UP Magazin

UPSommer im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim

Magische Momente

Luftgaukler zeigen im Freilandmuseum Bad Windsheim ihre Künste. Luftgaukler zeigen im Freilandmuseum Bad Windsheim ihre Künste. Ute Rauschenbach

Gibt es etwas Schöneres als Frühling und Sommer auf dem Land? Das Fränkische Freilandmuseum lädt im Juni und August gleich dreifach in die „gute alte Zeit“ ein: Zum Kinderfest, der wunderbar magischen Museumsnacht und dem Kunsttag.

Für Kinder ist das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim ohnehin ein Dorado. Die Häuser sind zu alten Dörfern gruppiert, dazwischen gibt es Felder und Wiesen und jede Menge Tiere zum Bestaunen und Streicheln – von Schafen über Ziegen bis zu Schweinen und Katzen. Am Samstag, und Sonntag, 4. und 5. Juni, ist das Museum aber komplett in Kinderhand. Von 10 bis 17 Uhr gibt es rund um den neuen Erlebnisplatz ein großes Kinderfest mit alten Kinderspielen, handwerklichen Angeboten, dem Schulzirkus Tohuwabohu, dem Hochseilgarten Bad Windsheim und der Ochsenfurter Spielbaustelle. Der neue Erlebnisplatz mit seinen Bereichen „Hinter der Scheune“ und „An der Obstwiese“ lädt auf halber Strecke des Familien-Museumsrundgangs zu einer Pause ein und hat sich hervorragend bewährt.

Beim Kunsttag kommen Kreative und Kunstfreunde auf ihre Kosten. Hier zeigt Rudolf Lumm eine seiner Zeichnungen. | Fotos: Ute RauschenbachBeim Kunsttag kommen Kreative und Kunstfreunde auf ihre Kosten. Hier zeigt Rudolf Lumm eine seiner Zeichnungen. | Fotos: Ute RauschenbachDie Museumsnacht ist jedes Jahr einer der Höhepunkte im Jahresprogramm des Freilandmuseums. Die wunderbare Atmosphäre einer lauen Sommernacht verlockt zum Verweilen und zum Flanieren, zum Lauschen und zum Staunen – und zum Genießen. In diesem Jahr verzaubert die Museumsnacht am Samstag, 11. Juni, von 18 bis 24 Uhr mit einem funkelnden Nachtprogramm die großen und kleinen Besucher.

Hinter der Obstwiese haben die Luftgaukler ihr Seil aufgespannt und aus den alten Bauernküchen duftet es verführerisch. Anne Klinge präsentiert ihr renommiertes Fußtheater in der Scheune aus Mailheim und Maja Taube entfaltet zauberhafte Klanggewebe an der keltischen Harfe, während Lucinda auf dem Museumshügel ihren Stern leuchten lässt. In der Bauernstube aus Unterlindelbach liest Autor Helmut Haberkamm fränkische Geschichten und Gedichte und Britte Mc Neill trägt im Schulhaus Schulgeschichten der 70er Jahre vor. Bizarre Magie samt haarsträubender Geschichten bietet Bernd Distler im Bauernhaus aus Obermässing. Für den nötigen Nervenkitzel sorgen „Tri Fabula“ ohne Netz und doppelten Boden am Trapez vor dem Jagdschlösschen aus Eyerlohe.

Auf den Feldern werden die letzten Arbeiten des Tages verrichtet, bevor es heimwärts in die Höfe geht zur abendlichen Stallarbeit. Nach Einbruch der Dunkelheit erhellen Fackeln die Wege zwischen den Museumsdörfern. Mit dem Feuertheater „Firefly“ und einem großen Mitternachtsfeuer auf dem Museumshügel klingt die längste Nacht im Freilandmuseum harmonisch aus.

Das Freilandmuseum geizt nicht mit pittoresken Motiven: blühende Gärten, verwitterte Zäune, Leben wie in alter Zeit. Deshalb ist der Kunsttag am Sonntag, 7. August, ein Muss für alle Kreative. Und: Wer als „Künstler“ erkennbar ist, hat freien Eintritt und kann bei den Motiven aus dem vollen Schöpfen. Die Ergebnisse werden nachmittags ab 16 Uhr an der Kegelbahn am Museumseingang ausgestellt – und so manches Bild hat hier schon einen spontanen Käufer gefunden.

Weitere Informationen unter www.freilandmuseum.de oder Telefon: 09841 66 80 0.

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