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UPSeit über 20 Jahren auf die lange Bank geschoben

Rathausplatz mit Brunnen

So soll der neugestaltete Rathausplatz in Heidingsfeld nach dem Ende der Bauarbeiten aussehen. So soll der neugestaltete Rathausplatz in Heidingsfeld nach dem Ende der Bauarbeiten aussehen. Büro Holl Wieden Partnerschaft

Das „Städtle“ bekommt einen neuen Rathausplatz. Im Oktober begannen die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Rathausplatzes in Heidingsfeld. Ende nächsten Jahres soll er bereits fertig sein.

Seit etwa 27 Jahren wird in der Stadtverwaltung über das Thema Umgestaltung des Heidingsfelder Rathausplatzes nachgedacht. „Die Umgestaltung war sogar schon einmal ausgeschrieben“, so Peter Wiegand, Fachabteilungsleiter Stadtplanung, im Gespräch mit dem UP Magazin. Damals- vor rund 20 Jahren – wurde das Thema aber auf die lange Bank geschoben.

Das Ende dieser „langen Bank“ wurde nun erreicht: Im Oktober begannen die Arbeiten für die Neugestaltung des Heidingsfelder Rathausplatzes, indem man ein relativ großes Baufeld auf 60 Zentimeter abgetragen hat. Mit den Arbeiten aus Richtung Wenzelstraße ist man das erste von insgesamt fünf Baufelder angegangen, die sukzessive komplett einschließlich neuem Pflaster abgearbeitet werden. Ende November 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Wie bei der Sanierung der Kaiserstraße oder der neuen Fußgängerzone Eichhorn-/Spiegelstraße ist die Baustelle deswegen heikel, weil man die Belastung für die Geschäftsleute so gering wie möglich halten will. Das heißt, die Zugänge zu den Läden müssen möglichst immer gewährleistet sein – deswegen auch die Aufteilung in einzelne Baufelder.

Dabei werden Bereiche wie derzeit die Wenzelstraße für den Verkehr komplett gesperrt. Um ein Mindestmaß an Erreichbarkeit zu gewährleisten, werden Fahrzeuge immer wieder über den freien Bereich geleitet. „Wir werden den Individualverkehr über die nicht gesperrten Baufelder fließen lassen, um eine generelle Vollsperrung des Rathausplatzes zu verhindern“, so Projektleiter André Dorscheid.

Die Geschäftsleute befürchten Einbußen durch die Arbeiten, Baustellenmanager Robert Saukel rechnet mit etwa 40 Prozent. Voll des Lobes ist er für die Baufirma. Die Kommunikation mit der Würzburger Pflasterbau funktioniere bestens.

 Das Hätzfelder Giemaul blickt derzeit auf eine große Baustelle hinab. | Foto: Uta Böttcher Das Hätzfelder Giemaul blickt derzeit auf eine große Baustelle hinab. | Foto: Uta Böttcher„Mittlerweile hat sich alles eingespielt“, befindet auch André Dorscheid. Die Mainfranken Netze GmbH hat die Gas- und Wasserleitungen bereits ausgetauscht. Es fehlen noch einige Strom- und Telekomkabel. Weil das gesamte Projekt der Städtebauförderung unterliegt, muss gewährleistet sein, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre nicht gleich wieder aufgerissen werden muss.

Rund zwei Millionen Euro sind für die Umgestaltung des Heidingsfelder Rathausplatzes vorgesehen. 40 Prozent der Summe muss die Stadt stemmen, die restlichen 60 Prozent finanziert die Städtebauförderung. In der Summe inbegriffen ist die Sanierung der Brücke über den Heigelsbach.
Sie war übrigens auch der Grund für die oben erwähnte „lange Bank“. War das Geld für die Brückensanierung da, fehlte es an der Finanzierung des Rathausplatzes – und umgekehrt. Jetzt konnte man beides unter einen Hut bringen.

Während der Rathausplatz mit Granit belegt wird, muss die Brücke asphaltiert werden. Grund: Mit den schweren Pflastersteinen würde die Belastbarkeit der Brücke überschritten. Sie im Gegenzug für den Autoverkehr zu sperren war keine Option. So wird der Asphalt zumindest künstlich etwas aufgehellt werden, damit er besser zu der Pflasterung passt. Das Pflaster wird in einem Diagonal-Muster verlegt. Außerdem wird ein größerer Baum gepflanzt und jener Brunnen wird den Rathausplatz zieren, der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Zehnthof in der Klosterstraße beheimatet war. Und selbstverständlich werden Giemaul und Rathausuhr mit Strahlern in Szene gesetzt.

 

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