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UPRadverkehr Bestandteil des Mobilitätsmix der Stadt

Der moderne Lastesel

Der moderne Lastesel Stadt Würzburg

Lastenräder sind im Kommen: Gefördert von der Stadt und kostenlose Ausleihe bei der Initiative Freies Lastenrad.

Mehr und mehr tauchen Lastenräder im Stadtbild auf. „Für die Stadt Würzburg ist der Radverkehr ein wichtiger Bestandteil im Mobilitätsmix“, sagt Claudius Stanke vom Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Würzburg. „Das Lastenrad ist das ideale Verkehrsmittel im innerstädtischen Verkehr, ermöglicht den Transport von Kindern oder großen Gegenständen und ist leise.“

UP Magazin unterhielt sich mit dem Agenda 21-Koordinator über die Rolle der Lastenräder und die Förderung durch die Stadt. Denn sowohl im vergangenen Jahr als auch dieses Jahr unterstützte die Stadt den Kauf eines Lastenrads – egal ob als Privatperson oder gewerblich. 70.000 Euro vergab die Stadt jeweils vergangens und dieses Jahr. In den Genuss kam, wer zuerst seinen Antrag abgab – und beide Male waren die Gelder innerhalb weniger Tage vergeben.

Insgesamt wurden 2019 und 2020 über 100 Lastenräder mit elektrischer Tretunterstützung gefördert. Gefördert wurden bis zu 25 Prozent des Nettopreises, maximal mit 1000 Euro. Als Bonus für Familien wurde die Summe um bis zu 50 Prozent und maximal 1500 Euro erhöht. Und wer dann noch nachweisen konnte, dass er kein Auto besitzt oder es nach Kauf des Lastenrads abmeldet, bekommt nach zwei Jahren nochmals 500 Euro drauf.
Doch auch wer sich kein eigenes Lastenrad kaufen kann oder will, muss darauf nicht verzichten: Auf Betreiben der Agenda 21 wurde – nach dem Vorbild anderer Städte – 2016 die Initiative Freies Lastenrad ins Leben gerufen, an der sich neben der Agenda 21 und dem VCD, Freirad, Transition Würzburg und die Radboten beteiligen.

Über die Website www.lastenrad-wuerzburg.de kann man sich kostenlos und bis zu drei Tage lang ein Lastenrad ausleihen. „Man kann damit seinen Großeinkauf erledigen, Altglas wegfahren, mit der Familie einen Ausflug machen oder auch Grill und Bierkasten für die Grillfeier transportieren“, umreißt Claudius Stanke die Möglichkeiten. Sieben von insgesamt neun Elektro-Lastenräder stehen derzeit zur Verfügung, geparkt an verschiedenen Stellen in der Stadt: Weil die Initiative ehrenamtlich und über Sponsoren arbeitet, haben verschiedene Unterstützer die Verantwortung für ein Rad übernommen. So steht eines beispielsweise am Jugendkulturhaus Cairo, ein weiteres an der Umweltstation. Hat man über die Website gebucht, kann man sich Schlüssel und Akku am jeweiligen Ort übergeben lassen.

In den letzten Jahre hat sich laut Wahrnehmung des Agenda 21-Koordinators die Zahl der Lastenräder in der Stadt deutlich erhöht. Eine absolute Zahl sei schwerlich zu beziffern, Claudius Stanke schätzt sie grob auf mehrere hundert. Hauptsächlich genutzt werden sie – das zeigt auch das Förderprogramm – von Familien.


 

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