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UPDavid Blanche designte auch das Trikot des englischen Nationalteams

Trikots für die Stars

David Blanch (links), Designer des Kickers-Trikots. David Blanch (links), Designer des Kickers-Trikots. Schmelz Fotodesign

Interview mit David Blanch, dem Designer des Kickers-Trikots.

Nachdem die Partnerschaft zwischen Jako und den Würzburger Kickers feststand. Wie haben Sie das erste Trikot entworfen?
David Blanch: „Bevor wir angefangen haben, das Design des Kickers-Trikots zu entwerfen, haben wir uns erst einmal mit dem Verein zusammengesetzt, um ihn besser kennenzulernen. Mir war wichtig, dass das Trikot zur Mannschaft, zum Verein und auch zu den Fans passt. Bei diesem Termin habe ich unter anderem eine Stadion-Tour gemacht. Ich war in der Kabine, auf dem Spielfeld, in der Fan-Zone, auf den Tribünen und habe die Eindrücke auf mich wirken lassen. Ich wollte ein Gefühl für die Würzburger Kickers und die Fankultur bekommen. Mir fiel dabei auf, dass alles sehr familiär ist. Es ist alles sehr nah beieinander. Die Zuschauer-Tribünen sind direkt am Spielfeld gebaut, was für eine starke Nähe zwischen den Spielern, dem Verein und den Fans spricht. Das findet man nicht in vielen Klubs.“

Kannten Sie die Würzburger Kickers vorher schon?
David Blanch: „Ich kannte die Kickers bereits, da Jako-Gründer und Vorstandsvorsitzender Rudi Sprügel in der Vergangenheit selbst für den Verein gespielt hat und schon viel von dieser Zeit erzählt hatte. Zwischen Jako und den Kickers besteht daher eine besondere Verbindung.“

Was sind für Sie die optischen Besonderheiten des Trikots?
David Blanch: „Rein optisch haben wir viele feine und besondere Elemente eingebaut, damit das Trikot nicht nur auf dem Spielfeld was hermacht, sondern auch außerhalb des Rasens. Wir wollen ja auch, dass es Spielern und Fans gefällt. Die feinen Linien, die sich auf dem Shirt entlang ziehen und nach außen prägnanter werden, verleihen dem Trikot eine ganz besondere Dynamik und unterstreichen dabei die Rasanz des Fußballsports sowie die Nähe der Spieler zu den Fans. Außerdem findet sich das Gründungsjahr 1907 überall klein wieder. Diese feinen Details spiegeln die große Tradition wider “

Sie sagten, das Trikot sei eine Kombination aus Style und Funktionalität. Inwiefern lässt sich das vereinen?
David Blanch: „Die Funktionalität für die Spieler, also der Tragekomfort, ist das Wichtigste. Wir haben lange an der Passform gefeilt. Wir wollten, dass das Trikot schön anliegt und trotzdem bequem ist, damit sich die Spieler optimal bewegen können.“

Welches ist Ihr Lieblingsdetail an diesem Trikot?
David Blanch: „Meine Lieblings-Details sind zum einen das Logo und zum anderen die Passform und der Komplett-Look des Trikots. Wir haben das Logo extra in Japan anfertigen lassen. Von weitem sieht man es nicht, aber wenn man genauer hinschaut, kann man die feine Struktur des Logos erkennen. Diese verleiht dem Logo diese besondere 3D-Optik. Neben dem Logo finde ich das ganze Trikot allgemein sehr gelungen. Ich habe nicht nur ein Shirt entworfen, sondern ein ganzes Kit. Vom Shirt über die Hose bis hin zu den Socken. Alles muss zusammenpassen. Wenn ich es an den Spielern sehe, bin ich sehr zu frieden. Sie sehen darin athletisch und stylisch aus.“

Sie haben ja bereits einige Trikots in Ihrem Leben entworfen. Welches war denn bisher Ihr Highlight?
David Blanch: „Das kann ich gar nicht sagen. Mich macht es einfach stolz, wenn ich meine Trikots auf den Spielfeldern und Tribünen dieser Welt sehe. Ich habe selbst auch schon Fußball gespielt, es aber nie in die Bundesliga oder in die Champions League geschafft. Meine Trikots schon.“

Über David Blanch:
David Blanch wurde im September 1972 in Guilford, England, geboren. Bevor er im Jahr 2011 zu JAKO wechselte, arbeitete der Sportswear-Designer bei Umbro und designte hier unter anderem das Jersey der englischen Nationalmannschaft.

 

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