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UPDrei Fragen an Tino Leukhardt

„Silber hat das höhere Potential“ 

Tino Leukhardt, Gründer und Inhaber von Metallorum. Tino Leukhardt, Gründer und Inhaber von Metallorum. © Metallorum Edelmetallhandels GmbH

Tino Leukhardt ist Gründer und Inhaber von Metallorum, mit Sitz im Bürgerbräu und Ladenlokal im EURO CENTER in der Wörthstraße. In unserer Reihe „Drei Fragen an...“ beantwortet er Fragen zu seiner Firma und dem Handel mit Edelmetallen.

Wie kam es zur Gründung von Metallorum und wie lange gibt es Ihre Firma bereits?
Tino Leukhardt: Ich habe Metallorum im Jahr 2017 aus einem Angestelltenverhältnis als Edelmetallhändler heraus gegründet. Die Idee hinter der Firmengründung war, ein Fullservice Edelmetallanbieter zu sein, der alle mir möglichen Facetten eines Edelmetallgeschäftes in der Region Main-Tauber-Franken anbietet. Das heißt, nicht nur den An- und Verkauf von Edelmetallen, sondern auch verschiedene Einlagerungsmöglichkeiten, die Strukturierung von Einlagerungsmöglichkeiten, aber auch die Bewertung von altem Schmuck und Münzen.
Wir sind 2017 in der Karmelitenstraße gestartet und haben mittlerweile den Verwaltungssitz im Bürgerbräu und unser Ladengeschäft im EURO CENTER in der Wörthstraße. Wir haben Partner in der Schweiz und in Liechtenstein mit Vertriebsgesellschaften in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Ein weiterer Expansionsschritt sind Schließfächer hier vor Ort, zur Aufbewahrung der von unseren Kunden gekauften Metalle, weil wir bemerkt haben, dass Schließfächer inzwischen ein rares Gut sind.
Unseren Auftritt vor Ort haben wir sehr offen gestaltet, damit die Kunden sich wohlfühlen und niemand denkt, man braucht ein besonderes Vermögen, um bei uns Kunde zu werden. Oft hört man, Edelmetall sei nur etwas für reiche Leute. Auch wer nur ein Geschenk sucht, oder ein geerbtes Schmuckkästchen verkaufen will, ist willkommen bei uns.

Was würden Sie jemandem raten, der derzeit in Edelmetallen investieren will?
Tino Leukhardt: Zunächst einmal: Wir sind keine Finanzberater. Wir haben keine Erlaubnis, Menschen in Finanzdingen zu beraten. Wir haben zwar Finanzberater in unserem Netzwerk, aber wir sind ein Handelsunternehmen. Wir fragen Sie, wie viel Geld Sie investieren wollen und sagen Ihnen dann, was wir im Rahmen der Edelmetalle empfehlen würden.
Angenommen, Sie haben 10.000 Euro und fragen mich nach meiner Empfehlung, wäre der Standardansatz 80 Prozent des Wertes in Gold und 20 Prozent in Silber anzulegen. Das ist ein grundsätzlicher Ansatz, wenn man noch keine Berührungspunkte mit Edelmetallanlagen hatte. Und er resultiert daraus, dass Gold die konservativste Edelmetallanlage ist, was die Volatilität angeht. Es ist die sicherste, bekannteste und volatilitätsärmste Anlage im Bereich der Edelmetalle. Silber wird auch der kleine Bruder des Goldes genannt. Er bewegt sich stets hinterher – aber in deutlich stärkeren Ausschlägen. Aus unserer Sicht hat Silber ein höheres Potential, denn es wird auch in der Wirtschaft benötigt. Und es dient als Krisenmetall.
Keinen Sinn macht es übrigens unserer Ansicht nach, Gold zuhause zu lagern, um im absoluten Krisenfall etwas abknipsen zu können, um einkaufen zu gehen. Da sind Silbermünzen die bessere Wahl.

Sie lagern die gekauften Edelmetalle für Ihre Kunden auch in Zollfreilagern in der Schweiz ein. Kann man sich seine Metalle dann dort einmal ansehen?
Tino Leukhardt: Das können Sie natürlich. Aber Sie würden wahrscheinlich enttäuscht sein. Der große Vorteil der Einlagerung sind ja neben den Steuervorteilen die günstigen Preise, da wir in größtmöglichen Einheiten einkaufen. In Silber ist das beispielsweise der Standardbarren mit 31,1 Kilogramm. Der sieht nicht schön aus, denn er ist ein Industrieprodukt. Sie haben als Kunde davon ein Bruchteilseigentum – ähnlich einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Dort können Sie die Wohnung ja auch nicht herausbasteln.
Sie können aber diesen Bruchteil wieder verkaufen. Ihn wieder einfach zu Geld machen zu können, macht unsere Portfoliofunktionalität ja so attraktiv. Sie erwerben Eigentum an einem Metall, das Sie normalerweise nicht so günstig bekommen und das jederzeit handelbar ist.

 

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