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UPAuch die Personalsituation hat sich gelichtet

Auf der Zielgeraden

Steffen Kaufmann (Nr. 18) in Aktion. Steffen Kaufmann (Nr. 18) in Aktion. Mario Reith

Tabellensituation sieht für die Wölfe deutlich freundlicher aus.

Es hat ein wenig gedauert, bis der stotternde „Wölfe-Motor“ diese Spielzeit zu laufen begann. Erst als der Druck, sich im Abstiegskampf zu verlieren, auf ein unangenehm hohes Level angestiegen war, riss das Wolfsrudel das Ruder um und begann im Dezembermonat regelmäßig zu punkten. Mit zusätzlichen, wichtigen Siegen nach der WM-Pause im Januar, gelang es den Wölfen, insgesamt sechs von sieben aufeinanderfolgenden Partien für sich zu entscheiden und den ein oder anderen direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen – allerdings noch nicht endgültig abzuschütteln.
 
Auf der sicheren Seite sollte sich jedes Team der 2. Bundesliga – vor allem in diesem Jahr – erst dann wähnen, wenn auch rechnerisch nichts mehr anbrennen kann. Mit fünf Absteigern ist mehr als die halbe Liga gefährdet und auch der vermeintlich ordentliche Tabellenplatz 9 der Wölfe kann bei einer längeren Negativserie noch wackeln, im „Worst-Case“ gar gen Abstiegsränge kippen. Die Liga ist zu ausgeglichen, um Prognosen zu geben, aber wer in ein Zwischentief fällt und nicht zeitnah herauskommt, der findet sich schnurstracks im Abstiegskampf wieder. Weil das Wolfsrudel nach der schwierigen Hinserie den aktuellen Aufwind nicht so schnell wieder aufgeben will, sollen nun zusätzliche Punkte her, um auch rechnerisch nichts mehr mit der gefährdeten Zone zu tun zu haben.

Bei einem Blick auf die noch ausstehenden Heimspiele könnte zuhause im Wolfsrevier eigentlich schon die dafür benötigte Punkteausbeute eingefahren werden: Am 30. März gastiert der ehemalige Champions League Sieger vom HSV Hamburg in der s.Oliver-Arena, wobei ein besonderes Faninteresse erwartet wird. Weil der HSV zudem hinter den Wölfen rangiert, ist es sportlich essentiell, die Punkte gegen die Hanseaten im Wolfsrevier zu behalten. Ähnliche Ausgangssituationen werden beim Gastspiel des HC Elbflorenz am Ostersamstag (20.04.), den Rhein Vikings zur Lady´s Night (26.04.), dem EHV Aue (18.05.) und dem Wilhelmshavener HV (01.06.) erwartet. Der einzige ausstehende Gast aus dem vorderen Tabellendrittel wird die HSG Nordhorn-Lingen sein – ein starker Gegner, der allerdings auch erstmal bei den Wölfen bestehen muss.
 
So gibt man sich zwar vorsichtig im Wolfsrevier, ist aber dennoch durchaus zuversichtlich, dass dieses harte Jahr in der 2. Bundesliga schadlos überstanden wird und ab der kommenden Saison wieder das vordere Tabellendrittel anvisiert werden darf. Auch die in der Hinserie noch ungewisse Personalsituation hat sich gelichtet: Das Kommando als Cheftrainer wird Ceven Klatt übernehmen, welcher zunächst die Rhein Vikings in die 2. Bundesliga geführt hatte und sie im Folgejahr souverän in diesem „Haifischbecken“ halten konnte.

Christian Graber

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