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UPGrößte Granitplatte wiegt 300 Kilogramm

Kaiserstraße nimmt Gestalt an

So soll der umgebaute Tower am Hubland aussehen. Nach der Fertigstellung Ende 2017 wird er im ersten Stock das Ideenlabor des ZDI beherbergen. So soll der umgebaute Tower am Hubland aussehen. Nach der Fertigstellung Ende 2017 wird er im ersten Stock das Ideenlabor des ZDI beherbergen. Stadt Würzburg

Die Oberfläche der neuen Kaiserstraße nimmt bald sichtbar Gestalt an: Noch vor Weihnachten sollen die ersten Granitplatten liegen. Die größten Platten messen ein Meter mal 80 Zentimeter und wiegen stattliche 300 Kilo.

von Rainer Adelmann

Die Oberflächenarbeiten in der Kaiserstraße wurden an eine Arbeitsgemeinschaft vergeben: An der Westseite ist die Würzburger Pflasterbau GmbH (WPB) aus Veitshöchheim am Werk. Die Ostseite liegt in den Händen der Firma Müller Bau GmbH aus Bad Bocklet. Die Fertigstellung ist für den 31. März 2018 geplant, so Uwe Kömpel vom Fachbereich Stadtplanung. Im Sommer 2017 werden für die Straßenbahn die neuen Gleise gelegt. Bis dahin muss die Beton-Bodenplatte für die Straba noch verbreitert werden – auf der einen Seite um 50, auf der anderen Seite um 80 Zentimeter. Während der gesamten Bauphase wird die Straßenbahn weiterfahren.

Die Kaiserstraße auf einer Postkarte aus dem Jahr 1900. | Foto: Archiv Willi DürrnagelDie Kaiserstraße auf einer Postkarte aus dem Jahr 1900. | Foto: Archiv Willi DürrnagelIm Gespräch mit dem UP Magazin erklärt der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft und Chef der Würzburger Pflasterbau, Ulrich Schätzlein, warum die Kaiserstraße zu den schwierigen Baustellen zählt. „20.000 Fußgänger und 300 Straßenbahnen passieren täglich die Kaiserstraße“, so Schätzlein. Auf der Baustelle muss während des laufenden Betriebs nicht nur Rücksicht auf die Fußgänger und Fahrzeuge genommen werden. Die Arbeiten müssen zudem mit den Geschäftsleuten abgestimmt und immer wieder neue provisorische Fußwege gelegt werden. Die Logistik ist schwierig und die Arbeiten können nur mit kleinen und mittleren Gerätschaften erledigt werden.

Damit für die Fußgänger stets ein sicherer Weg erhalten bleibt, wurde die Kaiserstraße in Bauabschnitte unterteilt, die versetzt von der WPB und Müller Bau bearbeitet werden. Derzeit sind Kabelarbeiten und Kanalarbeiten für das Oberflächenwasser dran. Die tiefer liegenden Gas und Wasserleitungen für die Anschlüsse wurden bereits verlegt.

3.000 Quadratmeter Granitplatten für die Gehwege und 1.800 Quadratmeter Gleispflaster werden am Ende für die neue Kaiserstraße verarbeitet worden sein. Und bis zur Weihnachtspause am 1. Advent sollen sogar schon die ersten Granitplatten in der Kaiserstraße liegen: an der Westseite vor dem Woolworth Gebäude und an der Ostseite von der Reisgrubengasse in Richtung Bahnhof. Die größten Platten des aus China importierten Granitsteins messen ein Meter mal 80 Zentimeter und wiegen stattliche 300 Kilo.

 

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