburt des Im-pressionismus“ mit rund 100 Meisterwerken aus den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt.

von Rainer Adelmann

Ein warmer Wind fährt durch das Feld, Halme biegen sich, Pappeln neigen sich sanft: Die Leichtigkeit des Sommers liegt in der Luft – festgehalten von Claude Monet im Jahr 1874. Es ist dieses faszinierende Festhalten eines Augenblicks, das für viele Kunstliebhaber den Impressionismus zur favorisierten Kunstrichtung macht, getragen vom Spiel mit Licht und Schatten, vom Auge für den besonderen Moment.

Das Frankfurter Städel Museum hat sich in einer großen Ausstellung im Jubiläumsjahr „200 Jahre Städel“ des Impressionismus angenommen. Dabei geht es nicht darum, ein umfassendes Bild von Claude Monet zu zeigen, sondern die Ursprünge dieser Kunstrichtung deutlich zu machen. Und so beleuchtet „Monet und die Geburt des Impressionismus“ die Entstehung jener damals so revolutionären Kunstrichtung und wie sich die zeitgenössische Seherfahrung in der Malerei manifestierte.

Zu sehen sind weltberühmte Leihgaben wie Monets La Grenouillère (1869) aus dem Metropolitan Museum of Art, New York, sein Boulevard des Capucines (1873) aus dem Nelson-Atkins Museum of Art, Kansas City, Das Mittagessen: dekorative Tafel (um 1873) oder Camille auf dem Totenbett (1879), beide aus dem Musée d’Orsay, Paris.
Neben rund 50 Gemälden von Claude Monet werden Werke zahlreicher weiterer Impressionisten gezeigt, darunter wichtige Arbeiten von Auguste Renoir, Edgar Degas, Berthe Morisot, Camille Pissarro oder Alfred Sisley. Die Jubiläumsausstellung knüpft an die eigene Sammlungsgeschichte des Städel Museums an, denn schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der damalige Direktor Georg Swarzenski (1876–1957) leidenschaftlich für die französische Malerei ein, die bis heute einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt des Hauses bildet.

Ausgehend von Claude Monets Gemälde „Das Mittagessen“ (1868/69), mit dem das Städel über ein Schlüsselwerk des frühen Impressionismus verfügt, wird den Besuchern facettenreich vor Augen geführt, unter welchen Voraussetzungen der Impressionismus entstehen konnte und wie sich in der Malerei dieser bedeutenden Bewegung ein radikaler Wandel des Verhältnisses von Bildinhalt und Form vollzog. Protagonist und ständiger Bezugspunkt in der Ausstellung ist Claude Monet, der unter den Künstlern seiner Zeit eine Vorreiterrolle in der Verbreitung der Freilichtmalerei einnahm.

Der Impressionismus forderte die damaligen Sehgewohnheiten auf völlig neuartige Weise heraus – und wurde sehr unterschiedlich aufgenommen. Zeitgenössische Karikaturen mokieren sich über die impressionistischen Maler, machen sich lustig über ihre Motive und ihre Art der Darstellung. Auch diese Karikaturen sind – ebenso wie zeitgenössische Fotografien – Teil der umfassenden Ausstellung. Die Ausstellung begleiten auch zahlreiche Wandtexte, die über die einzelnen Phasen des frühen Impressionismus und ihre Maler informieren.

Mehr Monet
Schon mehrere hunderttausend Menschen haben die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ gesehen. Das Städel reagiert auf den großen Zuspruch mit erweiterten Öffnungszeiten. Ab 9. Juni ist das Museum täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet – ab dann sogar auch montags. Außerdem wird die Ausstellung bis 28. Juni 2015 verlängert. Am 6. und 7. Juni ist das Museum noch wie üblich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro, freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de

 

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