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UPDie Wölfe im Haifischbecken

Die neue Saison hat es in sich

Er ist diese Saison Kapitän der Wölfe: Patrick Schmidt. Er ist diese Saison Kapitän der Wölfe: Patrick Schmidt. Frank Scheuring / Foto2Press

Ausgegebenes Ziel der Wölfe: einstelliger Tabellenplatz.

Die neue Spielzeit hat es in sich: Traditionsreiche Aufsteiger mit großen Ambitionen, starke Absteiger mit dem Drang zurück in Liga 1 und mittendrin – in diesem „Haifischbecken“ 2. Bundesliga – die Wölfe. Da kommt es noch erschwerend hinzu, dass in dieser Saison gleich fünf Teams den Gang in Liga 3 antreten müssen. Am Ende wird jeder Punkt zählen.

Um jene Punkte wird das Rudel erbittert kämpfen müssen, soll das ausgegebene Ziel – ein einstelliger Tabellenplatz – Verwirklichung finden. Denn jedem ist bewusst, in dieser umkämpften 2. Bundesliga, in der so viele Teams aufgerüstet haben, ist man schneller als gewünscht dazu gezwungen, den Blick auch mal nach unten zu richten – das sollte tunlichst vermieden werden. Helfen sollen die beiden Neuzugänge, welche sich im Sommer dem Rudel angeschlossen haben. Michael Schulz kam vom Zweitliga-Absteiger HG Saarlouis ins Wolfsrevier und wird mit seinem dualen Studium ein weiteres Paradebeispiel für die Philosophie bei den Wölfen: Mit dem dualen Ansatz aus Ausbildung neben dem Leistungssport werden die Wölfe ihrer sozialen Verantwortung den Sportlern gegenüber gerecht. Der zweite Neuzugang ist Fin Backs, seines Zeichens Juniorennationalspieler und ausgeliehen vom Bundesligisten MT Melsungen. Die beiden haben sich schnell im Rudel integrieren können und zeigten bereits ihr Potential auf der Platte, wenngleich sich der Saisonstart erwartet schwierig gestaltet hat. Nach der Auswärtsniederlage in Essen, musste das erste Heimspiel wegen baulichen Maßnahmen in der s.Oliver-Arena verlegt werden. So kam es nach der Zwangspause bereits im zweiten Saisonspiel zum Derby gegen Großwallstadt, bei dem die Wölfe Ihre Stärke in heißen Spielen demonstrierten. Die Heimspielpremiere gegen die alte Nemesis aus Lübeck wurde dann wiederum vermasselt um dann wieder in Hagen zwei Punkte einzufahren. Vier Partien – zwei Siege, zwei Niederlagen – die zeigen, dass die 2. Bundesliga ein hartes Stück Arbeit ist.

Vielleicht kommt es nach bereits so vielen Märchen im Wolfsrevier, schon Mitte Oktober zu einer weiteren Handball-Sensation: Spektakulär sind die Wölfe als einziger Zweitligist in das Achtelfinale des DHB-Pokals eingezogen. Wahrhaftig schon jetzt ein enormer Erfolg, welchen man noch krönen könnte. Denn auch im Pokal (17.10.) kommt es zu einem weiteren Derby, wenn der Bundesligist vom HC Erlangen vor unseren Pforten steht. Die Fronten für die Begegnung sind geklärt, aber das Wolfsrudel hat in dieser Bonuspartie nichts zu verlieren und dem TVB Stuttgart auch schon gezeigt, dass Bundesligisten an einem guten Tag geschlagen werden können. Wieso nicht an diesem Abend auch?

Christian Graber

 

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