UP Magazin

UPAuf einem Areal von über 65.000 Quadratmetern um den Hauptbahnhof

Ein neues Viertel mitten in der City

Für die vier L-förmigen Gebäude mit Studentenappartments westlich der Grombühlbrücke hinter dem ehemaligen Gebäude der Landeszentralbank war bereits Baubeginn. Die Pleichach wird renaturiert und zusammen mit Grünflächen zu einem attraktiven Erholungsraum. Für die vier L-förmigen Gebäude mit Studentenappartments westlich der Grombühlbrücke hinter dem ehemaligen Gebäude der Landeszentralbank war bereits Baubeginn. Die Pleichach wird renaturiert und zusammen mit Grünflächen zu einem attraktiven Erholungsraum. Bader Wohnbau GmbH

Wohnungen, Büros, Hotels, Studentenappartments, Parkplätze, Busbahnhof: Mitten in der Stadt, rund um den Hauptbahnhof, wird in den nächsten Jahren ein neues Quartier entstehen. Und sogar die Pleichach wird wieder frei fließen dürfen. UP Magazin wirft einen Blick in die nahe Zukunft.

von Rainer Adelmann

Was vor kurzem mit dem Abriss der Pavillons an der Ostseite des Hauptbahnhofs begonnen hat, ist nur ein Anfang: Dank privater Investoren, der Deutschen Bahn und der Stadt wird sich das Areal rund um den Bahnhof in den nächsten Jahren verändern – zu einem neuen Stadtteil.

Das Areal rund um den Hauptbahnhof zwischen Posthallen und Grombühlbrücke ist riesig und umfasst rund 65.000 Quadratmeter. Private Investoren wie die bismarckquartier GmbH und die Bader Wohnbau GmbH planen Wohnbebauung, Hotels und Studentenappartments. Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof werden in Abstimmung zwischen Deutscher Bahn und Stadt Würzburg neu gestaltet. Auch die Straßenbahnführung wird sich in diesem Areal wohl verändern.

UP Magazin sprach mit Peter Wiegand vom Fachbereich Stadtplanung der Stadt Würzburg über die Veränderungen, die sich in den nächsten Jahren ergeben werden. „Früher hat man sich sehr lange im Kreis gedreht“, beschreibt Wiegand, die derzeitige Situation „inzwischen hat man aber für alles eine Antwort.“ Nach dem Aus für die Würzburg Arcaden im Jahr 2006 sei eine Entwicklung lange Zeit nicht absehbar gewesen.

Zur Erinnerung: Anfang des neuen Jahrtausends entstand die Idee zu einem Einkaufszentrum am Bahnhof, nachdem die Posthallen durch das neue Briefzentrum im Gewerbegebiet Würzburg-Ost überflüssig geworden waren. Auch eine neue Mehrzweckhalle sollte auf dem Areal gebaut werden – alles zusammen unter dem Begriff „Würzburg Arcaden“. 2004 gründete sich die Bürgerinitiative „Ringpark in Gefahr“ und ein Bürgerentscheid Ende 2006 setzte den Plänen damals ein jähes Ende.

„Inzwischen weiß man, was man will und die Weichen sind neu gestellt“, so Wiegand weiter. Und: „Ich bin froh, dass es jetzt wieder Ziele und Perspektiven gibt“. Ein Vorteil ist sicherlich, dass es außer der Stadt Würzburg selbst lediglich drei Ansprechpartner gibt, die zur Gestaltung des neuen Areals beitragen: die bismarckquartier GmbH, die das Posthallengelände erworben hat, die Bader-Wohnbau GmbH, die mit der Bebauung westlich der Grombühlbrücke bereits begonnen hat und die Deutsche Bahn AG. Der Stadtplaner ist mit allen in Kontakt und urteilt: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung.“
 Ein neues kleines Stadtquartier wird in den nächsten Jahren rund um den Bahnhof entstehen. Wo sich etwas verändern wird, haben wir auf diesem Luftbild grob farblich markiert. Rot: Die Pavillons vor dem Hauptbahnhof werden derzeit abgerissen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge werden sie durch Neubauten in ähnlichem Stil ersetzt. Der Busbahnhof erfährt eine Modernisierung und die Fernbusse sollen im Anschluss nördlich davon ihren Bahnhof erhalten. Grün: das ehemalige Posthallen-Areal. Hier will die bismarckquartier GmbH ein Hotel, Wohnbebauung und Räume für Büro und Dienstleistungen errichten. Auch die Nahversorgung soll Platz finden. Das Posthochhaus bleibt bestehen. Blau: das Areal der Bader Wohnbau GmbH. Östlich des Bahnhofs sind ein Hotel und ein Parkhaus geplant, die Pleichach soll renaturiert werden. Bereits begonnen wurde das Studentenwohnheim westlich der Grombühlbrücke mit 521 Appartments. | Foto: Stadt WürzburgEin neues kleines Stadtquartier wird in den nächsten Jahren rund um den Bahnhof entstehen. Wo sich etwas verändern wird, haben wir auf diesem Luftbild grob farblich markiert. Rot: Die Pavillons vor dem Hauptbahnhof werden derzeit abgerissen. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge werden sie durch Neubauten in ähnlichem Stil ersetzt. Der Busbahnhof erfährt eine Modernisierung und die Fernbusse sollen im Anschluss nördlich davon ihren Bahnhof erhalten. Grün: das ehemalige Posthallen-Areal. Hier will die bismarckquartier GmbH ein Hotel, Wohnbebauung und Räume für Büro und Dienstleistungen errichten. Auch die Nahversorgung soll Platz finden. Das Posthochhaus bleibt bestehen. Blau: das Areal der Bader Wohnbau GmbH. Östlich des Bahnhofs sind ein Hotel und ein Parkhaus geplant, die Pleichach soll renaturiert werden. Bereits begonnen wurde das Studentenwohnheim westlich der Grombühlbrücke mit 521 Appartments. | Foto: Stadt Würzburg 
Bahnhofsvorplatz
Die Veränderungen am Bahnhofsvorplatz haben bereits sichtbar begonnen: Die alten Pavillons an der Ostseite des Platzes sind bereits abgerissen. Die Pavillons an der Westseite werden Anfang 2017 folgen. Grund für die zeitliche Unterbrechung: In den Pavillons links vor dem Bahnhofs ist die WVV mit ihrem Fahrmeisterbüro untergebracht. Zuerst war angedacht, das Fahrmeisterbüro vorübergehend in einem Container unterzubringen. Doch das hätte mit rund 100.000 Euro zu Buche geschlagen. Nun wartet man das Ende des Mietvertrags mit der WVV ab, der Ende 2016 ausläuft. Ab Frühjahr 2017 wird der Bahnhofsvorplatz frei von Pavillons sein und sich in seiner vollen Größe zeigen.

Grundsätzlich gibt es für die Gestaltung des Vorplatzes zwei Sichtweisen, erläutert Wiegand: Eine Mehrheit im Stadtrat wünscht sich weiterhin Pavillons auf dem Vorplatz. Die sollen darüber hinaus möglichst so aussehen wie die bisherigen Pavillons aus den 50er Jahren. Auch in der Kommission für Stadtbild und Architektur habe man diese Auffassung geteilt und befand sie dem Bahnhofsvorplatz zuträglich.
Es gibt freilich auch andere Meinungen: Einige Stadträte können sich den Bahnhofsvorplatz als freien Platz vorstellen, so wie er vor 100 Jahren war. Nämlich als freier Platz mit Baumreihen links und rechts anstelle der Pavillons. Vorteil: Der Ringpark wäre besser eingebunden. Diese Fraktion hat aber derzeit keine Mehrheit im Stadtrat.

Stattdessen gibt es Beschlüsse des Stadtrats von 2015, die Pavillons neu aufzubauen. Vorgesehen ist, dass die Fertigstellung bis zur Landesgartenschau 2018 erfolgt ist. Ein Zeitplan, den Wiegand für „ambitioniert“ hält. Es sei ein komplexes und kompliziertes Unterfangen. Sein Fazit zum Zeitplan daher: „theoretisch möglich, aber in der Praxis sehr schwierig.“

Der Wunsch der Stadt sei, dass die Pavillons von der Deutschen Bahn betrieben werden. Das heißt: Die Bahn würde als Generalmieter sämtliche Pavillons langfristig anmieten, um sie dann eigenverantwortlich weiter zu vermieten.

 

Neuer Busbahnhof
Der neue Busbahnhof ist ein großes Thema für die Zukunft. Auch hier gibt es mehrere grundsätzliche Varianten:

Variante 1
Der Busbahnhof wird nach Nordwesten in den Bereich des Postareals verlagert. Dafür würde der jetzige Busbahnhof wieder begrünt und erneut Teil des Ringparks – so wie vor 100 Jahren.

Variante 2
Der Busbahnhof bleibt an der jetzigen Stelle und würde eine Erweiterung erfahren. Dazu müsste der bisherige Tunnel unter den Bahngleisen hinduch verlängert werden. Nämlich bis zum so genannten „Areal Nord“ an der Nordtangente.

Variante 3
Der Busbahnhof bleibt an Ort und Stelle und wird lediglich erneuert.

Großer Nachteil von Variante 1 ist, dass der Busbahnhof auf einer Fläche zum Liegen käme, die der Stadt nicht gehört. Was bei den „Würzburg Arcaden“ noch der mfi AG gehörte, ist inzwischen im Eigentum der bismarckquartier GmbH. Die Stadt müsste hier also Flächen erwerben. Und ein weiterer Nachteil: Der Abstand zwischen den Straßenbahn-Haltestellen und dem Busbahnhof würde sich vergrößern. Dies sei verkehrlich nicht optimal.

Insgesamt gilt die Variante 3 – also der Busbahnhof bleibt am jetzigen Ort – als gesetzt. Nicht nur, weil es die kostengünstigste Variante ist, sondern weil sie auch mit den Plänen der Deutschen Bahn harmoniert und dabei Synergieeffekte entwickeln könnte. Denn die Deutsche Bahn zeige neuerdings starkes Interesse und Affinität zum Thema Fernbus, so Wiegand.

Offenbar habe man sich entschlossen, das Thema Fernbus als „willkommenen Wettbewerber im Billigsegment anzusehen“. Konkret heißt dies für das Bahnhofsareal: Die Deutsche Bahn spielt mit dem Gedanken, ihre Flächen vor dem Bahnhof zwischen Posthochhaus und Hauptgebäude für ein Fernbusterminal zu nutzen.

Derzeit laufen Gespräche zwischen Deutscher Bahn und Stadt Würzburg auf der Grundlage, dass der Busbahnhof an der jetzigen Stelle bleibt und die Bahn auf ihrer Fläche zwischen Hochhaus und Bahnhof ein Fernbusterminal einrichtet. Wiegand hält dies für eine gute Idee: „Wir ertüchtigen unseren Busbahnhof und die Bahn entwickelt eine Fernbusanbindung.“
Ein weiterer wichtiger Pluspunkt für diese Variante ist die Förderung durch den Freistaat. Zum Verständnis: Eine Förderung gibt es immer nur dann, wenn eine Veränderung gleichzeitig eine Verbesserung beinhaltet. Daher wäre eine Verlegung des Busbahnhofs in diesem Sinn eine Verschlechterung, denn der Weg zum Umstieg zwischen Straßenbahn und Bus würde länger. Bleibt der Busbahnhof an der alten Stelle, fehlt aber immer noch die Verbesserung, und so müsste der Busbahnhof auf jeden Fall neu gestaltet werden.

Es gibt zwar noch keine Planungen, aber eines habe sich bereits gezeigt: „Viele sehen den Busbahnhof als zweidimensionales Gebilde mit Haltestelle und Schutzdach“, so Wiegand. „Das ist aber nicht, was wir uns unter zeitgemäßem Busbahnhof vorstellen.“ Er sieht den neuen, modernen Busbahnhof als „Architektur mit Hallencharakter“, trocken, hell, sauber, mit Toilette und vielleicht auch einem Ansprechpartner für Reisende. „Das ist der Standard und das, was die Menschen mittlerweile erwarten.“ Ein überdachtes Terminal mit dynamischer Fahrgastinformation sei zudem als Verbesserung förderfähig.

Dies alles wird noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, denn das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz läuft Ende 2019 aus. Weil man noch nicht weiß, wie im Anschluss die Bedingungen für das Förderprogramm aussehen, kann man sich frühestens Ende 2019, Anfang 2020 Gedanken über einen Ausbau machen, um die dann gültigen Fördertöpfe nutzen zu können.

 

Verlegung der Straßenbahn
Schon oft wurde über einen neuen Verlauf der Straßenbahngleise am Hauptbahnhof nachgedacht und diskutiert. Der derzeitige Amtsvorschlag sieht folgendermaßen aus: Die Straßenbahn hält direkt vor dem Haupteingang des Bahnhofs mit einer Doppelhaltestelle. Die Deutsche Bahn hat bereits darauf reagiert und statt der bisherigen Eingänge an der linken und rechten Seite der Bahnhofsfront einen Mitteleingang eingerichtet, der direkt zu der neuen Doppelhaltestelle leitet.

Die Doppelgeleise aus der Kaiserstraße würden demnach – ähnlich der jetzigen Trasse – zum Bahnhof hin führen und in einem Bogen nach rechts zur Doppelhaltestelledirekt vor dem Bahnhof weitergehen. Nach Osten teilen sich die Spuren: Die stadtauswärts führende Trasse gabelt sich nach rechts zum Haugerring und folgt dort der alten Trasse. Die stadteinwärts liegende Spur wird an den Rand der Haugerglacisstraße verlegt. So ergibt sich ein Ring um das östliche Haugerglacis, den die Zellerauer Linien umfahren.

Die Straßenbahn würde gemäß dieser Planung keine Wende mehr rund um den Kiliansbrunnen vollziehen, sondern alle Linien würden den Bahnhof frontal passieren. Der Fahrplanausgleich würde an anderer Stelle vorgenommen: nämlich an einer neu einzurichtenden Haltestelle am östlichen Teil der Haugerglacisstraße.

Für die Zellerauer Linien wäre hier Schluss, bevor sie wieder über den Bahnhof zurückfahren. Ein Fahrplanausgleich an dieser Stelle – statt am Bahnhof – wäre von großem betrieblichen Vorteil für die Würzburger Straßenbahn, so Wiegand.

Städtebaulich ergebe sich zudem ein schöneres Bild, weil der „Gleisverhau“ und damit auch Barrieren durch die Gleise vor dem Bahnhof wegfallen. Ein weiterer Vorteil: Die neue Haltestelle in der Haugerglacisstraße könnte dann auch von den Studenten genutzt werden, die in den künftigen Studentenappartments an der Grombühlbrücke wohnen. Und auch eine mögliche Multifunktionshalle an der Grombühlbrücke könnte so in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden werden.

EIne Alternative wäre, den Gleisring um den Kiliansbrunnen zu belassen, doch dann müsste laut Wiegand der Kreisdurchmesser erweitert werden. Zwangsläufig müssten die Gleise näher zum Bahnhofsgebäude rücken. „Dann wird es am Bahnhofsvorplatz eng.“ Auch städtebaulich hätte man bei der Beibehaltung des Gleisovals mit vergrößertem Radius „ein Riesenproblem“, denn der Vorplatz würde nicht mehr als Platz wahrgenommen.

Die Bader Wohnbau GmbH plant östlich des Hauptbahnhofs ein Hotel und ein Parkhaus. Das Quellenbachparkhaus soll abgerissen und stattdessen die Pleichach wieder renaturiert werden. | Visualisierung: Bader Wohnbau GmbHDie Bader Wohnbau GmbH plant östlich des Hauptbahnhofs ein Hotel und ein Parkhaus. Das Quellenbachparkhaus soll abgerissen und stattdessen die Pleichach wieder renaturiert werden. | Visualisierung: Bader Wohnbau GmbH

Studentenappartments und Hotel
Einer der beiden privaten Investoren am Bahnhofsgelände ist die Bader Wohnbau GmbH. Im Gespräch mit dem UP Magazin erläuterte Geschäftsführer Gerold Bader die Planungen, die östlich des Hauptbahnhofs ein Hotel sowie ein Parkhaus umfassen. Die Konzeption soll noch im Oktober dem Stadtrat zur Aufstellung eines Bebauungsplans vorgelegt werden. Nach dieser Konzeption soll das Quellenbachparkhaus abgerissen und stattdessen die Pleichach wieder renaturiert werden. Parkraum gibt es dafür in einem neuen Parkhaus östlich des geplanten Hotelgebäudes, in das dann vielleicht auch die Stadt mit investieren wird. Weitere Parkplätze will die Bahn auf ihrem Gelände in Bahnhofsnähe einrichten – dort, wo jetzt schon die Parkmöglichkeiten für ICE-Reisende bestehen.

Möglichwerweise, so Wiegand, wird die Deutsche Bahn im östlichen Bereich des Bahnhofsgeländes ebenfalls ein Parkhaus errichten, das aber nicht höher als das Bahnhofsgebäude sein darf, also maximal zwei Parkebenen aufnehmen könnte. Der insgesamt neu geschaffene Parkraum könnte auch einer Multifunktionshalle zur Verfügung stehen, die östlich der Grombühlbrücke angedacht ist.

Vervollständigt wird das neue Gesicht des Areals durch die neuen Studentenappartements westlich der Grombühlbrücke, hinter dem Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank am Berliner Platz. Hier ist die Umsetzung schon am weitesten fortgeschritten, denn die Bauarbeiten für die Studentenappartment-Gebäude haben bereits begonnen. Grundsteinlegung war im September.

Von den vier Häusern mit insgesamt 521 Appartments sollen zwei bis zum Wintersemester 2017 fertiggestellt sein, so Gerold Bader. Die beiden weiteren Gebäude sollen drei Monate später einzugsbereit sein. Es handelt sich ausschließlich um möblierte Zimmer: „ Die Studierenden sollen mit Laptop und Koffer sofort einziehen können“, so Bader. Außerdem werden Gemeinschäftsräume und Lernzimmer zur Verfügung stehen.

Die Pleichach wird auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern renaturiert, so dass im Süden des Studentenwohnheims ein attraktiver Aufenthaltsbereich für sommerliche Tage entsteht. Sollte der Stadtrat dem Abriss des Quellenbachparkhauses zustimmen, würde die Pleichach zwischen Grombühlbrücke und Bahnhof auf der ganzen Länge wieder zutage treten.


Posthallen-Areal
Auch auf dem Areal der jetzigen Posthallen wird sich in den nächsten Jahren Grundlegendes verändern. Niko Rotschedl ist einer der beiden Geschäftsführer der Würzburger Beethovengruppe, deren Projektentwicklungsgesellschaft bismarckquartier GmbH die Fläche erworben hat. Die Ausschreibung für einen städtebaulichen Wettbewerb laufe bereits, so Rotschedl im Gespräch mit dem UP Magazin.

Vorgesehen sind Wohnraum, ein Hotel, aber auch Dienstleistungs- und Büroflächen. Das Posthochhaus, das ebenfalls zu dem Areal gehört, stehe dabei nicht zur Disposition. Viele Mieter im Hochhaus seien auf diesen Standort angewiesen.

Was die Nahversorgung angeht, sieht Rotschedl in diesem Bereich der Stadt einen „weißen Fleck“. Bei der großen Zahl von Wohnungen, die im Grunde einem kleinen Stadtteil entsprechen, müsse eine Nahversorgung, zum Beispiel ein Verbrauchermarkt oder gar ein kleines Stadtteilzentrum mit berücksichtigt werden – damit sich keine reine Schlafstatt, sondern ein attraktives Stadtquartier entwickelt. Für die Verwirklichung des Bauvorhabens geht Rotschedl von einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren aus.

 

UP - Der Überblick

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

90 Prozent reichen nicht

90 Prozent reichen nicht

Es ist wieder soweit: Die Pilze sprießen und ein schöner herbstlicher Spaziergang lässt sich mit einem leckeren Pilzmahl vebinden. Damit beim Pilze sammeln nichts schief läuft, lohnt ein Besuch bei Renate Schoor. Sie berät von August bis Ende Oktober über Steinpilz und Co. Denn beim Pilzesammeln...

Mehr >

Hell und offen für Workshops

Hell und offen für Workshops

Es tut sich was: Erst im vergangenen Jahr kam das „go“ für das ZDI. Im Frühjahr nächsten Jahres kann man schon in den Tower am Hubland einziehen und der helle, offene „Cube“ des Gründerlabors ist bis dahin ebenfalls bezugsfertig.

Mehr >

Rollrasen und mobile Bäume

Rollrasen und mobile Bäume

Nach gewonnenem Bürgerentscheid: Kardinal-Faulhaber-Platz für Landesgartenschau provisorisch begrünt.

Mehr >

Schweres Gerät und Nachtarbeit

Schweres Gerät und Nachtarbeit

In den Sommerferien wurde in der Kaiserstraße schweres Gefährt aufgefahren. Mitten in der Nacht ging es den alten Schienensträngen an den Kragen.

Mehr >
Website Realisation: CATLINE print & web | © UP Magazin 2016