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UPBrief von Pressesprecher Bastian Krenz an "seine" Wölfe

Knapp an der 1. Liga vorbei

Knapp an der 1. Liga  vorbei Sportfotografie Scheuring

Die Rimparer Handballer verpassen nach sensationeller Saison den Aufstieg in die erste Liga nur um Haaresbreite.

Den Aufstieg in die erste Liga nur um Haaresbreite verpasst. Der Pressereferent der Rimparer Wölfe, Bastian Krenz, hat seine Gedanken direkt nach dem entscheidenden Spiel in Bad Schwartau in einem Brief zusammengefasst.

Liebe Wölfe,
Natürlich haben wir uns die Rückreise im Fanbus anders gewünscht. Fangesänge, Euphorie und knallende Sektkorken – in unserem Kopf war alles bereit für eine riesige Aufstiegssause. Wir haben an euch und euren Traum geglaubt. Es wäre gelogen zu sagen, dass wir jetzt nicht etwas enttäuscht sind. Wir hatten gehofft mit euch diese Legende in Bad Schwartau zu vollenden, zu sehen wie ihr euch belohnt, wie sich unsere goldene Generation die Krone aufsetzt und Handball-Geschichte schreibt.

In erster Linie für euch hatte ich mir das gewünscht. Wir brauchen keine erste Liga um euch zu lieben. Für einige von euch wäre es sicherlich die Krönung ihrer sportlichen Karriere gewesen. Von der Landesliga an die Türschwelle der Beletage habt ihr unseren Verein geführt. Und schon damals waren zahlreiche Gesichter dabei, es ist keine PR-Phrase, keine Show oder hochgezüchtetes Märchen.

Es ist eine Geschichte, wie sie nur eine Sportart schreiben kann, die vom Dorf kommt – wo der Sport noch Sport sein darf. Ihr habt dieses Märchen vor ziemlich genau zehn Jahren begonnen, als Kraus, Schmitt, Sauer sich entschieden haben keine Landesliga mehr spielen zu wollen. Der Rest ist Geschichte. Eure Krone wäre nicht der Sieg heute gewesen. Eure Krone ist eine Legende, die die ganze Region elektrisiert hat: Eure Leidenschaft, euer Herzblut und euer unbändiger Wille haben unseren kleinen Verein und unser kleines Dorf groß werden lassen.

Aus ganz Deutschland sind heute Rimparer und Fans aus der ganzen Region nach Schwartau gekommen – um mit euch die finale Schlacht zu schlagen. Ihr habt uns nicht enttäuscht, wir haben gesehen, wie sehr ihr das wolltet. Euer Wille und euer dickes Herzblut haben uns alle angetrieben. Wir geben euch ein paar Tage, ein paar erholsame Wochen (die ihr mehr als verdient habt), um die Enttäuschung, die euch nach der Partie ins Gesicht geschrieben war zu verarbeiten. Dann aber wollen wir sehen, dass ihr wieder hungrig seid mit uns Schlachten zu schlagen. Wir müssen nicht erste Liga spielen – unser Verein lebt davon, dass heute 250 Leute losgezogen sind, um euch zu feiern – egal wie es ausgeht.

Nicht irgendwer ist heute losgezogen, es waren eure Freunde, eure Partnerinnen, eure Familie und sportlichen Weggefährten. Menschen, die euch kennen und die ihr auch kennt, eure Handballfamilie, euer Verein, der stolzer nicht auf euch sein konnte. Das ist das wertvollste was wir haben können – gemeinsam Handball auf diesem Niveau zu leben und zu erleben ohne die charmanten Züge eines Dorfvereins zu verlieren. Wir haben gesehen, ihr habt gekämpft bis zum Ende, ihr seid legendär! Also seid stolz auf euch – es war uns eine Ehre diese Saison mit euch zu fliegen! Lasst es uns wieder gemeinsam angehen, mit Mut und Demut Handball-Deutschland aufzumischen.

Bastian Krenz

 

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