UP Magazin

UPAusbildung: Auch der Waldklettergarten gehört dazu

Gleiten ins Berufsleben

Gleiten ins Berufsleben Richter+Frenzel

„Aller Anfang ist schwer“ muss nicht für die Ausbildung gelten. Das Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen und für viele Jugendliche steht ein neuer Lebensabschnitt an. UP Magazin sprach mit Ausbildungsleiter Raimund Wagenhäuser von Richter+Frenzel, was Auszubildende später erwartet.

von Rainer Adelmann

Der Beginn einer Ausbildung bei Richter+Frenzel, einem der führenden Großhandelsunternehmen für Sanitär und Haustechnik in Deutschland, ähnelt einem Trainingscamp für Sportler: „Teambildung“ ist angesagt, denn die jungen Auszubildenden sollen nicht nur das Unternehmen, sondern sich auch gegenseitig kennenlernen. Daher geht es unter anderem in den Waldklettergarten Banz – Spaß und Teamgeist inklusive.

Die Kennenlerntage in Bad Staffelstein sind traditionell der Ausbildungsstart bei Richter+Frenzel. Dabei erfahren die Jugendlichen schon einmal das Wichtigste über das Unternehmen und den Verlauf ihrer Ausbildung – und auch über ihre Rechte und Pflichten als Auszubildende. „Wir versuchen den Übergang von der Schule in den Beruf so einfach wie möglich zu machen“, erläuterte Raimund Wagenhäuser, Leiter der Abteilung Ausbildung bei Richter+Frenzel, im Gespräch mit dem UP Magazin. 117 Auszubildende starteten am 1. September vergangenen Jahres ihre Karriere bei Richter+Frenzel. Am Würzburger Standort werden Groß- und Außenhandelskaufleute ausgebildet, Kaufleute für Büromanagement, Fachkräfte für Lagerlogistik sowie Berufskraftfahrer.

Das Unternehmen hat derzeit 360 Auszubildende an 52 Standorten, 30 davon werden in Würzburg betreut. Der Ablauf der Ausbildung ist standardisiert und an jedem Standort derselbe. Und hier zeigt sich schon einer der großen Vorteile einer Ausbildung bei Richter+Frenzel: Wer seine Ausbildung beendet hat, kann ohne Probleme an einen anderen Standort wechseln – wenn nötig, sogar während der Ausbildung.
Arbeitsabläufe und Ausbildungspläne sind vordefiniert und schon von Beginn an ist klar, wann welcher Auszubildende wo eingesetzt wird. Für den Auszubildenden heißt das, er weiß von vorneherein, wann er in welcher Abteilung sein wird. Zu den Stationen zählen unter anderem das Bad-Center, der Thekenverkauf und Telefonverkauf, Einkauf,  aber auch Logistik, Verwaltung und Spezialabteilungen wie Tiefbau, Heizung und Lüftung. Während der Ausbildung lernen beide Seiten, wo die Ausbildung hinführen wird: Der Auszubildende kann testen, was ihm am meisten liegt und die Ausbilder stellen fest, wo die Stärken liegen und wo der junge Mitarbeiter später am besten aufgehoben ist.
Das letzte dreiviertel Jahr der Ausbildung verbringt der junge Mitarbeiter bzw. die junge Mitarbeiterin immer in der so genannten Förderabteilung. Das ist die Abteilung, in der er später auch arbeiten wird. Wagenhäuser nennt dies ein „reibungsloses Gleiten ins Berufsleben“. Über 80 Prozent der Auszubildenden steigen nach der Ausbildung gleich ins Berufsleben bei Richter+Frenzel ein. Bei einer so hohen Übernahmequote ist klar, dass schon vor der Ausbildung ein Auswahlverfahren ansteht. „Natürlich spielen die Noten dabei eine Rolle “, so Raimund Wagenhäuser. Besonderes Augenmerk lege er aber auf die mündlichen Beurteilungen über Arbeitsverhalten und Sozialverhalten – und darauf, dass die künftigen Auszubildenden vom Typ her passen, also kommunikativ und aufgeschlossen sind. Auch der Lebenslauf und Hobbies spielen eine Rolle.

Die zweite Säule neben dem Kennenlernen der betrieblichen Abläufe  sind die Warenkenntnisse. Egal in welcher Abteilung man später arbeitet: Alle Auszubildenden müssen am Ende über Badeinrichtungen, Haustechnik und vieles mehr Bescheid wissen. Daher ist für alle Auszubildenden die Teilnahme an den Lehrgängen Pflicht. Verteilt über die drei Jahre gibt es ein Basis-, Aufbau- und Prüfungsseminar. Darin enthalten sind neben Materialschulungen auch Themen wie Kommunikation, z.B. wie telefoniere ich richtig, und Buchführung. Das Erlernte wird in Tests abgefragt und am Ende steht eine Abschlussprüfung über das Fachwissen – getrennt für Großhandel und Logistik.

Nach Abschluss der Ausbildung bieten sich verschieden Weiterbildungsmöglichkeiten, beispielweise zum Handelsfachwirt oder zum Betriebswirt. Dabei handelt es sich um berufsbegleitende Fortbildungen, die abends und am Wochenende erfolgen. „Die Weiterbildung wird gerne genutzt“, weiß Raimund Wagenhäuser. „Denn die Stellen bei Richter+Frenzel werden nach Möglichkeit intern besetzt.“ Das heißt: Die Aufstiegschancen sind gut und nicht wenige der Geschäftsführer in den zahlreichen Standorten haben genau diesen Weg beschritten.

Mehr über die Ausbildung bei Richter+Frenzel einschließlich
Erfahrungsberichten der Auszubildenden unter:
www.richter-frenzel.de/unternehmen/karriere/ausbildung/

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