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UPRhön-Zügle fährt zwischen Mellrichstadt und Fladungen

Reisen wie anno 1898

Fahrkomfort auf Holzbänken: Mit dem Rhön-Zügle lässt es sich gemächlich von Fladungen nach Mellrichstadt und zurück reisen. Fahrkomfort auf Holzbänken: Mit dem Rhön-Zügle lässt es sich gemächlich von Fladungen nach Mellrichstadt und zurück reisen. Florian Trykowski Rhön GmbH

So ging Reisen zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Eine Dampflok setzt sich fauchend und quietschend in Bewegung und bringt die Fahrgäste in den Waggons auf ihren Holzbänken langsam in Fahrt. Das Rhön-Zügle des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen versetzt die Besucher in eine Zeit, als es noch gemächlicher zuging als heute.

Sechs Lokomotiven nennt die Museumsbahn des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen ihr Eigen: drei Dampfloks von 1901 bis 1924, eine Diesellok von 1960 und zwei Kleinlokomotiven aus den 60er Jahren. Bei einer Fahrt mit dem Rhön-Zügle lässt sich die Langsamkeit des Reisens wieder entdecken.

Seit 1996 verkehrt auf der ehemaligen Lokalbahnstrecke zwischen Fladungen und dem 18 Kilometer entfernten Mellrichstadt das sogenannte Rhön-Zügle. Mit ihren Dampf- oder Dieselloks und historischen Waggons befördert die Museumsbahn an ausgewählten Sonn- und Feiertagen wie vor 100 Jahren Passagiere durch das obere Streutal.

Foto: Florian Trykowski Rhön GmbHFoto: Florian Trykowski Rhön GmbHBei einer Fahrt mit der Museumsbahn wird die Vergangenheit lebendig: An rund 20 Fahrterminen verkehren bis Oktober nostalgische Dampf- und Dieselloks mit ihren historischen Waggons, den sogenannten Donnerbüchsen, zwischen den Bahnhöfen Fladungen und Mellrichstadt. Fahrgäste lassen bei der erlebnisreichen Fahrt die Landschaft des malerischen Streutals gemütlich an sich vorbeiziehen und entdecken auf der 18 Kilometer langen Bahnstrecke die Langsamkeit wieder wie anno 1898, als die Lokalbahnstrecke eröffnet wurde.

Am 14. September 1996 fuhr erstmals das Rhön-Zügle zwischen Fladungen und Ostheim. Somit konnte das Erfolgsprojekt Museumsbahn im vergangenen Jahr auf 25 bewegte Jahre zurückblicken. Aufgrund der Corona-Situation wurden die Jubiläums-Feierlichkeiten auf 2022 verschoben und werden am Sonntag, 17. Juli, in gebührendem Rahmen nachgeholt.

Nach der vergnüglichen Fahrt mit dem Rhön-Zügle kann man seine Zeitreise im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen fortsetzen: Hier lässt sich mit allen Sinnen in den Alltag unserer Vorfahren im Dreiländereck Hessen, Thüringen, Bayern eintauchen. Ein Dorf ganz ohne Autos und Lärm, mit plätschernden Bächen, liebevoll angelegten Gärten, einem Picknickweiher, historischen Kinderspielen,  schnatternden Gänsen und wolligen Rhönschafen.

In Bayerns nördlichster Stadt Fladungen macht das Fränkische Freilandmuseum die vergangene ländliche Bau-, Arbeits- und Lebensweise aus ganz Unterfranken sowie der angrenzenden hessischen und thüringischen Rhön erlebbar.

Auf einem zwölf Hektar großen Gelände geben über 20 wiedererrichtete landwirtschaftliche Anwesen und Gemeindebauten in ihrer regionalen und sozialen Vielfalt einen umfassenden Einblick in das Wohnen und Wirtschaften vom 17. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre. Eingebettet sind die Gebäude in eine historische Kulturlandschaft aus verschiedenen Themengärten, Streuobstwiesen, Äckern und Weiden, auf denen alte Haustierrassen wie Rinder, Schweine, Schafe oder Ziegen gehalten werden.

Mehr im Internet unter www. freilandmuseum-fladungen


 

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