UP Magazin

UPMit Optimismus neue Ziele angehen

Licht am Horizont

Durchlebten die schwerste Saison ihrer Vereinsgeschichte: die Rimparer Wölfe. Durchlebten die schwerste Saison ihrer Vereinsgeschichte: die Rimparer Wölfe. Jonas Blank

Die Wölfe in der schwersten Spielzeit der Vereinsgeschichte

Keiner konnte sich der weiterhin noch kursierenden, aber glücklicherweise zum aktuellen Zeitpunkt immerhin abflauenden Pandemie entziehen. Die Verpflichtung zum besonnenen Handeln war den Verantwortlichen im Wolfsrevier bewusst, womit eine Zeit des Zurücktretens und des Akzeptierens begann, dass es momentan andere Prioritäten gibt, als den Handball.

Trotz Restriktionen war man dankbar, dass man – wenn auch auf Sparflamme – den Spielbetrieb zur Saison 2020/2021 im Oktober vergangenen Jahres wieder aufnehmen durfte. Trotz Geisterspielen vor leeren Tribünen bedeutete das enormen organisatorischen Aufwand, zum Beispiel, um das Mannschaftsumfeld im vorgegebenen Test-Regime einzuordnen, Konzepte für Hygienestandards zu verfassen und umzusetzen oder auch alle Partner, Fans und Unterstützer weiterhin irgendwie bei der Stange halten zu können. Die Tatsache, dass man es geschafft hat, die verrückteste, turbulenteste und wahrlich auch schwierigste Spielzeit in der Historie der Wölfe zu meistern, zeigt: Man hat den großen Sturm (vorerst) durchstanden.

Mit den altbewährten Attributen wie Zusammenhalt, Gemeinschaft oder auch Familiarität ist es gelungen, den Kopf über Wasser zu halten. Die sportlichen Resultate blieben in dieser Periode oft nebensächlich, sodass auch das Verfehlen des eigentlichen Saisonziels, der einstellige Tabellenplatz, völlig sekundär erscheint, denn in dieser auch für Sportler enorm belastenden Saison stand im Vordergrund, die Voraussetzungen für ein neues Jahr in der 2. Handball-Bundesliga zu schaffen. Und auch das ist gelungen. Sportlich betrachtet avancierte das letzte Jahr zu einer Art Roulette-Spiel, wo über Sieg oder Niederlage zu häufig auf Nebenkriegsschauplätzen bestimmt wurde: Quarantäne-Maßnahmen, Infektionen oder auch Spielplanänderungen, welche den Rhythmus maßgeblich beeinflussten, waren häufig relevant für den Ausgang der Partien.

Mit Optimismus sollen neue Ziele angegangen werden und auch der Fokus wieder vollkommen auf dem Sport liegen. Und genau da wird sich einiges bewegen zur neuen Saison: Nicht nur auf der Trainerbank werden wir mit Julian Thomann ein neues, junges Gesicht kennenlernen, auch der Kader wird sich nach den Abgängen von Lukas Siegler, Michael Schulz und Tommy Wirtz merklich verjüngen. Es sollen wieder junge Talente aus der Region ihre Chance erhalten, im Unterhaus des deutschen Handballs zu gestandenen Profis zu reifen. Das ist die Identität der Wölfe und so geht man inzwischen in das neunte Jahr in der 2. Handball-Bundesliga.

Christian Graber

 

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