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Kulinarisch am Puls der Zeit

Seit den Corona-Zeiten ist das Kochen am eigenen Herd wieder en vogue und Vielfalt sowie Qualität der Lebensmittel sind gefragt. Was Nudeln angeht, können die Kunden des E-Center Popp aus dem Vollen schöpfen: Rund 700 verschiedene Sorten kann ihnen Marktleiter Jens Simon anbieten. Seit den Corona-Zeiten ist das Kochen am eigenen Herd wieder en vogue und Vielfalt sowie Qualität der Lebensmittel sind gefragt. Was Nudeln angeht, können die Kunden des E-Center Popp aus dem Vollen schöpfen: Rund 700 verschiedene Sorten kann ihnen Marktleiter Jens Simon anbieten. Uta Böttcher

E-Center Popp in der Nürnberger Straße ist nicht nur bekannt für seine außerordentliche Warenvielfalt sondern auch für das besondere Gespür in
Sachen Lebensmittel-Neuheiten. UP Magazin sprach mit Marktleiter Jens Simon über sein „Händchen“ für Ernährungs- und Produkttrends.

Welche Lebensmittel gerade gefragt sind und was die Menschen gerne essen, ist auch einer gewissen Mode unterworfen, weiß der Marktleiter des E-Center Popp in der Nürnberger Straße, Jens Simon. Spricht man mit ihm über die Waren und das außergewöhnlich große Sortiment in seinem Markt, muss man unweigerlich an den Edeka-Werbeslogan „Wir lieben Lebensmittel“ denken.

Man spürt seine Leidenschaft für gute und besondere Produkte und wie sehr ihm daran liegt, diese Leidenschaft auch bei seinen Kunden zu wecken und zu bedienen. Ein besonderes Verhältnis hat er zur italienischen Küche und zu italienischen Lebensmitteln. „Mein Mentor war Sizilianer“, begründet er das außergewöhnliche Verhältnis zu Italien.

Aus den einstigen Praktika erwuchsen feste Kontakte und auch heute noch ist Jens Simon öfter in Süditalien unterwegs, um sich in den dortigen Supermärkten ein Bild über die aktuellen kulinarischen Trends zu machen. Kein Wunder also, dass es im E-Center Popp alleine rund 700 verschiedene Nudelsorten zu kaufen gibt — selbst wenn dabei die Dubletten durch das Angebot verschiedener Hersteller mit eingerechnet sind.

Foto: Uta BöttcherFoto: Uta Böttcher„Alles, was Sie in einem gut sortierten römischen Supermarkt finden, bekommen Sie auch bei uns“, so Jens Simon. Das ist möglich durch den engen Kontakt zu einem italienischen Großhändler, der das E-Center Popp direkt mit frischen Waren beliefert. Und: „Die Kunden legen oft Wert auf die originale Marke, nicht auf durch den Großhändler umgelabelte Ware. Wir bieten ihnen beides.“

Und hier kommen wir schon zu einem weiteren Thema, das die Ess- und Ernährungsgewohnheiten und damit auch das Angebot des Supermarktes beeinflusst: „Zu Corona-Zeiten konnte uns ein Großhändler, der nur 50 Kilometer von uns weg ist, nicht mehr mit Nudeln beliefern. Wir griffen verstärkt auf unseren italienischen Großhändler zurück, denn aus Italien kam die Ware schneller als aus Deutschland.“

„Durch die Corona-Krise begannen die Menschen mehr zuhause zu kochen statt am Samstagabend essen zu gehen. Und sie wollten auch zuhause gut kochen und essen.“ Das heißt – um beim Thema Nudeln zu bleiben – man griff zu hochwertigeren und außergewöhnlicheren Nudeln, eine Nachfrage, die man durch die guten Kontakte nach Italien einfach befriedigen konnte. Offenbar verändert eine Krise auch die Trends bei den Nahrungsmitteln.

Ähnlich läuft die derzeitige Entwicklung bei der asiatischen Küche ab, die neben der italienischen den zweiten großen Bereich des Sortiments ausmacht: „Die Kunden tendieren im Moment weniger zur chinesischen Küche wie früher, sondern mehr in Richtung Japan. Dort wird weniger Wert auf zahlreiche Zutaten gelegt als auf die Auswahl und Qualität der Lebensmittel, die zum Einsatz kommen. Es ist eine minimalistischere Küche.“

„Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen Trendartikeln und Trendsortiment“, so Jens Simon über das Warenangebot. Nach wie vor ungebrochen ist beispielsweise der Trend zu hochwertigen Gewürzen wie die Gewürzmischungen von JustSpices. Fest eingebürgert hat sich inzwischen die vegane Ernährung — wobei sich die Kundengewohnheiten verändert haben: Griffen noch vor sechs bis sieben Jahren die Kunden auf vegane Fertigprodukte zurück, hat sich das Kaufverhalten hier inzwischen verändert. „Heute sagen sich viele Kunden: Ich kann das auch selber kochen und muss keine Fertigprodukte mehr kaufen. Sie nutzen die Vielfalt unserer Waren statt zu veganen Fertigprodukten zu greifen.“

Um immer das richtige Gefühl für kulinarische Trends zu haben, benötigt man — wie Jens Simon — viel Erfahrung und das richtige Händchen. Zu seinen Quellen zählen die Lieferanten: „Wir haben einen kurzen Weg zu den Lieferanten, wir telefonieren regelmäßig und sie besuchen uns regelmäßig“. Und natürlich ist er auch in den einschlägigen Sozialen Medien unterwegs, um Trends frühzeitig zu erkennen. Dies war zum Beispiel bei den Mochi der Fall, den süßen, kleinen Reiskuchen aus Japan.

Um etwas Neues auszuprobieren, kommt Jens Simon natürlich die Marktgröße zugute. „Hier hat man den Luxus, dass man das, was man anpackt, von Anfang auf großer Fläche präsentieren kann.“ Und: Weil er stets in der Stadt gearbeitet hat, weiß er, was sich gut bei städtischem Publikum verkaufen kann und was hier ankommt. „Wir ziehen viele verschiedene Kundenkreise an, daher ist unser breites Angebot von Vorteil.“

Doch auch wenn Jens Simon immer den neuesten Trends auf der Spur ist, so ist er doch gelernter Kaufmann. Das heißt: Er muss prüfen, dass sich die Produkte auch verkaufen. Heutzutage stehen ihm dazu alle erdenklichen Möglichkeiten zur Verfügung. „Wir können bei unseren Auswertungen zum Beispiel im Computer nachsehen, wie gut welcher Regalblock läuft — aber auch einzelne Artikel vergleichen, um zu sehen, welcher läuft und welcher im Regal liegen bleibt.“

Und falls man doch mal danebenliegt? „Wenn wir eine falsche Entscheidung getroffen haben, dann müssen wir sie revidieren und anpassen.“

 

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