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Zuhause bei Rodin

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Mit seinem liebevoll gestalteten Park, den prachtvollen Räumen und den genialen Kunstwerken Auguste Rodins gleicht das Musée Rodin in Paris einem Gesamtkunstwerk.

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UPDie Wölfe aus Rimpar haben die Grenzen ihres Reviers gesprengt

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Die Nummer 17 der Wölfe: Patrick Schmidt. Die Nummer 17 der Wölfe: Patrick Schmidt. Nino Strauch

Ist der Weg das Ziel oder bedeutet der Weg nur die lästige Vorarbeit für das Ziel? Eine Frage, die sich umgemünzt auf die Situation der Rimparer Wölfe augenscheinlich nicht klar beantworten lässt. Es müssen natürlich die Variablen „Weg“ und „Ziel“ erstmal definiert werden. Sieht man den Weg – in diesem Falle die 38 Spiele in der zweiten Bundesliga – sollte das Ziel am Ende sicherlich eine möglichst gute Platzierung in der Abschlusstabelle sein. Was ist nun Endpunkt der Handballer aus Rimpar? Ist es der Weg?

Natürlich ist der sportliche Erfolg das oberste Gebot im Profisport. Entschieden werden Spiele und Platzierungen häufig nicht nur auf dem Platz sondern auch im Hintergrund. Missmanagement ist auch im Handball schon einigen Clubs – trotz sportlichem Erfolg – zum Verhängnis geworden. Entscheidet am Ende nur die Platzierung in der Tabelle über die Zufriedenheit?

Sicherlich können sportlicher Erfolg, Siege, Jubel und Meisterschaften Spieler Fans und Vereine beflügeln, eine Euphoriewelle jedoch muss auch von innen kommen – von einer Mannschaft, die die Freude am Sport nach außen trägt, die ihre Werte und ihre Idee lebt. Menschen die den „Profisport“ echt und nahbar machen – und erfreulicherweise ist es genau das, was der Handball bietet.Keine abgeschotteten Profis, sondern echte Typen und Charaktere, die tagsüber in „Zivilkleidung“ ihrer Arbeit nachgehen und am Abend und am Wochenende das grün-weiße Trikot überstreifen und zu „Helden von hier“ werden. Sicherlich, sportlicher Erfolg hat das Projekt der Wölfe in den vergangenen Jahren beflügelt, hat so manchen auf dem Feld und neben dem Feld über sich hinauswachsen lassen. Die Wölfe haben ihr Revier gesprengt, vergrößert und die ganze Handball-Region infiziert – mit der Lust auf Handball. Handball von Menschen aus der Region, kein zusammengekauftes Retortenteam, sondern ein homogenes eingeschworenes Rudel, das schon lange weit über die Grenzen der örtlichen Schulsporthalle für Aufsehen gesorgt hat.

49° 51‘ 10.04‘‘ N | 9° 57‘ 24.27‘‘ W  – das Herz des Wolfsreviers, die sportliche Machtzentrale aus dem sich Rimpar aufmachte Handball-Deutschland erst kennenzulernen – vom Aufsteiger zum Tourist zum Drinnbleiber – und nun? Wohin geht der Weg der Wölfe? Stillstand wird für viele häufig als Rückschritt betrachtet, es liegt in der Natur des Sportlers immer mehr zu wollen.

Sich neue Ziele zu stecken, Visionen zu haben und sie mit der letzten Konsequenz zu verfolgen – bedeutet es zwangsläufig, dass der Schritt gleich eine ganze Stufe nach oben gehen muss? Definitiv nein! Es bedeutet, dass wir in Bewegung bleiben müssen, uns verbessern müssen, unsere Spieler, unseren Nachwuchs und uns selbst. Wenn wir beständig an uns arbeiten bleiben wir „warm“ um irgendwann vielleicht doch den großen Sprung zu machen.

Ist also der Weg das Ziel? Ja und Nein – wie zu erwarten war, ist die Frage vielschichtiger und komplexer. Natürlich ist sportlicher Erfolg elementar für das Bestehen und Weiterkommen der Wölfe, Handball in Rimpar lebt aber auch von der Stimmung, die Mannschaft, Spieler und Verantwortliche nach außen tragen.

In die Saison 2016/17 sind die Wölfe glänzend gestartet. Mit 14:2 Punkten standen die Wölfe an Spieltag acht weit oben in der Tabelle der 2. Liga – einen sportlichen Dämpfer versetzte die Niederlage gegen das Topteam des TuS N-Lübbecke und den Wilhelmshavener HV. Der Blick für die Wölfe richtet sich dennoch nach oben – die Wölfe sind bereit die 2. Bundesliga zu rocken. Wer hat Angst vom bösen Wolf?             bk

 

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