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UPNeu: Mit dem Smartphone im Supermarkt einkaufen

Supersmart einkaufen

Bei Innovationen immer vorne dabei: Stefan Popp bietet in seinem E-Center Popp in der Nürnberger Straße nun auch den bequemen Einkauf per App an — genannt „Supersmart“. Hier steht ein Einkaufswagen in der „Wave“. Bei Innovationen immer vorne dabei: Stefan Popp bietet in seinem E-Center Popp in der Nürnberger Straße nun auch den bequemen Einkauf per App an — genannt „Supersmart“. Hier steht ein Einkaufswagen in der „Wave“. Uta Böttcher

Schon mehrfach hat sich das E-Center Popp in der Nürnberger Straße als besonders innovativ gezeigt. Als einer der ersten Händler in Deutschland bietet Inhaber Stefan Popp „Supersmart“ an. Mit diesem System können Kunden per App schnell und bequem einkaufen.

Artikel mit der App einscannen, in den Korb oder Wagen legen und am Schluss ohne an der Kasse anzustehen bezahlen: So einfach ist der Einkauf mit dem „Supersmart“ System, welches das E-Center Popp als einer der ersten Händler in Deutschland für seine Kunden zur Verfügung stellt. UP Magazin sprach mit Inhaber Stefan Popp über das neue Scan-System.

„Supersmart“ nennt sich das neue System eines großen israelischen Herstellers, das im Grunde eine Waage und Künstliche Intelligenz verbindet. Kurz gefasst: „Supersmart“ erkennt über das Gewicht und weitere per Künstlicher Intelligenz ausgewertete Faktoren den Wageninhalt, und der Kunde kann ohne an der Kasse anzustehen mit der von ihm gewünschten Bezahlart bezahlen. Nötig dazu ist eine App, die man sich an den üblichen Stellen im Netz auf sein Smartphone herunterladen kann. Die App nennt sich wie das System „Supersmart“. Das Edeka-Emblem zeigt, dass man die richtige App nutzt.

Ab dann muss der Kunde nur noch die einfachen Schritte befolgen, die ihm die App anzeigt. „Als erstes muss der Kunde mit seinem Handy den Code auf dem Einkaufswagen oder dem Korb einlesen“, beschreibt Stefan Popp den Einkauf per „Supersmart“.

Jeder Wagen und jeder Korb hat einen eigenen QR-Code eingeprägt und das System weiß nun eines: das Leergewicht des benutzten Einkaufsgefährts, und zwar bis auf zehn Gramm genau. Das ist wichtig, denn ab nun addiert das System jedes Gramm eines eingekauften Gegenstandes auf. Daher darf man auch nicht seine Einkaufstasche in den Wagen legen – sonst stimmt am Ende das Ergebnis nicht.

Foto: Uta BöttcherFoto: Uta BöttcherDoch nun geht es an den Einkauf. Jedes Produkt, das man in den Wagen legt, scannt man mit dem Handy über den Strichcode der Ware ein. Sollte man einen Fehler gemacht haben oder will das Produkt doch wieder zurücklegen: „Supersmart“ zeigt alle bisher gekauften Artikel auf dem Display an und man kann es ganz einfach aus der Liste löschen.

Alle Artikel sind mit ihrem Gewicht hinterlegt und die App rechnet zunächst schlicht und einfach alles zusammen. Das funktioniert natürlich nicht bei frischer Ware, wie Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse oder auch Backwaren. Will man frisches Obst oder Gemüse einkaufen, muss man es zunächst — ein bisschen wie früher — an der Waage abwiegen und einen Aufkleber ausdrucken lassen.

Der Bon enthält einen QR-Code mit dem Gewicht und nun kann man die Ware einscannen. Gleiches macht man auch mit einzelner Frischware, wie zum Beispiel Avocados oder Brötchen. Alles Frische muss vorher auf die Waage, damit am Ende das Gesamtgewicht errechnet werden kann. An der Fleisch-, Käse- oder Fischtheke erhält man ohnehin einen Bon, bei dem der QR-Code bereits aufgedruckt ist. Vorsichtig sollte man sein, dass man mit dem Handy beim Einkauf nicht unabsichtlich über die Ware im Regal streicht. Dann würde man womöglich Artikel einscannen, die man gar nicht im Warenkorb hat.

Futuristisch wird es an der Kassenzone: Dann schiebt man nämlich seinen Wagen in die so genannte „Wave“, einen leuchtenden Bogen, der ein bisschen an ein Solarium erinnert. Und nun läuft „Supersmart“ zu großer Form auf. Es rechnet das Gewicht von Wagen und Artikeln zusammen. Doch nicht nur das: Eine Kamera nimmt den Wageninhalt auf und prüft, ob alles plausibel ist. Womöglich ist der ganze Wagen voll, der Einkaufswert soll aber nur 20 Euro betragen. Dann kann etwas nicht stimmen.

Oder: Kommt es beispielsweise bei verschiedenen Kunden zu Unstimmigkeiten — und jedes Mal ist das gleiche Produkt mit auf der Einkaufsliste — stimmt womöglich das hinterlegte Gewicht des Artikels nicht. Auch hier wird die Künstliche Intelligenz tätig und zeigt den Problemartikel an.

Ist aber alles in Ordnung gibt‘s einen QR-Code aufs Handy mit dem man am Kassenautomaten, der Selbstbedienungskasse und sogar an einer normalen Kasse mit dem gewünschten Zahlungsmittel bezahlen kann. In einer nächsten Stufe, wahrscheinlich noch bis Ende dieses Jahres, wird es noch einfacher: Dann soll „Supersmart“ mit der Edeka App verknüpft sein, so dass man automatisch mit der dort hinterlegten Zahlweise bezahlt. Übrigens: Damit Jugendliche keinen Missbrauch treiben, muss bei Alkohol und Zigaretten eine Mitarbeiterin an der Kassenzone den Einkauf freigeben.

Stefan Popp rechnete damit, dass eher die Warenkörbe zum Einkauf genutzt werden, um bei einer kleinen Zahl von Artikeln nicht an der Kasse anstehen zu müssen. „Wir haben aber festgestellt, dass zu 90 Prozent unsere Einkaufswagen genutzt werden.“ Die Kunden haben beim E-Center Popp ohnehin schon länger die Wahl zwischen den normalen Kassen und den Selbstscannerkassen. Mit „Supersmart“ wird das Einkaufserlebnis um eine weitere Möglichkeit bereichert.

 

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