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UP110 Jahre Kickers ist auch eine Geschichte des Sports in Würzburg

Leidenschaft, Tränen, Triumphe

Coole Outfits, fesche Jungs: Das Kickers-Team ein Jahr nach der Gründung des Vereins im Jahr 1908. Coole Outfits, fesche Jungs: Das Kickers-Team ein Jahr nach der Gründung des Vereins im Jahr 1908. Kickers

110 Jahre Würzburger Kickers sind auch 110 Jahre Geschichte des Sports in Würzburg. Ein Rückblick auf die Höhen und Tiefen des renommierten Würzburger Sportvereins.

Der FC Würzburger Kickers blickt seit seiner Gründung im Jahre 1907 auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. „Meilensteine in der Historie waren sicherlich der Umzug von der Randersackerer Straße in das vereinseigene Stadion am Dallenberg. Unvergessen bleibt die seinerzeit erste Zweitliga-Saison 1977/78 mit dem 3:0-Erfolg gegen den Club. Und natürlich die Rückkehr in den Profifußball mit dem 3x3-Projekt“, sagt FWK-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer. Eine Reise in die Vergangenheit.

Kurz nach der Gründung mit dem 1. Vorsitzenden Georg Beer übernahm Alfred Günzburger das Ruder und führte den Verein in eine erfolgreiche Zeit. 1908 gewannen die Würzburger Kickers das erste Lokalderby ihrer Geschichte gegen den 1. Würzburger Fußballverein von 1904 mit einem klaren 5:0. Vom bisherigen Stadion auf dem Galgenberg (Kugelfang) zog der Verein 1909 in seine neue Heimat, die Randersackerer Straße. Beim ersten Fußballspiel auf diesem Platz bezwang der FC Würzburger Kickers den 1. FC Nürnberg mit 5:3.


Bis ins Jahr 1918 erzielte der Verein beachtliche Erfolge, unter anderem den Aufstieg in die höchste Klasse, Spiele gegen Bayern München, und 1860 München. Der Kriegsausbruch brachte die ersten Rückschläge. Durch den 1. Weltkrieg verlor der Verein rund ein Drittel seiner Mitglieder. Nach dem Neuaufbau begannen die bis heute erfolgreichsten Jahre der Würzburger Kickers. Es wurde in der höchsten Liga gespielt und 1924 die Boxabteilung und 1929 die Handballabteilung gegründet. Durch den 2. Weltkrieg kam der Spielbetrieb endgültig zum Erliegen, als bei einem Bombenangriff die Tribüne an der Randersackerer Straße restlos abbrannte. Doch bereits 1950 stiegen die Kickers wieder in die höchste bayerische Spielklasse auf. Die Hockey-Damen holten in den 50iger Jahren weitere 4 deutsche Meisterschaften nach dem erstmaligen Triumph von 1941.

1967 bezog der FC Würzburger Kickers nach 58 Jahren Heimat an der Randersackerer Straße das neue Stadion am Dallenberg und schickte ein Jahr später Degenfechter Dieter Jung zu den olympischen Spielen nach Mexico. Eine weitere Abteilung, die Basketballabteilung, kam hinzu und die Fußball-Herren erreichten mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd im Jahr 1977 ihren größten Erfolg. Nach dem Abstieg hielt man sich zunächst in der Bayernliga, in finanziell schwierigen Zeiten ging es Jahrzehnte später sogar runter in die Bezirksliga. Durch das Überspringen der Bayernliga wurden die Rothosen 2012 zudem wieder der klassenhöchste Würzburger Klub.

Nachdem sich der Verein in der Liga etabliert hatte, beschloss die sportliche Leitung im Jahr 2014 das „3x3“-Projekt, also den Aufstieg in die dritte Liga innerhalb der folgenden drei Jahre anzustreben. Aus „3x3“ wurde schließlich „2x2“: Unter Cheftrainer Bernd Hollerbach gelang es den Rothosen als zweiter Deutscher Fußballverein, von der Regionalliga bis in die 2. Liga durchzumarschieren.    

 

Nico Eichelbrönner

 

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