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UPFlicFlac begeisterte auf der Talavera

Schwerkraft? Nicht in der Manege

Wasfliegt denn da? Abgehoben präsentierten sich die  Mad Flying Bikes in der FlicFlac Show „Höchststrafe“ auf der Talavera. Wasfliegt denn da? Abgehoben präsentierten sich die Mad Flying Bikes in der FlicFlac Show „Höchststrafe“ auf der Talavera. Foto: Uta Böttcher

Manche nennen es Circus – man könnte es aber auch als knallharte Show oder gar Gesamtkunstwerk bezeichnen. Mit seinem Jubiläums-programm  „Höchststrafe“ gelang FlicFlac ganz große Unterhaltung.

von Rainer Adelmann

Selten dürfte die Würzburger Talavera eine rasantere und energiegeladenere Show erlebt haben als beim Gastspiel zum 25-jährigen Bestehen von FlicFlac, zu dessen Höhepunkt eine gigantische Kugel aus Stahlgeflecht in die Manege bugsiert wurde. Immer mehr waghalsige Piloten bevölkerten mit ihren Motocross-Maschinen die 6,50 Meter durchmessende „Globe of Speed“. Mit bis zu 70 Stundenkilometern drehte die Truppe kreuz und quer ihre Loopings im Stahlgitter und ließ das Publikum ein ums andere Mal den Atem anhalten.

Als wäre das nicht genug, nutzten die Mad Flying Bikes die Kugel, um über eine Rampe in die Luft zu schießen und über zwanzig Meter entfernt auf der anderen Seite der Kugel auf einer zweiten Rampe zu landen – natürlich nicht ohne die Zeit in der Luft zu einem Salto oder einem Handstand auf der Maschine genutzt zu haben: Adrenalin pur bei zentimetergenauer Arbeit.

Meterhoch in der Luft: die fliegenden Menschen an der russischen Schauke. | Foto: Uta BöttcherMeterhoch in der Luft: die fliegenden Menschen an der russischen Schauke. | Foto: Uta BöttcherWie hoch und weit Menschen nur durch Muskelkraft fliegen können, bewiesen die Akrobaten an der russischen Schaukel. Sie absolvierten ihre Schrauben und Pirouetten in schwindelerregenden Höhen – aufgefangen von ihren Kollegen per Matratze und Netz. Nicht weniger spektakulär waren die Sprungfolgen und komplizierten Flugelemente der Artisten auf dem luftgefüllten Air Track. Die Schwerkraft scheint in der Manege ausgeschaltet zu sein.

Ästhetik, Eleganz und Athletik vereinten die beiden Direktorentöchter Larissa und Tatjana in ihren Darbietungen: ob am senkrechten Pole oder mit kraftvoller Handstandakrobatik. Ebenso erotisch und anmutig begeisterte Steve Eleky das Würzburger Publikum. Nein, nur Spaaaß: Comedy-Jongleur Eleky hatte das Publikum mit seinem unwiderstehlichen Humor komplett im Griff. Nicht weniger lustig: Hubertus Wawra, genannt Hubi, der ebenso feurige wie sächselnde „Master of Hellfire“.

Rund 40 Artisten gehen in jeder Vorstellung für das Publikum bis an die Grenzen des Machbaren, unterstützt von den rockigen Klängen der FlicFlac Band unter Bandleader Samuel Beck und mit Sängerin Caro Kunde, die gemäß dem Motto „Höchststrafe“ hinter Gittern agieren.

Anmutig und athletisch zugleich: Direktorentochter Tatjana. | Foto: Uta BöttcherAnmutig und athletisch zugleich: Direktorentochter Tatjana. | Foto: Uta BöttcherGegründet wurde Circus FlicFlac 1989 von den Brüdern Benno und Lothar Kastein sowie deren Ehefrauen Scarlett Kaiser-Kastein und Gabi Kastein. Am 5. Oktober 2014 startete auf den Tag genau zum 25-jährigen Bestehen das neue FlicFlac-Programm „Höchststrafe“. Die Jubiläumsshow ist zwei Jahre lang in 40 Städten Deutschlands zu sehen.

 

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