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UPLoipenzentrum Rotes Moor

Wintertraum auf Langlaufskiern

Langlauf-Genuss in der Förstina-Loipe. Langlauf-Genuss in der Förstina-Loipe. Uta Böttcher

In der Rhön nahe Gersfeld hat sich in den vergangenen Jahren ein Dorado für Langläufer entwickelt: das Loipenzentrum Rotes Moor.

 

von Rainer Adelmann

Die Zeiten, als man in Würzburg einfach mal die Langlaufskier hergenommen hat, um irgendwo über dem Talkessel in eine Loipe zu steigen sind schon eine ganze Weile her. Inzwischen liegt zu selten und für zu kurze Zeit genug Schnee auf den Hügeln rund um die Domstadt. Und ob dann überhaupt Loipen gespurt sind – das war schon früher reine Glückssache. Wer also im Winter gerne klassisch oder in Skating-Technik durch Wald und Flur laufen will, muss die Skier ins Auto packen und sich auf den Weg machen. Weit fahren muss man gottseidank nicht, liegt die Rhön doch quasi vor der Haustüre. Und dort hat sich in den vergangenen Jahren ein echtes Dorado für Langlauf-Enthusiasten und –Liebhaber entwickelt.

Gleich nach der Landesgrenze bei unseren hessischen Nachbarn wartet nahe Gersfeld das Loipenzentrum Rotes Moor. Bei über 800 Metern über dem Meeresspiegel verzeichnet man dort oft rund 100 Schneetage und mehr pro Jahr. Dabei zählt das Rote Moor nicht nur zu den schneesichersten, sondern auch zu den meistbesuchten Langlaufgebieten: An einem schönen Wintertag schnallen gerne mal 1500 bis 2000 Besucher hier ihre Langlaufskier an.

2006 wurde das Loipenzentrum beim Deutschen Skiverband (DSV) als Nordic Activ Zentrum zertifiziert, regelmäßig werden hier regionale Langlaufmeisterschaften ausgetragen. Zur Eröffnung war seinerzeit übrigens sogar der damalige Bundestrainer Jochen Behle zu Gast, der die Loipen noch aus seiner Jugendzeit kannte.

Für den Hobby-Läufer wichtig sind aber vor allem: perfekte Loipen. Die Strecken sind breit angelegt, mit ausreichend Raum für Skater, flankiert von Spuren für die Freunde des klassischen Langlaufs. Die Förstina-Loipe bietet drei Schwierigkeitsgrade: leicht, mittelschwer und schwierig – und das bei verschiedenen Streckenlängen. Darüber hinaus hat man Anschluss an jede Menge weiterer Loipen, sogar bis zur Wasserkuppe kann man auf den schmalen Brettern laufen. Insgesamt 70 Kilometer präparierte Loipen stehen den ambitionierten und Hobby-Läufern zur Verfügung.

Wenn Wolken über Berge fließen: Während im Tal der Nebel hängt, erstrahlt die Loipe an der Alten Reichsstraße im Sonnenschein. | Foto: Rainer AdelmannWenn Wolken über Berge fließen: Während im Tal der Nebel hängt, erstrahlt die Loipe an der Alten Reichsstraße im Sonnenschein. | Foto: Rainer AdelmannEin guter Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Info-Zentrum „Haus am Roten Moor“, das derzeit für 1,6 Millionen Euro ausgebaut wird. Dort warten nicht nur ein Skiverleih und eine ordentliche Stärkung, falls mal die Kräfte nachlassen. Hier ist auch der perfekte Einstieg in die drei Förstina-Loipen sowie weitere Loipen, zum Beispiel die Höhenloipe zur Wasserkuppe oder das Loipennetz Lange Rhön.

Nicht selten liegen die Täler in Nebel und Wolken. Erreicht man aber das 823 Meter hoch gelegene Haus am Moor, findet man sich unter blauem Himmel wieder und der Schnee glitzert im blanken Sonnenschein. Dann bleibt dem Langlauffreund nur noch die Qual der Wahl: lieber durch den Wald, wo der Sonnenschein durch die Bäume fällt und die Strecke verzaubert oder heute vielleicht am Roten Moor vorbei auf der Alten Reichsstraße entlang – mit herrlichem Blick auf die Wasserkuppe. Egal wofür man sich entscheidet: Man kann nichts falsch machen.

Das „Haus am Roten Moor“ liegt an der B 278 zwischen Bischofsheim a.d. Rhön und Wüstensachsen. Die Parkgebühr beträgt derzeit zwei Euro für den ganzen Tag. Die Website www.loipenpark.de hält nicht nur umfangreiche Informationen, sondern auch eine Webcam bereit.

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