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UPLohrer Geschichten in Lohrer Mundart

Wenn Bäume sprechen

Es gibt viele Gründe für einen Ausflug nach Lohr a.Main: Gemütlich und genüsslich in der romantischen Altstadt sitzen, bei einem Rundgang durch die Stadt Geschichte und Geschichten erfahren oder im Spessartmuseum mehr über die Vergangenheit der Menschen im Spessart lernen. Es gibt viele Gründe für einen Ausflug nach Lohr a.Main: Gemütlich und genüsslich in der romantischen Altstadt sitzen, bei einem Rundgang durch die Stadt Geschichte und Geschichten erfahren oder im Spessartmuseum mehr über die Vergangenheit der Menschen im Spessart lernen. Ernst Huber

Ob amüsante Geschichten oder Wissenswertes über die Stadt: In Lohr a.Main können die Bänke und Bäume erzählen. Doch nicht nur deswegen ist die romantische Stadt am Main einen Ausflug wert. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Abstecher nach „Sandibar“, dem örtlichen Stadtstrand?

Lohr a.Main hat viele Attribute: die Schneewittchenstadt, die Fachwerkstadt oder das Tor zum Spessart. Dass hier aber Bänke und Bäume sprechen, dürfte Vielen noch neu sein. Um diese Stimmen zu hören, braucht es nicht mehr als ein internetfähiges Smartphone. QR-Code einlesen und schon geht’s los.

Foto: Jürgen GoldbachFoto: Jürgen GoldbachErwähnt seien zunächst die sechs Lohrer Hörbänke: Eigentlich ganz normale — wenn auch hübsche — stabile Sitzgelegenheiten, die in der Innenstadt zum Verweilen einladen. Verweilen ist dabei der durchaus passende Ausdruck, denn man kann diese Weile, die man auf der Bank verbringt, mit dem Anhören von Geschichten füllen.

Da geht es um amüsante Begebenheiten, Anekdoten aus der Stadt, kurz Lohrer Geschichten, die selbstverständlich in der entsprechenden, nämlich Lohrer Mundart vorgetragen werden. Und weil ja nicht jeder mit diesem Idiom gesegnet ist, haben die Sprecher sogar kleine Übersetzungshilfen eingebaut. Bänke mit Spaßfaktor also, die man sich beim Besuch der Stadt nicht entgehen lassen sollte. Wer viel „Weile“ mitbringt, kann sich ja durch alle sechs durchhören.

Und weil man so schön dabei war, hat man in Lohr auch den Bäumen das Sprechen beigebracht. 14 Hörbaume führen durch die Stadt, das heißt: Die Bäume bewegen sich natürlich nicht, das muss der Stadtrundgänger schon selbst tun. Die Bäume beantworten dabei wichtige Fragen wie: Wo steht in Lohr ein Lebkuchenbaum? Das würden wahrscheinlich nicht nur die Kinder gerne wissen, und so sind die sprechenden Bäume sicher schnell die Lieblinge der ganzen Familie.

Wer auf seinem Weg durch die Stadt Durst bekommt, kann ja einen Abstecher in die Südsee machen. Na ja, fast zumindest. Bis Sansibar hat es zwar nicht gereicht, aber die „Sandibar“ am Mainufer bietet immerhin auch Sandstrand, Cocktails und was man sonst noch so alles fürs Südsee-Feeling braucht.

Hatten wir schon erwähnt, dass Lohr a.Main die Schneewittchenstadt ist? Haben wir natürlich. Und so begrüßt die Märchenhafte gar selbst die Gäste, während Lohrer Originale, wie das Waschweib, eine Bäckersfrau oder der Nachtwächter durch die Stadt führen. Will man den Tratsch und Klatsch — und natürlich alles Wissenswerte über die Stadt — aus erster Hand hören, bietet sich eine vorherige Anmeldung an. Die Kulturspaziergänge dagegen sollen künftig wieder ohne Anmeldung möglich sein.

Immer einen Besuch wert  ist selbstverständlich auch das Spessartmuseum im Schloss zu Lohr a.Main. Hier kann man nicht nur erleben, wie die Menschen früher im Spessart gelebt und gearbeitet haben, in der Glasausstellung warten besonders wertvolle und beeindruckende Gläser — oder besser Glaskunstwerke — aus den vergangenen sechs Jahrhunderten auf das Staunen der Besucher. Und nicht zu vergessen: Sogar Schneewittchens sprechender Spiegel stellt sich hier im Schloss vor.

Weitere Informationen:
www.lohr.de/tourismus-und-kultur
www.stadtstrand-lohr.de
www.spessartmuseum.de

 

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