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UPWölfe: familiär, geschlossen, sozial und jung

Charakter der Wölfe

Beendet nach dieser Saison seine Karriere bei den Rimparer Wölfen: Max Brustmann. Beendet nach dieser Saison seine Karriere bei den Rimparer Wölfen: Max Brustmann. Frank Scheuring

Torhüter Max Brustmann beendet nach der Saison seine Karriere.

Es ist ein bisschen wie das Verhältnis zwischen Geschwistern. Die s. Oliver Baskets, die Würzburger Kickers und die Wölfe teilen sich eine Region – jeder mit anderem Charakter. Bei den Wölfen ist dieser Charakter ebenso klar definiert, wie förderlich.

Als familiär, geschlossen, sozial und jung kommen die Grün-Weißen daher, insbesondere Ersteres wird schon deutlich, wenn man sich nur das Personal ansieht: Bei Geschäftsführer Roland Sauer laufen alle Drähte zusammen und einer ist dabei ganz besonders heiß: Nämlich der zu seinem Sohn Julian, der nicht nur seit frühester Jugend in Rimpar Handball spielt, sondern das auch noch ein weiteres Jahr tun wird.

Der mittlerweile 31-Jährige hat nämlich kürzlich seinen Vertrag um eine weitere Saison bei den Wölfen verlängert. Dass das nicht nur wegen seiner Vereinstreue ein großer Schritt ist, zeigt die Statistik des Rechtsaußen: Ende Oktober 2019 erzielte er sein 1000. Tor für die Wölfe, was ihm nicht nur einen Platz in den Annalen der Wölfe einbringt, sondern ihn auch zum viertbesten Torschützen der Vereinsgeschichte macht.

Anders ist die Gemengelage bei Wölfe-Torhüter Max Brustmann. Der 37-Jährige wird seine Karriere nach dieser Saison an den Nagel hängen. Ein Verlust, keine Frage, ist der Ur-Rimparer doch mit einer vierjährigen Unterbrechung zwischen 2004 und 2008 seit nunmehr 13 Jahren im Verein. Und doch ist die Jugend eben ein wichtiger Baustein des Vereinskonzepts.

In diesem Fall darf dann in Zukunft auch hier der „kleine Bruder im Geiste“ ran, ein neuer, junger und hungriger Torhüter also. Mit Andreas Wieser haben die Wölfe bereits einen ebensolchen im Kader. Bislang war einfach kein Vorbeikommen am gestandenen „Oldie“ Brustmann, doch in dessen Schatten konnte sich Wieser ganz in Ruhe entwickeln, ebenso wie es der Verein aktuell tut. Und beide tun es mit Erfolg.

Um sich als Dorfverein im deutschen Handball-Unterhaus zu etablieren, müssen die Akteure auf dem Parkett stets an ihr Limit gehen. Doch Limits sind da, um sie auszuloten und im besten Fall zu verschieben. Das ist nicht nur bei den Spielern so, sondern auch beim Verein. Und da bietet Würzburg durchaus Potenzial – auch wenn es bereits größere Geschwister gibt, die das Feld bestellen. Auf die Wölfe wartet in jedem Falle eine spannende Zukunft und die letzte Entwicklungsstufe soll beim vermeintlich „kleinen Bruder“ noch lange nicht erreicht sein.

Michael Postl

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