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UPNeue Grünanlage verbindet den Main mit dem Altort

Erholen am Mainufer

Auf diesem durch die gestrichelten Linien gekennzeichneten Gelände wird ein Naherholungsgebiet am Main in Heidingsfeld entstehen. Ein Realisierungswettbewerb soll die beste Lösung ergeben. Auf diesem durch die gestrichelten Linien gekennzeichneten Gelände wird ein Naherholungsgebiet am Main in Heidingsfeld entstehen. Ein Realisierungswettbewerb soll die beste Lösung ergeben. Stadt Würzburg, Baureferat - Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Heidingsfeld bekommt eine großzügige Grünananlage inklusive eines umfangreichen Freizeitangebots: Rund um das ehemalige Gelände der Bayla wird am Mainufer ein neuer Naherholungsbereich geschaffen — mit direktem Zugang vom Altort zum Main. Ein Realisierungswettbewerb soll die beste Lösung für den neu zu schaffenden Grünbereich ergeben.

Das Mainufer bei Heidingsfeld soll schöner werden: nicht nur mit Grünanlagen fürs Auge, sondern auch mit Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für Jung und Alt. Mit einem Realisierungswettbewerb will die Stadt die beste Lösung für das Areal in Höhe der ehemaligen Bayla finden. Genauer gesagt umfasst der Wettbewerb den nördlich vom Heidingsfelder Ortskern liegenden Uferbereich sowie die dazu parallel verlaufende Seilerstraße. Ziel ist dabei nicht nur die Neugestaltung des Uferbereichs, sondern auch ein direkter Zugang zum Wasser vom Altort aus — also eine Aufwertung des kompletten „Städtles“.

Das eigentlich Erstaunliche ist, dass der Main zwar nur wenige Meter von der Ortsmitte Heidingsfelds entfernt liegt, aber bisher nicht wirklich als Teil des Ortes wahrgenommen wird. Das liegt zum Einen an der Seilerstraße, die mit ihrem relativ hohen Verkehrsaufkommen den Main vom Ortskern abtrennt. Zum anderen machte die Gewerbebebauung — wie zum Beispiel der Bayla — das Mainufer bisher unattraktiv. Das soll sich nun  alles ändern.

1997 erwarb die Stadt das Gelände der ehemaligen Saftfabrik Bayla an der Seilerstraße, nachdem die Firma an einen neuen Standort umgezogen war. Lange lag die Fläche brach, bis die Stadt 2012 die alten Bayla-Betriebsgebäude abreißen ließ. Noch konnte es aber nicht weitergehen, denn zunächst musste ein Teil des Bodens ausgebaggert werden. Der Grund: Auf dem Areal befand sich Anfang des 20. Jahrhunderts auch die Ledergerberei Oesterreicher und der Boden war unter anderem mit Arsen belastet.

Zur Beseitigung der Altlasten wurde das Erdreich bis in 2,25 Meter Tiefe ausgehoben und die Schadstoff-Konzentration in der darunterliegenden Erdschicht auf die Grenzwerte hin überprüft. Anschließend wurde die Baugrube mit unbelasteter Erde aufgefüllt und als Deckschicht mit Kies befüllt.

So sieht es derzeit am Main in Höhe der ehemaligen Bayla in Heidingsfeld aus. Ein Weg aus Muschelkalkpflaster stammt noch aus den Zeiten des Mainausbaus. | Foto: Rainer AdelmannSo sieht es derzeit am Main in Höhe der ehemaligen Bayla in Heidingsfeld aus. Ein Weg aus Muschelkalkpflaster stammt noch aus den Zeiten des Mainausbaus. | Foto: Rainer AdelmannZum derzeitigen Bestand zählt auch der Mainuferpark mit seinem alten Baumbestand. Was zwar gut klingt, ist aber bisher kaum nutzbar: Es gibt lediglich einen unbefestigten Fußweg, zur „Ausstattung“ gehören nur einzelne Bänke und Müllbehälter und der Weg ist darüber hinaus nicht beleuchtet. Der Uferweg sieht zwar malerisch aus und ist mit großem Muschelkalkpflaster belegt. Dies stammt freilich noch aus der Zeit des Mainausbaus und das holprige Pflaster war nicht eigentlich für die Nutzung als Spazierweg gedacht.

Für die Teilnehmer des Wettbewerbs ergibt sich nun die Aufgabe, den durch den Wegfall der Gewerbebebauung entstandenen Stadtzugang zum Main mit Stadt und Landschaft wirksam zu verknüpfen. Rund 23.000 Quadratmeter städtische Flächen stehen am Mainufer als Naherholungsfläche im so genannten Realisierungsteil zur Verfügung. Im rund 10.000 Quadratmeter umfassenden freiraumplanerischen Ideenbereich sollen sich die Teilnehmer der noch zu sanierenden Seilerstraße und des Seegartenweges annehmen. Und: Im städtebaulichen Ideenteil von rund einem Hektar möchte die Stadt Vorschläge für die künftige Gestaltung der begleitenden Straßenräume erhalten. Mit den Ergebnissen ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen.

Teil des neuen Naherholungsgebietes ist auch der Heigelsbach, der im Moment noch schnöde verrohrt seinen Weg in den Main findet. Er soll renaturiert werden und als kleiner Wasserlauf seinen Platz in den künftigen Grünanlagen finden.

 

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