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UPIn einem Jahr hell und modern: Die Gemäldegalerie in der Residenz

Kunst in schönem Rahmen

Hell und modern statt vergilbter Wände: Die Gemäldegalerie im Martin-von-Wagner-Museum in der Residenz wird ab 2. August umfassend renoviert. Hell und modern statt vergilbter Wände: Die Gemäldegalerie im Martin-von-Wagner-Museum in der Residenz wird ab 2. August umfassend renoviert. Robert Emmerich

Die Gemäldegalerie des Martin-von-Wagner-Museums in der Residenz beherbergt die Kunstsammlung der Universität Würzburg. Vom 2. August 2016 bis 24. Juni 2017 erhält sie ein neues Gesicht und ist wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen.

Es tut sich was im Martin-von-Wagner-Museum. Die Kunstsammlung der Universität Würzburg im Südflügel der Residenz will ihrem internationalen Rang endlich auch äußerlich gerecht werden: Die Gemäldegalerie wird renoviert und schließt aus diesem Grund von 2. August 2016 bis 24. Juni 2017. Die Antikenabteilung des Museums bleibt dafür länger offen. Sie ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr zugänglich und sonntags von 10 bis 13.30 Uhr.

Die Säle der Gemäldegalerie werden bereits ausgeräumt. „Im Moment sind wir froh um jedes Werk, das wir nicht beherbergen müssen“, sagt Professor Damian Dombrowski. Auch darum haben er und Kurator Dr. Markus Maier sich leichten Herzens von einem der großen Schätze der Galerie getrennt – vorübergehend: Ein dreiflügeliger Altar von Gherardo Starnina wurde nach Florenz ausgeliehen. Dort wird er im Herbst 2016 zum Prunkstück einer Ausstellung in der Galleria dell’Accademia, in direkter Nachbarschaft von Michelangelos „David“.

Dombrowski: „Dieses Beispiel zeigt, welche qualitätvollen Werke wir im Museum haben. Die Sammlung verdient es, in der Präsentation aufgewertet zu werden.“ Denn in den Museumssälen seien über die Jahrzehnte die Wände vergilbt und das Licht immer fahler geworden. Entsprechend sind die Aufhellung der Wände und die Installation eines modernen Beleuchtungssystems die wichtigsten Maßnahmen der Modernisierung. Eine moderne LED-Beleuchtung soll künftig die Säle der Gemäldegalerie in ein neues Licht setzen. Als weiteres erhalten die Durchgänge im Nordflügel der Galerie ein neues Holzfutter, um sie den historischen Türrahmen anzugleichen. Die Sicherheitstechnik wird ausgetauscht, die Heizkörper werden verkoffert, ein neuer Empfangsbereich wird geschaffen.

Die Fenster erhalten den dringend nötigen UV-Schutz und besondere Vorhänge, die zwar das einfallende Licht um 80 Prozent reduzieren, aber trotzdem den Blick nach außen nicht versperren. „Die Einbettung der Sammlung in den Würzburger Stadtraum ist eine unserer großen Stärken“, sagt Kurator Maier, während er aus der Galerie in den Ehrenhof der Residenz blickt: „Der Besucher weiß sozusagen immer, wo er sich befindet und dass diese Sammlung ein Teil der Universitätsstadt Würzburg ist.“

Am 24. Juni 2017 eröffnet das Museum mit der Ausstellung „Julius Echter – Patron der Künste“ mit rund 200 Exponaten aus dem In- und Ausland.

 

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