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UPPulsierendes Leben und Weltkulturerbe

Die Stadt um den Palast

Das Peristyl des Diokletianpalastes ist einer der schönsten Plätze Splits. So leer wie hier bekommt man es nur am frühen Morgen zu sehen. Ansonsten brummt hier das touristische Leben. Das Peristyl des Diokletianpalastes ist einer der schönsten Plätze Splits. So leer wie hier bekommt man es nur am frühen Morgen zu sehen. Ansonsten brummt hier das touristische Leben. Uta Böttcher

Sie ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens, schmiegt sich zwischen den Mosor-Bergen und der Adriaküste in die kroatische Landschaft und wurde rund um einen Kaiserpalast gebaut: Wer Split besucht, bekommt pulsierendes Leben, ein Weltkulturerbe und eine Promenade, auf der sich trefflich flanieren und genießen lässt.

von Rainer Adelmann

Der römische Kaiser Diokletian war eigentlich kein Römer, sondern ein waschechter Dalmatiner. Geboren wurde er um das Jahr 240 in der Nähe der Stadt Solin, die im 1. Jahrhundert von Julius Cäsar in den Rang einer römischen Kolonie erhoben worden war — und heute weniger als zehn Kilometer von der Adriametropole Split entfernt liegt. Die Überreste der einstigen Hafenstadt Solin, auch Salona genannt, kann man heute noch besichtigen.

Während dort aber die zumeist üblichen Ruinen aus der Römerzeit zu sehen sind, hat Diokletian in der Nähe seiner Geburtstätte der Nachwelt ein ganz anderes Kaliber überlassen: seinen prächtigen Altersruhesitz, genannt Diokletianpalast. Was sich wie ein einzige Gebäude anhört ist indes ein riesiger Komplex. Und weil Palast und Umgebung so einzigartig waren, zog es immer mehr Menschen in seine Nähe.

Nach dem Tode Kaisers Diokletian wuchs im Laufe der Jahrhunderte eine Stadt um den Palast, ja wuchs sogar teilweise in den Palastkomplex hinein — der sich wiederum ebenfalls im Laufe der Zeit mit Anbauten, Umbauten und Neubauten veränderte.

Der Diokletianpalast ist seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe, der touristische Mittelpunkt Splits und bietet den Besuchern mit seinen zahlreichen gut erhaltenen Gebäuden eine Art römisches Freiluftmuseum. Gut erhalten sind die Zugänge zum Palast, wie das Goldene Tor (die Porta Aurea), das Silbertor (die Porta Argentea), das Eisentor (die Porta Ferrea) oder das Bronzetor (die Porta Aenea).

Fotos: Uta BöttcherFotos: Uta BöttcherBesonders spektakulär ist aber der Tempel des Jupiter, einer der wenigen römischen Tempel, bei denen das Dach noch erhalten ist — meist müssen sich die Freunde antiker Stätten mit viel Phantasie das Dach über den Säulen dazudenken. Imposant ragt im Diokletianspalast die Kathedrale des hl. Duje in den Himmel von Split. Ursprünglich war das Gebäude das Mausoleum des Kaisers, bewacht von vier Sphingen am Eingang — von denen eine noch in der Kirche zu besichtigen ist. Im 7. Jahrhundert haben sich die Christen des Baus angenommen und das Mausoleum wurde zur Kirche umfunktioniert.

Auf dem Peristyl, dem großen Platz zwischen den Palästen der Adelsfamilien Grisogono und Cipci, herrscht im Sommer reges Treiben. Hier kristallisiert sich sozusagen die Essenz des Diokletianspalastes und die Handys und Fotoapparate der Touristen sind im Dauereinsatz.

Touristischer Dauereinsatz macht müde und daher ist danach unbedingt ein Besuch der mondänen Spliter Uferpromenade Riva entlang der Adria anzuraten. Sehen und gesehen werden ist hier das Thema — am besten entspannt bei einem gepflegten Cocktail oder einer leckeren Portion kleiner Fischchen in einem der zahlreichen Restaurants, Cafés oder Bars.

Das Schöne an Split: Man kann die Stadtbesichtigung wunderbar in seinen geruhsamen Strandurlaub einbauen. Denn natürlich gibt es an der Adriaküste rund um Split jede Menge Angebote für einen erholsamen Strandurlaub am blauen adriatischen Meer. Unser Tipp: Wenn möglich vom gebuchten Strandaufenthalt mit einer der zahlreichen Fähren nach Split schippern. Das macht Spaß und spart die Parkplatzsuche.

 

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