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UPHerren des TC Weiß-Blau Würzburg gewinnen Regionalliga-Meisterschaft

Aufstieg in die 2. Liga

Die Regionalliga-Meister des TC Weiß-Blau Würzburg (hinten von links): Jorge Aguilar, Johannes Markel, Cheftrainer Goran Popov, Präsident und Hauptsponsor Michael Reizel, Jorge Hernando-Ruano, Filip Bergevi und Rene´ Rügamer. Vorne von links: Pablo Figueroa, Mannschaftsführer Christopher Enser-Bönisch, Niclas Schmidt und Christian Kosolowski. Die Regionalliga-Meister des TC Weiß-Blau Würzburg (hinten von links): Jorge Aguilar, Johannes Markel, Cheftrainer Goran Popov, Präsident und Hauptsponsor Michael Reizel, Jorge Hernando-Ruano, Filip Bergevi und Rene´ Rügamer. Vorne von links: Pablo Figueroa, Mannschaftsführer Christopher Enser-Bönisch, Niclas Schmidt und Christian Kosolowski. Kirsten Mittelsteiner

Geschafft! Sichtlich stolz trugen die Recken des TC Weiß-Blau Würzburg bei der Aufstiegsfeier ihre Champion-Shirts. Damit hatte im Vorfeld keiner gerechnet. Riesige Freude herrschte bei den Regionalliga-Männern vom Club an der Mergentheimer Straße über die völlig unerwartet gewonnene Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die zweite Bundesliga.

Dass sie das Unmögliche wahr gemacht hatten, tat Mannschaftsführer Christopher Enser-Bönisch sogleich nach dem erlösenden Punktgewinn zum 5:2 beim TC Leipzig via Telefon kund. Dabei war das Meisterstück alles andere als einfach umzusetzen. Um den Titel auch wirklich feiern zu können, mussten die Würzburger ihr letztes Spiel auswärts in Leipzig gewinnen.

Die Partie wurde zu einem echten Thriller, denn der Drittletzte wollte mit aller Macht den Tabellenrang halten und so den Abstieg verhindern, weshalb er in Bestbesetzung antrat. Das war den Würzburgern nicht vergönnt. Ausgerechnet die beiden Topspieler Albert Alcaraz Ivorra und Carlos Taberner – vor der Saison im Hinblick auf das Saisonziel Klassenerhalt nur für einen Teil der Spiele verpflichtet – hatten sich bei einem Turnier in Spanien bis ins Halbfinale gekämpft und mussten für den Showdown passen. Zunächst standen die Zeichen gar nicht gut. Zwischenzeitlich lag die Mannschaft gar mit 1:2 zurück, drehte dann aber den Spieß. Auch diesmal hatte Glücksgöttin Fortuna, die in dieser Saison offensichtlich einen Narren an den Würzburgern gefressen zu haben schien, ein letztes Mal ihrer Finger im Spiel. Sie hielt ihre Hand offenbar schützend über Matchwinner René Rügamer, der mit seinem Einzelsieg für die tolle Ausgangslage von 4:2 vor den Doppeln sorgte.

 Allerdings schickte Rügamer „im Match seines Lebens“, wie Weiß-Blau-Präsident und Hauptsponsor Michael Reizel urteilte, die mitgereisten Fans durch ein Wechselbad der Gefühle: Den ersten Satz verlor er, im zweiten lag er zunächst zurück, dann mit 4:3 in Führung, um doch wieder mit 5:6 hinten zu liegen. Hopp oder top, hieß es also. Es wurde top. Rügamer rettete sich in den Tie-Break, gewann diesen und damit den zweiten Satz. Auch den abschließenden Match-Tie-Break verbuchte er mit 10:6 auf seinem Konto und holte damit den vierten Einzelpunkt.

„Unerwartete Erfolge wiegen doppelt“, meinte Reizel bei der Siegerehrung. So gesehen hatte diese Meisterschaft ganz schön Gewicht, denn niemand hatte im Vorfeld an einen solchen Erfolg überhaupt zu denken gewagt. Kam nach den ersten Erfolgen in der Saison immer häufiger die Anfrage „Wollt ihr aufsteigen?“, wurde das von den Würzburgern nur mit einem milden Lächeln als gut gemeinter Scherz abgetan.

Aber spätestens seit dem überraschenden 6:3-Sieg gegen Titelfavorit Rosenheim wollten es die Weiß-Blau-Recken nach Vorgabe ihres Präsidenten wissen. Nach dem überraschenden 6:3-Sieg gegen den bis dato Tabellenführer am drittletzten Spieltag hatte die Mannschaft sprichwörtlich „Blut geleckt“ und Michael Reizel die Ansage gemacht: „Jetzt wollen wir auch Meister werden!“ Fortan drehte sich alles nur noch um die Verwirklichung des größten Erfolgs in der jüngeren Vereinsgeschichte. Vollgas war angesagt, besonders bei der Chilenen-Fraktion Jorge Aguilar und Pablo Figueroa, die generell nichts von halben Sachen halten. Weder auf dem Platz noch abseits, offenbar. Jedenfalls auch bei der Siegesfeier nach dem Erfolg in Leipzig in einem Würzburger Club. Sie gaben 100 Prozent, und ihre Teamkollegen standen ihnen in nichts nach. Keine Frage, dass die Sonnenbrille tags darauf zum wichtigsten Accessoire für die Nachschwärmer wurde.

Weiter geht es auf der Erfolgsleiter, die den Verein nun in die zweite Bundesliga führt. Unbesiegt grüßen Enser-Bönisch und Co. von der Tabellenspitze, sind damit nicht nur Meister der Regionalliga, sondern auch bayerischer und südost-deutscher Mannschaftsmeister, wie Thomas Heil, Vizepräsident des Bayerischen Tennis-Verbandes bei der Pokalübergabe betonte. Damit auch ja keine Zweifel aufkommen, wie es sportlich für die Mannschaft weitergehen wird, betonte Reizel: „Ich bin unheimlich stolz darauf, dass wir im nächsten Jahr zweite Bundesliga spielen – und das werden wir in jedem Fall !!!“

Die drei Ausrufezeichen wurden förmlich durch den Tonfall zementiert. So sind neben den 1. Damen von Weiß-Blau Würzburg nun also auch die Herren in Deutschlands zweithöchster Spielklasse angekommen und versprechen für nächste Saison schon jetzt hochklassigen Tennissport.       kim

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