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UPDie Aufbaujahre

Würzburg vor nicht allzu langer Zeit

Es geht langsam aufwärts: Blick auf den Dominikanerplatz im Jahr 1949. Es geht langsam aufwärts: Blick auf den Dominikanerplatz im Jahr 1949. Geschichtswerkstatt

Die Geschichtswerkstatt zeigt zum 70. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs und des Endes des Zweiten Weltkrieges eine Ausstellung im Rathaus.

Würzburg vor nicht all zu langer Zeit“ ist die diesjährige Fotoausstellung der Geschichtswerkstatt im „Verschönerungsverein Würzburg e.V.“ überschrieben. Damit greift die Geschichtswerkstatt das Thema der letztjährigen Ausstellung auf und führt es über die Zerstörung hinaus fort bis in die Zeit des Wiederaufbaus, des Wirtschaftswunders und die jüngste Vergangenheit.

Erneut stehen die Menschen in ihrem Lebens- und Berufsumfeld – diesmal in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – im Mittelpunkt der Ausstellung im Rathaus. Präsentiert werden größtenteils bislang unveröffentlichte und unbekannte Fotos aus dem Archiv der Geschichtswerkstatt, die exemplarisch zeigen, wie Menschen ihren Alltag verbrachten und unter welchen Bedingungen sie lebten.

Als Smartphone und iPad noch nicht das Wichtigste im Leben waren: Das BRK verteilt Geschenke an Kinder (1949). | Foto: GeschichtswerkstattAls Smartphone und iPad noch nicht das Wichtigste im Leben waren: Das BRK verteilt Geschenke an Kinder (1949). | Foto: GeschichtswerkstattFließend war der Übergang vom Kriegsende zur Beseitigung und Räumung der Trümmer und zum Wiederaufbau bis in die 70er Jahre hinein. In diesem Spektrum gibt die Ausstellung einen Einblick in das private und familiäre Leben, die Situationen in Handwerksbetrieben und im Handel und das öffentliche Leben in mannigfaltigen Impressionen.

Die Bilder des öffentlichen Lebens zeigen eine Vielfalt an Themen der damaligen Zeit, wie Freizeitbeschäftigungen, Kultur, Sport, Veranstaltungen oder Verkehr. Im Bereich Handwerk und Handel werden Einblicke in die Berufswelt und die technische Entwicklung gegeben und mittlerweile ausgestorbene Berufe gezeigt. Die Fotos des familiären und privaten Lebens spiegeln die Entwicklung der häuslichen Situation und Lebenswelt wider und zeigen wie sich aus Provisorien eine neue Normalität entwickelte.

Die Ausstellung kann bis 31. März im oberen Foyer des Rathauses zu den normalen Rathaus-Öffnungszeiten besichtigt werden. Offizielle Eröffnung ist am Sonntag, 8. März um 11 Uhr mit Bürgermeister Dr. Adolf Bauer. Am 22. März gibt es um 15 Uhr eine Modenschau der 50er Jahre.

Zur Ausstellung bringt die Geschichtswerkstatt drei neue Hefte heraus:
Heft 4 - März 2015: Das Gestapo-Notgefängnis in der Friesstraße 1942-1945
Heft 5 - März 2015: Bilder der Ausstellung „Würzburg vor nicht all zu langer Zeit“
Heft 6 - März 2015: Bilder der Ausstellung „Würzburg vor nicht all zu langer Zeit“

Erhältlich sind die Hefte am 8.3. im Rathaus sowie im Laden der Geschichtswerkstatt in der Pleicherkirchgasse 16 (montags von 14 bis 18 Uhr).        ra

UP - Der Überblick

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