UP Magazin

UPVon der 3-D-Grafik bis zur Umsetzung

Der Weg zum neuen Bad

Von der Virtual Reality zum realen Badezimmer: das neue Bad in der ehemaligen Dachkammer (Bild oben) und die Visualisierung, die im 3-D-Programm von Richter+Frenzel erarbeitet worden war (Bild im Text). Von der Virtual Reality zum realen Badezimmer: das neue Bad in der ehemaligen Dachkammer (Bild oben) und die Visualisierung, die im 3-D-Programm von Richter+Frenzel erarbeitet worden war (Bild im Text). Uta Böttcher

Eines Tages ist es soweit: Ein neues Bad muss her. Und noch nie war es so einfach wie heute. 3-D-Programm, Virtual Reality und natürlich ein erfahrener Dienstleister wie Richter+Frenzel machen sowohl die Entscheidungen als auch den Arbeitsablauf einfach. Wir zeigen an einem konkreten Fall den Weg vom rumpeligen Dachbodenzimmer zum modernen Bad.

Der Weg zum neuen Bad kann einfach sein. Im Gegensatz zu früher lässt sich mit 3-D-Computerprogrammen und so genannter Virtual Reality Technik schon vorher ein Eindruck bekommen, wie das neue Bad später aussehen wird. Die perfekte Raumlösung lässt sich am Bildschirm finden und schon vorab kann man begutachten, welches Waschbecken am besten passt.


Gemeinsam mit Teamleiter Manuel Bieber von Richter+Frenzel beschreibt UP Magazin den Weg von einer Dachbodenkammer zum modernen Bad. Ausgangspunkt war ein kleines Zimmer mit Dachschräge. Ein Treffen mit dem Installateur drehte sich um die Anschlüsse. Weil im stillgelegten Kaminzug nur Raum für eine weitere Wasserleitung war, wurde schnell klar: Es kann nur eine Kaltwasserleitung nach oben gelegt werden. Das warme Wasser muss „vor Ort“ per Elektro-Durchlauferhitzer erzeugt werden.


Mit dem 3-D-Badplaner bei Richter + Frenzel legten Kunde und Berater fest, wo WC, Waschbecken und Dusche liegen werden. „Grundsätzlich“, so Berater Manuel Bieber von R+F HOME, „ist es gut, wenn die Kunden sich vor der Beratung schon etwas informiert haben.“ Das heißt: Am Besten sollte man sich schon mit der Installationsfirma vor Ort getroffen haben. Dann weiß man, wo die Anschlüse liegen. Und natürlich sollte man bei dieser Gelegenheit die Raummaße nehmen – und die Informationen zum Termin mitbringen.


Diese Maße werden in den Computer eingegeben und ein räumliches Bild entsteht, das die weiteren Entscheidungen vereinfacht. Schnell war in diesem Fall klar, dass die Dusche nur an der einzigen hohen Wand des Dachbodenzimmers eingesetzt werden kann. Das Problem: Zwischen Dusche und Abflussrohr liegt eine Türe. Weil für den Abfluss ein Gefälle nötig ist, müsste die Abflussleitung um drei Ecken gelegt werden. Für den Kunden ein Unding. Für den Wunsch nach einer ebenerdig begehbaren Dusche hatte der R + F Berater eine Lösung zur Hand: eine eingesenkte Duschtasse mit Pumpe. Die Pumpe springt bei den ersten Tropfen an und transportiert das Wasser in einer Leitung im Boden direkt zum Abwasserrohr – ohne Gefälle, ohne drei Ecken.


Visualisierung Richter+FrenzelVisualisierung Richter+Frenzel„Bei all dem, was wir planen, bleibt aber der Handwerker derjenige, der sagt was geht. Wir arbeiten mit dem Fachmann zusammen und sind davon abhängig, was vor Ort auch möglich ist“, beschreibt Manuel Bieber die Zusammenarbeit. Die Lösung mit der Duschtasse samt eingebauter Pumpe erwies sich als machbar. Der Fußboden musste lediglich einige wenige Zentimeter angehoben werden, um die Abflussleitung aus der Dusche zu versenken. „Manchmal muss man etwas querdenken, um die perfekte Lösung zu finden“, so Manuel Bieber zu dem Vorschlag, der den Kunden überzeugte. „Wir leben aber natürlich auch von unserer großen Ausstellung, die technisch und vom Design auf neuestem Stand ist.“


Die weitere Planung am Computer erwies sich als einfach, denn für WC und Waschbecken blieben nur noch die Wand übrig, an der die Anschlüsse lagen. Statt einer geschlossenen Duschwand sollte – schließlich ist der Raum klein – nur eine Glaswand gegen Spritzwasser schützen. Dank dieser Vorgaben und den Wünschen des Kunden war das Aussuchen beim gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung ein Kinderspiel und die Entscheidungen schnell getroffen.


Manuel Bieber rät seinen Kunden schon vor dem Termin einmal alleine durch die Ausstellung bei Richter+Frenzel zu schlendern, um sich zu informieren und vielleicht schon eine Vorauswahl dessen zu treffen, was man später in seinem neuen Badezimmer haben will. Für ihn ist zum Beispiel auch wichtig zu wissen, was der Kunde nicht will, um die Auswahl einzugrenzen.


Dank der neuen Computertechnik können die Kunden nicht nur beim Beratungstermin ihr neues Bad schon räumlich betrachten. Per App und Virtual Reality Mobile kann man den ausgearbeiteten Plan auch am Handy oder Tablet räumlich ansehen und per VR-Brille sogar optisch in das neue Bad „hinein gehen“. Das heißt: Auch die Handwerker können vor Ort die Planungen einsehen. Die Maße lassen sich ablesen und ebenso einfach erkennen, was sich wo befinden soll – Fehlerquellen werden vermindert.


In unserem Beispielfall hat alles perfekt geklappt, das Bad sieht  nicht nur fast genauso aus wie auf dem gemeinsam mit dem R+F Berater erstellten Plan, sondern es erfüllt auch alle Kundenwünsche. Schade findet Manuel Bieber nur, dass er meist keine Rückmeldung vom Kunden bekommt. Das liegt freilich am System. Ist die Planung abgeschlossen, das Angebot ausgearbeitet und der Kunde hat sich aus dem reichhaltigen Sortiment das ausgesucht, was ihm gefällt, ist die Kommunikation in der Regel auf Handwerker und Kunde reduziert. „Manchmal wäre ich schon neugierig und würde gerne das fertige Bad ansehen“, so Manuel Bieber, „vor allem, wenn es außergewöhnlich geworden ist.“

 

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