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UP"Daktaris" Arbeitstier komplett neu aufgelegt

Die Mutter der Geländewagen

Die Mutter der Geländewagen Uta Böttcher

Seit 1948 erfüllt der Land Rover Defender tapfer und robust seinen Dienst auf jedem Terrain. Die komplett neue Auflage des Defender aus dem Jahr 2020 ist State-of-the-art in Technik und Komfort. Der neue Land Rover Defender verbindet somit die Eigenschaften eines komfortablen SUV mit der von den Vorgängern gewohnten absoluten Kompromisslosigkeit im Gelände.

Er ist so etwas wie die Mutter aller Geländewagen und bekannt aus etlichen Fernsehsendungen. Ob bei der legendären Serie „Daktari“ (dort im Zebra-Look) oder immer dann, wenn es bei Dokumentationen in die Wildnis geht: Der Land Rover Defender steht seinen Mann und bringt seine Insassen sicher durch widrigstes Gelände.

1948 bereits lief der erste Defender in Großbritannien vom Band und wurde schnell zu dem Kult-Geländewagen. Wegen seiner Robustheit und außerordentlichen Geländetauglichkeit zählt der Defender zum absoluten Muss, wenn es tatsächlich schmutzig und hart zur Sache geht.

Über all die Jahre wurde der Defender zwar stetig weiterentwickelt, 2019 gab Land Rover schließlich bekannt, dass 2020 eine komplett neue Version des Defender auf den Markt kommt. Den brandneuen Land Rover Defender stellte das Autohaus Brückner & Hofmann dem UP Magazin für einen Fahrbericht zur Verfügung.

Fotos: Uta BöttcherFotos: Uta BöttcherUnser Defender ist das Modell 110 P400 First Edition mit 400 PS und 3 Litern Hubraum, in der passenden Farbe Gondwana Stone. Gondwana war ein Großkontinent der Erdgeschichte und Land Rover vertraut wohl darauf, dass der Defender schon vor mehreren hundert Millionen Jahren das damals sicher nicht einfache Terrain gemeistert hätte.

Die 110 steht für den großen Radstand von 110 Inch, also 3,02 Metern. In ein paar Monaten soll zusätzlich eine kürzere Version mit 90 Inch auf den Markt kommen, diese dann mit drei statt fünf Türen. Die Karosserie ist eine Reminiszenz an die legendären Vorgänger: Die grundlegende Würfelform ist geblieben, Ecken und Kanten wurden abgerundet. Als wunderbares Detail sind auch die unverkennbaren, kleinen Dachfenster unterhalb der Reling geblieben.

Zwei Dinge fallen uns bei der Probefahrt sofort auf. Die Sitzhöhe ist enorm und blickt man aus dem Fenster, meint man aus einem Lkw herauszusehen. Doch damit nicht genug: Für besonders kniffliges Gelände kann man dem Defender per Knopfdruck und Hydraulik sogar noch mehr Bodenfreiheit verschaffen und die komplette Karosserie schwebt nochmals ein paar Zentimeter nach oben. Bei fast 30 Zentimetern Bodenfreiheit werden Flussdurchfahrten zum Kinderspiel.

Zum Zweiten: Der Defender ist im Innenraum erstaunlich leise. Bei Tempo 160 auf der Autobahn ist kaum ein Motorengeräusch oder Rollgeräusch zu hören. Dieser neue Defender ist eindeutig das Luxusgeschöpf unter den Hardcore-Geländewagen. Die Ledersitze sind straff gepolstert, geben einen guten Halt und sind so elegant und klar wie das komplette Cockpit. Ebenfalls beeindruckend: Ein kleiner Druck aufs Gaspedal und der Defender beschleunigt wie eine Limousine. Die 400 PS bringen das rund 2,3 Tonnen schwere Gefährt ohne Umschweife auf Touren.

Die Höhe und damit der hohe Schwerpunkt des Defender macht sich freilich in den Fahreigenschaften bemerkbar, Kurven fährt man lieber etwas bedachter an. Ansonsten aber ist der Defender ein absolut bequem zu fahrendes Alltagsgefährt – denn wahrscheinlich wird er in unseren Breiten häufiger auf der Straße unterwegs sein, als auf rauem Terrain. Erstmals in seiner Geschichte spricht der Defender durch seine modernste Technik und seine gehobene Innenausstattung außer dem expeditionserfahrenen Käufer auch Familien und die komfortgewohnte SUV-Gemeinde an.

Eines ist der neue Defender dennoch nicht: eine weichgespülte Version seiner Vorgänger. Allrad, Untersetzung und sperrbares Mitteldifferenzial sind Grundausstattung. Hinterachssperre und Luftfederung können per Aufpreis dazu bestellt werden. Natürlich gibt es eine elektronische Bergabfahrhilfe und diverse Off-Road-Programme. Das 360-Grad-Kamerasystem nimmt man bei dem stattlichen Defender gerne in Anspruch. Es lässt nach allen Seiten blicken und errechnet sogar einen Blick aufs Autodach aus der Vogelperspektive. Unsere First Edition Version besitzt gar ein Kühlfach in der Mittelkonsole. Darüber hätte sich der imaginäre Tierarzt „Daktari“ bei seinen Einsätzen in Afrika sicher gefreut.

Der Kofferraum ist – wen wundert’s bei rund fünf Metern Länge und zwei Metern Fahrzeugbreite – mehr als geräumig und wer will, kann hier stattdessen eine dritte Sitzreihe ordern. Die 110er-Version ist auf bis zu acht Personen zugelassen, die kürzere Variante, der 90er Defender, auf bis zu sechs Personen, dann gibt‘s auf Wunsch einen Notsitz statt Mittelkonsole.

Der neue Defender ist in der 110er Version ab rund 54.000 Euro erhältlich. Zwei Dieselvarianten mit 2.0 Litern Hubraum und 200 bzw. 240 PS stehen zur Auswahl, ebenso zwei Benziner mit 2.0 Litern Hubraum und 300 PS sowie 3.0 Litern Hubraum und 400 PS. Der Defender 110 steht zur Probefahrt bereit, der Defender 90 ist derzeit nur vorbestellbar.

Autohaus Brückner & Hofmann, Wachtelberg 33, 97273 Kürnach,
Tel. 09367-9885890,
E-Mail: info@brueckner-hofmann.de,
Web: www.brueckner-hofmann.de

 

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