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UPLand Rover verpasste Evoque mehr als nur ein Facelifting

Erfolgsmodell 2.0

Erfolgsmodell 2.0 Uta Böttcher

Luxus und Gelände zu verbinden war schon für die erste Generation des Range Rover Evoque ein Erfolgsrezept, das ihn zum bisher meistgebauten Range Rover avancieren ließ. Die zweite Auflage verzichtet auf große Design-Experimente und glänzt mit Technik und Elektronik.
 UP Magazin fuhr den neuen Evoque, der mehr als ein Facelift zu bieten hat.

Als Land Rover 2011 den Range Rover Evoque auf den Markt brachte, hob man sozusagen gleich eine komplett neue Klasse mit aus der Taufe: den noblen Kompakt-SUV. Offenbar traf man damit einen Nerv, denn in den sieben Jahren seiner Bauzeit avancierte die erste Generation des Evoque zum bisher meistgebauten Range Rover überhaupt. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 800.000 mal wurde er weltweit verkauft, davon etwa 41.000 mal auf dem deutschen Markt.

Wer klug ist, verzichtet bei diesen Erfolgszahlen auf zu viele Design-Experimente. Die zweite Generation des Evoque hat daher die bisherige Linienführung im Wesentlichen beibehalten: Die Dachlinie fällt ab und bildet so einen Gegensatz zur ansteigenden Fensterlinie – im Grunde genommen hatte Range Rover hiermit den Grundstein für die SUV-Coupé-Sparte gelegt. Die Designer haben aber mit der Neuauflage so weit eingegriffen, dass die Formsprache State of the Art bleibt. Die Scheinwerfer beispielsweise wurden schmaler, die versenkbaren Türgriffe übernahm man vom Velar, insgesamt wirkt das markante Erscheinungsbild etwas gestrafft.

Zwar ist der Neue auch größenmäßig fast mit der ersten Generation des Evoque vergleichbar und damit perfekt auch für den Stadtverkehr. Technisch gesehen handelt es sich beim neuen Evoque aber fast um einen Neuaufbau. Neu ist beispielsweise das Fahrwerk, konzernintern Premium Transverse Architecture genannt. Dies bietet nun auch Raum für elektrifizierte Antriebe. Fast alle Antriebe des neuen Evoque weisen ein 48-Volt-Bordnetz und ein Mildhybridsystem auf.

Für unseren Fahrbericht stellte uns das Autohaus Brückner und Hofmann am Kürnacher Wachtelberg einen Evoque P200 aut. SE mit 200 PS und einem Hubraum von 1997 ccm zur Verfügung. Der erste Blick in den Innenraum offenbart ein klar gegliedertes Design, aufgeräumt und zweckmäßig und gerade deswegen von edler Eleganz. Die Bedienung erfolgt fast ausschließlich über Touchscreens am Display oder direkt am Multifunktions-Lenkrad. Das Infotainmentsystem „Touch Pro Duo“ besteht aus zwei übereinander montierten 10,2-Zoll-Touchscreens. Auf Wunsch wird sogar der Innenspiegel zum Bildschirm, der die Sicht per „ClearSight Smart View“ verbessert. Abgekommen ist man von den futuristischen Drehreglern zur Gangwahl. Nun ist man zu einem Gangwahlhebel zurückgekehrt – zur konventionellen Variante eben. Die Sitze unseres Modells lassen sich 14-fach verstellen, davon 12-fach elektrisch. Sie sind angenehm straff und auch für längere Fahrten bequem. Trotz der für einen SUV kompakten Maße bleiben sowohl genügend Knie- als auch Kopffreiheit – auch in der „zweiten Reihe“ auf der Rückbank.

Foto: Uta BöttcherFoto: Uta BöttcherBeim Tritt aufs Gaspedal wirft der Evoque seinen Riemenstart-Generator an, danach übernimmt die 9-Gang-Automatik. Die beim Bremsen oder Verzögern entstehende Energie leitet das System an einen im Unterboden platzierten Akku und nutzt den gespeicherten Strom, um den Motor beim Beschleunigen zu unterstützen und so Sprit zu sparen. Der Fahrer merkt von all dem nichts. Bei unserer Testfahrt schaltet der Evoque sanft und feinstufig. Selbst unser 200-PS-Benziner, der kleinste der drei Benziner, zeigt sich auf der Autobahn und bei Überholmanövern spritzig und kraftvoll.

Das Fahrwerk lässt durchaus entspanntes Cruisen zu und offroad hat Land Rover seine Kompetenz wahrlich schon oft genug bewiesen. Auch der Evoque glänzt mit variablem Allradantrieb, Bergabfahrhilfe und unterschiedlichen Gelände-Fahrmodi. Zudem erkennt das „Terrain Response 2“-System auf welchem Untergrund der Wagen unterwegs ist und passt das Fahrwerk entsprechend an.
Die Motorenpalette umfasst jeweils drei Diesel- und Benzinmotoren. Die Benziner bringen 200, 250 und 300 PS auf die Straße, die Dieselvarianten sind mit 150, 180 und 240 PS zu haben. Alle besitzen Allrad-Antrieb, bis auf den kleinsten Diesel, der in der Grundversion als Fronttriebler agiert. Als Basismodell ist der neue Evoque ab 38.100 Euro zu haben.

Autohaus Brückner & Hofmann, Wachtelberg 33, 97273 Kürnach, Tel. 09367-9885890, E-Mail: info@brueckner-hofmann.de, Web: www.brueckner-hofmann.de

 

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