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Wieder besser hören

Mitinhaber Martin Weiglein (rechts) bei der Kundenberatung. Mitinhaber Martin Weiglein (rechts) bei der Kundenberatung. Huth & Dickert GmbH

Als Kooperationspartner des Hörzentrums der Würzburger Uniklinik betreut Huth & Dickert auch Hörimplantatsträger.

Es gibt erste Anzeichen für Schwerhörigkeit: Wenn man in einer Gruppe sein Gegenüber nicht mehr richtig versteht  - oder wenn der Fernseher immer lauter gedreht werden muss, damit man einer Sendung folgen kann. „Zuerst sucht man in der Regel den Fehler bei den anderen“, weiß Mirko Nikolai, Mitinhaber der Huth & Dickert GmbH. Zum Beispiel dass die Gesprächspartner zu leise reden oder gar nuscheln. Dabei liegt es einfach daran, dass bei einer klassischen Altersschwerhörigkeit zuerst die hohen Frequenzen verloren gehen. Gerade der Hochtonbereich ist aber wichtig für das Verständnis von Konsonanten, die Vokale werden dagegen noch gut gehört: Hieß es nun Haus oder Klaus – oder gar Maus?

Bei ersten Anzeichen sollte man selbstverständlich zum Ohrenarzt gehen. Und wenn der eine Hörhilfe verordnet, hilft der Hörgeräteakustiker weiter. Das erste Mittel der Wahl wird ein Hörgerät sein, doch auch das Hörgerät hat seine Grenzen. Wenn selbst ein Hörgerät nicht mehr ausreichen sollte, gibt es inzwischen die Möglichkeit, mit Implantaten das Hörerlebnis wieder herzustellen bzw. zu verbessern. Ein Cochlea-Implantat kann ertaubten und schwerhörigen Menschen Hörvermögen zurückgeben – vom Kleinkind bis zum älteren Menschen. Huth & Dickert ist Kooperationspartner sowohl des CHC, dem interdisziplinären Hörzentrum der Universitätsklinik, als auch Reha-Partnern. Die Erstanpassung und die Nachkontrolle eines Cochlea-Implantats obliegt stets der Klinik. Zudem sollte jeder Implantat-Träger einmal im Jahr zu einem medizinischen Check in die Klinik kommen.

Will ein Cochlea-Implantat Träger aber die Einstellung seines Gerätes verfeinern lassen, ist ein Prozessortausch fällig (nach fünf bis sechs Jahren besteht Anspruch auf einen neuen Prozessor) oder muss eine Wartung des Geräts durchgeführt werden, kann dies unkompliziert bei Huth & Dickert erfolgen. Die Akustiker sind eigens für die Cochlea-Implantate ausgebildet und sind mit den Modellen aller Herstellerfirmen vertraut. „Es gibt kein Schema F“, so Mirko Nikolai, „die Beratung und die Versorgung bei einem Cochlea-Implantat ist immer genau auf den Kunden zugeschnitten.“
Wer will, kann sich bei Huth & Dickert auch über Zusatzgeräte informieren, wie dem Roger Pen, einem Stift, der ein Mikrofon beinhaltet, das drahtlos mit dem Implantat verbunden ist. Und auch der Fernseher lässt sich über Funk direkt an das Implantat anschließen. Die Akustiker helfen auch, falls sich ein Patient mit den Geräten überfordert fühlt. Schließlich bekommt jeder Cochlea-Implantat Träger einen ganzen Koffer mit Technik zusätzlich zum Implantat mit nach Hause.

Einen Tipp hat Mirko Nikolai für jeden, der sich noch nicht sicher ist, ob er sich für ein Cochlea Implantat entscheiden soll: Nämlich in eine Cochlea-Selbsthilfe-Gruppe zu gehen und dort mit Betroffenen Gespräche zu führen. Denn auch wenn ein Cochlea-Implantat das Hören wieder zurückbringen kann, das Hörerlebnis wird ein anderes sein. Und hier helfen Gespräche mit Menschen, die das Implantat bereits nutzen, bei der richtigen Entscheidung.

 

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