UP Magazin

UPSpektakuläre Funde imposant in Szene gesetzt

Die Welt des Keltenfürsten

Imposant und immer noch geheimnisvoll: Die 1,86 Meter große und 230 Kilogramm schwere Skulptur eines keltischen Herrschers aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. – genannt „Keltenfürst von Glauberg“. Imposant und immer noch geheimnisvoll: Die 1,86 Meter große und 230 Kilogramm schwere Skulptur eines keltischen Herrschers aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. – genannt „Keltenfürst von Glauberg“. Rainer Adelmann

Der sensationelle Fund einer imposanten Statue eines keltischen Herrschers bildet den MIttelpunkt der Keltenwelt am Glauberg. Museum, rekonstruierter Grabhügel und der große Archäologische Park lassen die Besucher in die Zeit des Keltenfürsten eintauchen.

von Rainer Adelmann

Es war einer der spektakulärsten archäologischen Funde unserer Zeit in Europa: Bei einem Erkundungsflug erkannten Heimatforscher am Südhang des hessischen Glaubergs die Spuren eines riesigen Grabhügels. Als das hessische Landesamt für Denkmalpflege von 1994 bis 1997 Grabungen durchführte, entdeckte man neben außergewöhnlich reich ausgestatten Gräbern eine nahezu vollständig erhaltene, überlebensgroße Steinfigur, der man den Namen „Keltenfürst von Glauberg“ gab.

Die Skulptur ist imposante 1,86 Meter groß und 230 Kilogramm schwer und vermittelt das bisher detailreichste Bild eines keltischen Herrschers des 5. Jahrhunderts v. Chr. Er trägt eine Mistelkrone, eine Halskette, einen Schild und eine Art Körperpanzer. All diese Gegenstände – bis auf den Körperpanzer – wurden tatsächlich auch in einem Grab gefunden und können ebenfalls im Keltenmuseum am Glauberg bestaunt werden.

Fast so spektakulär wie sein Inneres:  das Museum Keltenwelt am Glauberg (0beres Bild). Darunter: Der rekonstruierte Grabhügel. Die sensationellen Funde aus den Ausgrabungen sind im Museum ausgestellt. | Foto: rainer AdelmannFast so spektakulär wie sein Inneres: das Museum Keltenwelt am Glauberg (0beres Bild). Darunter: Der rekonstruierte Grabhügel. Die sensationellen Funde aus den Ausgrabungen sind im Museum ausgestellt. | Foto: rainer AdelmannSo spektakulär wie dieser Fund ist das Museum selbst, das 2011 eröffnet wurde und dessen rechteckiger Bau mit seiner riesigen Glasfront nahezu freischwebend ins Tal ragt. Es beherbergt nicht nur die Funde aus den drei keltischen Gräbern, darunter keltischen Goldschmuck und Waffen, sondern ist auch Teil der Keltenwelt am Glauberg mit einem Forschungszentrum und einem 35 Hektar großen Archäologischen Park. Im Park befinden sich ein rekonstruierter Grabhügel, Wall-Grabensysteme und Wehranlagen aus frühkeltischer Zeit.

Der Glauberg in der Wetterau ist eine der wichtigsten keltischen Fundstellen Europas und liegt nur etwa eine Stunde nordöstlich von Frankfurt. Das ganze Jahr über finden in der Keltenwelt am Glauberg vielfältige und interessante Führungen und Veranstaltungen statt.Im Museum befindet sich auch ein großes Bistro mit Außenterrasse, das saisonales Essen aus der Region anbietet. Am Besten informiert man sich vorab über das aktuelle Programm auf der Website der Keltenwelt.

Mehr Informationen:
Keltenwelt am Glauberg
Am Glauberg 1
63695 Glauburg
Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr
Tel.: 0 60 41/82 33 00
E-Mail:
anfragen@keltenwelt-glauberg.de
Internet:
www.keltenwelt-glauberg.de

 

UP - Der Überblick

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Flanieren in der Antike

Flanieren in der Antike

Am liebsten möchte man sich zu Tisch legen und eine römische Spezialität bestellen. Spaziert man durch Pompeji, flaniert man durch eine antike Stadt, die so gut erhalten ist, dass ihre Bewohner fast wieder lebendig werden.

Mehr >

Das Image stärken

Das Image stärken

In allen Handwerksbereichen müssen die Ausbildungsgbetriebe immer größere Anstrengungen unternehmen, um freie Lehrstellen besetzen zu können. Derzeit sind noch 1.400 Lehrstellen im Einzugsgebiet der Handwerkskammer Unterfranken unbesetzt.

Mehr >

Das rollende Automuseum

Das rollende Automuseum

Zum zweiten Mal war die Sachs Franken Classic zu Gast im Porsche Zentrum Würzburg: ein Fest für Oldtimer-Freunde und die ganze Familie. Diesmal defilierten die musealen Schätzchen nicht nur durch das Autohaus, sondern ließen sich in aller Ruhe bestaunen.

Mehr >

Kultur im Mittelpunkt

Kultur im Mittelpunkt

Stadtbalkon, gläserne Front mit Einblick in den Ballettproberaum, spektakuläre An- und Aussicht: das generalsanierte und erweiterte Mainfranken Theater zieht die Blicke auf sich. UP Magazin sprach mit Intendant und Geschäftsführendem Direktor über das neue kulturelle Aushängeschild, dessen Bauarbeiten in Kürze beginnen.

Mehr >

Reisen

Flanieren in der Antike

Flanieren in der Antike

Am liebsten möchte man sich zu Tisch legen und eine römische Spezialität bestellen. Spaziert man durch Pompeji, flaniert man durch eine antike Stadt, die so gut erhalten ist, dass ihre Bewohner fast wieder lebendig werden.

Mehr >
Website Realisation: CATLINE print & web | © UP Magazin 2016