UP Magazin

UPKaiserstraße offiziell wiedereröffnet

Akzeptanz ohne Kaugummi

Habe die Ehre: Peter Wiegand, Fachabteilungsleiter Stadtplanung der Stadt Würzburg, wurde die Ehre zuteil, die sanierte Kaiserstraße offiziell wiederzueröffnen, flankiert von Oberbürgermeister Christian Schuchardt (links) und Stadtbaurat Prof. Christian Baumgart (rechts). Habe die Ehre: Peter Wiegand, Fachabteilungsleiter Stadtplanung der Stadt Würzburg, wurde die Ehre zuteil, die sanierte Kaiserstraße offiziell wiederzueröffnen, flankiert von Oberbürgermeister Christian Schuchardt (links) und Stadtbaurat Prof. Christian Baumgart (rechts). Uta Böttcher

Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde die grundlegend sanierte Kaiserstraße offiziell „wiedereröffnet.“ Oberbürgermeister Christian Schuchardt lobte die neue Kaiserstraße als moderne Flanier- und Geschäftsmeile - und ärgerte sich über Kaugummis auf dem frisch verlegten Straßenbelag.

So prächtig wie früher wurde sie nicht mehr, die ehemalige Prachtstraße Würzburgs. Sie ist und bleibt aber das Eingangstor zur Stadt vom Hauptbahnhof aus. Nach rund drei Jahren Bauzeit präsentiert sich die Kaiserstraße in neuem Gewand nun als „moderne und attraktive Einkaufsstraße“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Feier zur Wiederöffnung einer der wichtigsten Straßen der Stadt.

Die neue Möblierung der Kaiserstraße: Drei große Bänke und zwei Litfassäulen (Bild unten). | Foto: Uta Böttcher.Die neue Möblierung der Kaiserstraße: Drei große Bänke und zwei Litfassäulen (Bild unten). | Foto: Uta Böttcher.Wobei es sich natürlich nicht um eine Wiedereröffnung handle, so Schuchardt weiter in seiner Rede. Denn die Kaiserstraße sei nie „geschlossen“ gewesen. Und hierin zeige sich auch die Besonderheit bei den Bauarbeiten, denn die Straße wurde im laufenden Betrieb saniert. Neue Abwasserleitungen, Fernwärme, Telefonkabel und neuer Bodenbelag: Alles wurde erledigt, während  Straßenbahnen und Fußgänger die Kaiserstraße passierten und auch die Zugänge zu den Geschäften wurden durchgehend beibehalten.

„Das Entscheidende“, so der Oberbürgermeister, „ist die Aufwertung der innerstädtischen Fußgängerzonensituation.“ Es sei darum gegangen, die Kaiserstraße wieder ihrer Hauptfunktion zuzuführen, nämlich als Flaniermeile von und in die Innenstadt und als Geschäftsmeile – und dies entsprechend der Wertigkeit der Straße.

Die Stadt habe das passende Umfeld geschaffen und auch einige Hauseigentümer und Vermieter hätten bereits nachgezogen, so Schuchardt. Schließlich sei die Kaiserstraße eine der bedeutensten Straßen  im Stadtgebiet – mit 20.000 Passanten, rund 1.000 Radlern und 500 Straßenbahndurchfahrten täglich.

Foto: Uta BöttcherFoto: Uta BöttcherDie Bedeutung der Kaiserstraße zeigt sich auch im Bauvolumen der Sanierung, das 5,8 Millionen Euro umfasst, wobei 1,7 Millionen Euro aus dem Städtebauförderungprogramm einflossen. Die Investitionen und die Anstrengungen hätten sich gelohnt, so Schuchardt. „Wir werden nicht müde, die Innenstadt Stück für Stück nach vorne zu bringen.“ Er wünsche sich die Akzeptanz der Bürger und dass sie die Kaiserstraße zu ihrer Straße machen mögen – „aber bitte ohne Kaugummi.“

Stadtbaurat Prof. Christian Baumgart bedankte sich bei allen Beteiligten und den ausführenden Firmen und freute sich: „Würzburg kann es auch im Konsens, Würzburg kann es auch gemeinsam.“ Dabei spielte er darauf an, dass es noch vor zehn Jahren nicht unbedingt nach einer Sanierung der Kaiserstraße ausgesehen hatte. Er wünschte den Bürgern „Glück auf für ein weiteres funktionierendes Stück Innenstadt.“

 

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