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UPBauarbeiten an der Kreuzung vor der Hauger Kirche bis Jahresende fertig

Neuer Kreisel in der City

Nach drei Jahren Bauzeit soll Ende dieses Jahres die Baustelle vor der Hauger Kirche abgeschlossen sein. Die Visualisierung zeigt den neuen bepflanzten Kreisverkehr, sowie die Haugerpfarrgasse mit den kleinen Verkehrsinseln. Im nächsten Jahr soll der Platz links im Bild zu einer kleinen Oase mit Bäumen, Grünflächen, Bänken und Brunnen umgestaltet werden. Nach drei Jahren Bauzeit soll Ende dieses Jahres die Baustelle vor der Hauger Kirche abgeschlossen sein. Die Visualisierung zeigt den neuen bepflanzten Kreisverkehr, sowie die Haugerpfarrgasse mit den kleinen Verkehrsinseln. Im nächsten Jahr soll der Platz links im Bild zu einer kleinen Oase mit Bäumen, Grünflächen, Bänken und Brunnen umgestaltet werden. Steinbacher Consult

Die Bauarbeiten an der Kreuzung Haugerpfarrgasse, Textorstraße und Bahnhofstraße sollen noch dieses Jahr beendet werden. Dann ziert ein kleiner, bepflanzter Kreisverkehr das Straßenbild vor der Hauger Kirche. Im nächsten Jahr wird der kleine Platz an der Ecke Haugerpfarrgasse und Bahnhofstraße umgestaltet — mit Bäumen, Sitzbänken und Brunnen.

Begonnen habe alles „eher zögerlich“, so die Chefin des Würzburger Tiefbauamtes, Annette Messerer, im Gespräch mit dem UP Magazin zum neuen Kreisel vor der Kirche Stift Haug.

Schon länger war freilich klar, dass die Bahnhofstraße — und alles was darunter liegt — einer Erneuerung bedurfte. Klar war aber auch, dass die grundlegende Sanierung einschließlich Umgestaltung der Kreuzung vor der Hauger Kirche durch die notwendigen Sperrungen keine einfache Baumaßnahme sein würde.

„Uns war bewusst, dass wir nicht hier bauen können, ohne den Verkehr auszusperren,“ so Annette Messerer. „Und so haben wir etwas gezögert, bis wir das Konzept entwickelt hatten, das auch eine Umleitung für den städtischen Busverkehr und eigene provisorische Bushaltestellen bedeutete. Die Baustelle ist in der Abwicklung komplex, denn sowohl die Aufrechterhaltung des Busverkehrs als auch die Fußgängerachse Barbarossaplatz/Haltestelle Stift Haug war zu berücksichtigen.“

In der Tat ging es dann auf der Baustelle im Jahr 2019 sehr „tiefgreifend“ zur Arbeit. Von Wasser über Abwasserkanäle bis zu Strom- und Kommunikationsleitungen wurde alles erneuert. „Man nutzt in solchen Fällen die Synergieeffekte und will die Straßen dann ja auch für die nächsten 50 Jahre ertüchtigen“, so die Chefin des Würzburger Tiefbauamtes weiter.
Die Instandsetzung der Abwasserleitungen in der Haugerpfarrgasse übernahm die Firma Brandel-Bau aus Tauberbischofsheim. In die alten, teilweise noch herausgemeißelten Kanäle, wurden neue Leitungen verlegt und anschließend die Hohlräume mit einem Material mit geringem Zementanteil verfüllt.

Nach dem Jahr der Tiefbauarbeiten ging es 2020 mit dem Straßenbau weiter. 2021, also in diesem Jahr, stand der Bau des Kreisverkehrs an. Erst vor wenigen Wochen wurde die erste Hälfte fertiggestellt, so dass der Verkehr auf dieser bereits fertig gestellten Seite laufen kann. Und: Seit Juli können die Busse auch wieder über die Haugerpfarrgasse zum Barbarossaplatz fahren — das Gröbste ist also geschafft.

Obwohl auch in der Überlegung wird es verkehrstechnisch keine Veränderung in der Haugerpfarrgasse zwischen Stift Haug und Barbarossaplatz geben: Die Straße bleibt in beide Richtungen befahrbar, um den Verkehr aus dem Kolpingquartier abfließen zu lassen. Allerdings wurde die Fahrbahnbreite in diesem Teil etwas verringert, damit kein unerlaubtes Parken mehr stattfinden kann, das den Omnibusverkehr beeinträchtigt — außerdem gibt es so mehr Platz für die Fußgänger.

Vor dem Baubeginn des Kreisverkehrs musste zunächst berechnet werden, dass der Bus in jeder Bauphase passieren kann. Per Computer wurden die so genannten Schleppkurven der Gliederbusse berechnet und ein Sicherheitsabstand zur Baugrube hinzugefügt.

Gut für die Planer: Es war genug Platz, um die beiden Verkehrsinseln sowie den Kreisverkehr auf einmal bauen zu können, und dem Bus dennoch genug Raum zum sicheren Passieren zu lassen. Die Fußgängerüberquerungen werden komplett barriefrei: in der Textor- und Bahnhofstraße per Zebrastreifen und in der Haugerpfarrgasse mit Mittelinseln. Die Mitte des Kreisverkehrs wird am Ende dann noch bepflanzt. Nach den TIefbauarbeiten für Gas, Wasser und Hausanschlüssen wird die Würzburger Pflasterbau bis zum Jahresende die Oberfläche gestalten: Asphalt für die Straßen und Betonpflastersteine für die Gehwege.

Umgestaltet wird im Rahmen der Arbeiten im nächsten Jahr der kleine Platz an der Ecke Haugerpfarrgasse/Bahnhofstraße: Auch dort werden neue Bäume und Grünflächen gepflanzt, dazu gibt es Sitzbänke. Und auch dem Brunnen, der dort unbeachtet sein Dasein fristete, wird neues Leben eingehaucht: Er wird derzeit restauriert und dann seinen Platz zwischen Bäumen und Bänken finden. Sozusagen aufgeräumt wird am Haugerkirchplatz schräg gegenüber: Die Glascontainer werden im Boden versenkt, so dass nur noch schicke Einwurfsäulen aus Edelstahl hervorstehen, außerdem werden drei Carsharing-Plätze sowie zwei Ladestellen für E-Autos eingerichtet — plus Fahrradständer. Gegenüber gibt es fünf Behindertenparkplätze.

3,5 Millionen Euro, verteilt auf mehrere Haushaltsjahre, kostet die Umbaumaßnahme und Erneuerung vor der Hauger Kirche. Fördermöglichkeiten konnten keine geltend gemacht werden. „Die Straße war in ihrer Lebensdauer erschöpft“, so Annette Messerer. „Es handelt sich, wie es bei uns heißt, um eine technisch notwendige Erneuerungsmaßnahme — und die ist nicht förderfähig.“

 

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