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Unternehmer und Förderer

Der Chef der BVUK.-Gruppe, Michael Reizel, in seinem Büro. Der Chef der BVUK.-Gruppe, Michael Reizel, in seinem Büro. Kirsten Mittelsteiner

Michael Reizel ist ein erfolgreicher Unternehmer – und engagierter Förderer von Sozialprojekten und Spitzensport. Das UP Magazin interviewte den Chef der BVUK.-Gruppe.

von Karsten Hintzmann

Seit rund zwei Jahren steht an der Ebertsklinge ein modernes Bürogebäude. Weithin sichtbar ist das Logo des Unternehmens, das hier seinen Hauptsitz hat: Die BVUK.-Gruppe. Michael Reizel hat die Firmengruppe vor 15 Jahren in Würzburg gegründet, seitdem erfolgreich ausgebaut und erheblich am Standort Würzburg investiert. Doch Reizel engagiert sich nicht nur in seinem Unternehmen, er ist auch ein langjähriger Unterstützer von Sozialprojekten und Förderer des regionalen Sports. Das UP Magazin sprach mit dem 51 Jahre alten Unternehmer.
UP Magazin: Herr Reizel, was bedeutet BVUK., wofür steht Ihr Unternehmen?
Michael Reizel: BVUK. steht für „Betriebliche Vergütungs- und Versorgungssysteme für Unternehmen und Kommunen“. Wir haben uns darauf spezialisiert, für Unternehmen, Institutionen und Behörden passgenaue Systeme für die betriebliche Altersvorsorge zu entwickeln und zu implementieren.

Förderer sozialer Projekte und des Sports: Michael Reizel sponsort die Baskets, die wieder in die erste Liga aufgestiegen sind. | Foto MittelsteinerFörderer sozialer Projekte und des Sports: Michael Reizel sponsort die Baskets, die wieder in die erste Liga aufgestiegen sind. | Foto MittelsteinerUP Magazin: Altersvorsorge ist ein gutes Stichwort. Das durchschnittliche Rentenniveau in Deutschland liegt aktuell bei rund 50 Prozent zum letzten Nettogehalt. Bis zum Jahr 2030 wird es voraussichtlich auf 43 Prozent absinken. Wie kann sich der Einzelne vor Altersarmut schützen?
Michael Reizel: Es ist ein offenes Geheimnis, dass die gesetzlichen Rentenleistungen perspektivisch reduziert werden müssen. Anders ist das ganze System nicht finanzierbar. Wenn die künftigen Rentner also den Lebensstandard aus der Zeit ihrer Erwerbstätigkeit erhalten möchten, müssen sie eine zusätzliche Vorsorge betreiben. Der Gesetzgeber bietet mehrere Möglichkeiten – unter anderem die betriebliche Altersvorsorge.

UP Magazin: Worin besteht der Vorteil der betrieblichen Altersvorsorge?
Michael Reizel: Bei diesem System werden Kollektivverträge abgeschlossen. Und da in Kollektivverträgen größere Menschengruppen aufgenommen werden können, lässt sich schon durch die Anzahl der Personen ein viel besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für die Arbeitnehmer erreichen. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist, dass bei der betrieblichen Altersvorsorge das Prinzip der Entgeltumwandlung zur Anwendung kommt. Das heißt, der Arbeitnehmer entscheidet sich dafür, einen Teil seines Bruttogehaltes über den Arbeitgeber in das Versorgungssystem einzuzahlen. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer zahlt 100 Euro von seinem Bruttogehalt in das Versorgungssystem ein. Das Nettogehalt reduziert sich dadurch jedoch nur um ca. 50 Euro. Der Arbeitnehmer hat quasi 50 Euro an Steuer- und Sozialversicherungsersparnis. Das ist – nicht nur in Zeiten geringer Zinsen – eine höchst rentable Möglichkeit der Vorsorge.
UP Magazin: Hat auch der Arbeitgeber einen Nutzen?
Michael Reizel: Beide Seiten profitieren. Der Arbeitnehmer durch den gerade erläuterten Brutto-Netto-Effekt und die günstigen Kollektivrahmenbedingungen. Der Arbeitgeber spart bei diesem Modell Sozialversicherungsbeiträge sowie weitere Lohnnebenkosten. Und er gewinnt an Attraktivität. Das ist gerade in Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

Hat Großes vor: Michael Reizel ist auch Präsident des Tennis-Clubs Weiß-Blau in Würzburg | Foto MittelsteinerHat Großes vor: Michael Reizel ist auch Präsident des Tennis-Clubs Weiß-Blau in Würzburg | Foto MittelsteinerUP Magazin: Aber viele Unternehmen haben doch schon Altersvorsorgesysteme, oder nicht?
Michael Reizel: Das stimmt. Aber im Regelfall wurden dort in der Vergangenheit entweder Direktversicherungen oder vereinzelt Pensionskassen angeboten. Ein wirklich attraktives betriebliches Versorgungsmodell geht über eine simple Versicherung weit hinaus. Es gehört zu unseren Stärken, dass wir bestehende Systeme nicht auflösen, sondern wir integrieren und optimieren diese Systeme und machen sie so passgenau für jedes einzelne Unternehmen.

UP Magazin: Seit sechs Jahren engagiert sich die BVUK.-Gruppe für das Goldene Kinderdorf in Würzburg, das mehr als 30 Kindern und Jugendlichen, die aus problematischen familiären Verhältnissen kommen, ein neues Zuhause gegeben hat. Was treibt Sie an, sozial tätig zu werden?
Michael Reizel: Da mein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich agiert, ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich auch für diejenigen einsetze, die nicht auf der Sonnenseite stehen. Hier muss man nicht gleich in Richtung Dritte Welt schauen, auch vor der eigenen Haustür gibt es Sorgen und Nöte, zu deren Lösung ich beitragen kann. Ich halte es für absolut wichtig, den jungen Menschen möglichst gute Startbedingungen zu schaffen.
UP Magazin: Auch um den Würzburger Sport kümmern Sie sich – als Präsident des Tennis-Clubs Weiß-Blau Würzburg und neuerdings als Partner und Trikotsponsor der s.Oliver Baskets. Warum unterstützen Sie die Bundesliga-Basketballer?
Michael Reizel: Es ist gut für unsere Stadt, dass wir mit den s.Oliver Baskets eine Mannschaft als sportliches Aushängeschild in der ersten Liga haben. Das fördern wir gern. Ohne das Engagement der regionalen Wirtschaft gäbe es keinen Spitzensport in Würzburg.

 Der neue Firmensitz der BVUK. an der Ebertsklinge. | Foto MittelsteinerDer neue Firmensitz der BVUK. an der Ebertsklinge. | Foto Mittelsteiner

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