UP Magazin

UPDas Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim hat die neue Saison eingeläutet

Hosagärtla bauen

Die Wollschweine gehören zu den tierischen Attraktionen des Freilandmuseums in Bad Windsheim. Mit etwas Glück gibt es im März wieder Ferkelchen zu bestaunen. Die Wollschweine gehören zu den tierischen Attraktionen des Freilandmuseums in Bad Windsheim. Mit etwas Glück gibt es im März wieder Ferkelchen zu bestaunen. Fränkisches Freilandmuseum / Ute Rauschenbach

Der Frühling steht vor der Tür und im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim ist alles bestens für die neue Saison gerichtet: Auf in die Zeitreise ins bäuerliche Leben unserer Großeltern und Urgroßeltern.

Die Frühlingssonne lockt zu einem Rundgang durch das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim – über 100 Bauernhäuser zeigen, wie die Menschen in Franken früher gelebt haben. Ein besonderer Höhepunkt für Kinder ist der Seubersdorfer Hof mit Schweinen, Ziegen, Hühnern, Ochsen und Pferden. In der Baugruppe Mittelalter haben die Wollschweine ihr zu Hause und mit etwas Glück gibt es schon Frischlinge.

Der Erlebnisplatz mit seinen Bereichen „An der Obstwiese“ und „Hinter der Scheune“ bietet Spaß für größere und kleinere Kinder und der alte Lanz-Bulldog übt auch auf manche Erwachsene eine magische Anziehungskraft aus. Auch picknicken lässt es sich gut und Bollerwägen gibt es an der Kasse. Wer nichts vorbereiten will, stärkt sich in einem der drei Biergärten mit fränkischen Gerichten und natürlich gibt es auch Angebote für Vegetarier.

Ein fränkischer Osterbrauch aus der Gegend um Nürnberg ist das „Hosagärtla“ bauen. Hier bereiten Kinder für Ostern einen kleinen Garten für den Osterhasen vor, in der Hoffnung, dass er viele Eier und süße Überraschungen hineinlegt. Das Gärtchen hat einen kleinen Zaun aus Aststückchen, die direkt in den Boden gesteckt werden und mit Bast oder anderem Material umflochten werden.

Idyll vor der Haustüre - das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim. | Foto: Rainer AdelmannIdyll vor der Haustüre - das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim. | Foto: Rainer AdelmannIm Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim können Kinder von Gründonnerstag, 29. März bis Karsamstag, 31. März jeweils zwischen 13 und 17 Uhr kleine transportable „Hosagärtla“ anfertigen und sie dann zu Hause aufstellen. Dazu werden Nägel in eine Bodenplatte aus Holz geklopft und umwickelt, so dass ein kleiner runder Garten entsteht. Anschließend wird der Garten mit Gras oder Moos ausgelegt und am Ostertag ins Freie gestellt. Nun ist der Osterhase gefordert: Mit etwas Glück sind nach einiger Zeit darin dann einige Eier zu finden. Die Eltern können ja ein wenig nachhelfen… Im Bauernhaus aus Mailheim brodelt es wie in einer kleinen Hexenküche. Kinder und Erwachsene sind über Töpfe gebeugt, aus denen Wasserdampf steigt. Schon seit Wochen wurden Zwiebel- und Walnussschalen gesammelt. Wer weiß schon, dass Zwiebelschalen die Eier violett färben können, wenn man sie nur lange genug darin liegen lässt?

Walnussschalen geben weißen Eiern einen zarten Gelbstich, wenn sie nicht allzu lange darin köcheln und ein paar getrocknete Heidelbeeren vom letzten Sommer färben Eier blau. Anschließend werden die Eier traditionell mit Speckschwarten glänzend gerieben und dürfen gegen einen kleinen Obolus mit nach Hause genommen werden. Gründonnerstag, 29. März bis Karsamstag 31. März von 13 bis 17 Uhr. Und am Ostersonntag, 1. April, dürfen Kinder zwischen den Häusern und in den Gärten von 9 bis 13 Uhr Ostereier suchen - über 1500 Bio-Eier sind im Museum versteckt!

Im Jahresverlauf locken weitere etliche Veranstaltungen, Vorführungen, Ausstellungen, Kurse, Führungen und Mitmachangebote: vom Schleppertreffen, der Museumskirchweih und der Museumsnacht, bis zum Historischen Jahrmarkt und dem Sommertheater. Weil im Grunde an jedem Wochenende etwas los ist, lohnt sich immer ein Blick ins offizielle Jahresprogramm unter www.freilandmuseum.de.

 

UP - Der Überblick

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Ein Stück Zukunft

Ein Stück Zukunft

Die Konversion macht es möglich: Nach dem Abzug der US-Army entsteht an Stelle der Leighton-Barracks ein komplett neuer Stadtteil Hubland. Bis 2025 soll auf einer Fläche, die fast der Würzburger Innenstadt entspricht, Wohnraum für rund 5.000 Menschen geschaffen sein.

Mehr >

Es lebt sich gut in dieser Stadt

Es lebt sich gut in dieser Stadt

Kaum eine Person in der Kommunalverwaltung prägt eine Stadt mehr als der Stadtbaurat. Professor Christian Baumgart war über 24 Jahre Baureferent in Würzburg. In seine Amtszeit fielen Kulturspeicher und Hochwasserschutz, Schulsanierung und Fußgängerzone Eichhornstraße. UP Magazin sprach mit dem Mann, der sich einen unbelehrbaren FC Nürnberg-Fan...

Mehr >

Die rechte Hand vom Chef

Die rechte Hand vom Chef

Fast hätte es zur „Silberhochzeit“ gereicht: Nelly Rösch ist seit 24 Jahren die rechte Hand von Baureferent Christian Baumgart. Jetzt geht sie gemeinsam mit ihrem Chef in den Ruhestand. UP Magazin sprach mit der Chefsekretärin über 45 Jahre Berufsleben im Rathaus.

Mehr >

Das neue Theater ist auf dem Weg

Das neue Theater ist auf dem Weg

Das Atrium macht Platz für den neuen Kopfbau des Mainfranken Theaters.

Mehr >
Website Realisation: CATLINE print & web | © UP Magazin 2016