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UPIdeenlabor, Gründerlabor und Inkubator: das neue ZDI Mainfranken

ZDI darf starten

So soll der umgebaute Tower am Hubland aussehen. Nach der Fertigstellung Ende 2017 wird er im ersten Stock das Ideenlabor des ZDI beherbergen. So soll der umgebaute Tower am Hubland aussehen. Nach der Fertigstellung Ende 2017 wird er im ersten Stock das Ideenlabor des ZDI beherbergen. Florian Nagler Architekten GmbH

80 Millionen Euro stellt der Freistaat in seinem Förderprogramm Bayern Digital zur Verfügung. Würzburg ist mit dem Zentrum für Digitale Innovationen Mainfranken (ZDI) dabei.

von Rainer Adelmann

Am 28. Juni kam die gute Nachricht aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium: Die Stadt Würzburg wurde mit ihrem Antrag beim Förderprogramm Bayern Digital angenommen. Das Förderprogramm umfasst 80 Millionen Euro im Bereich Digitalisierung für die sieben bayerischen Regierungsbezirke. 75 Prozent der Kosten für die Infrastruktur übernimmt der Freistaat, 25 Prozent bleiben bei der Stadt. 50 Prozent des Netzwerkanteils, entsprechend 250.000 Euro übernimmt ebenfalls der Freistaat, die andere Hälfte muss von privaten Quellen, sprich Unternehmen, finanziert werden.

Konkret heißt dies: Das Zentrum für Digitale Innovationen Mainfranken kann kommen. ZDI Mainfranken deswegen, weil auch Schweinfurt und Bad Kissingen mit im Boot sind. Das ZDI wird (wie in unserer letzten Ausgabe berichtet) aus drei Teilen bestehen: dem Ideenlabor, dem Gründerlabor und dem so genannten Inkubator. Das gesamte Bauprojekt wird laut Klaus Walther vom Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt, mit rund acht Millionen Euro veranschlagt. Zwei Millionen davon – die oben angesprochenen 25 Prozent – finanziert die Stadt Würzburg.

Das Ideenlabor wird im ehemaligen Tower der Leighton Baracks am Hubland im ersten Stock eingerichtet und als kreativer Freiraum genutzt, um innovative Ideen gemeinsam zu entwickeln. Der Tower wird derzeit umgebaut und soll bis Ende 2017 fertig sein.

Das Gründerlabor wird in ein eigens zu errichtendes Gebäude einziehen, das ebenfalls Ende 2017 fertiggestellt sein soll und sich gerade mal 50 Meter vom Tower befinden wird. In dem modernen transparenten Gebäude wird eine inspirierende Arbeitsumgebung geschaffen – ideal, um Innovationen umzusetzen.

Der Inkubator schließlich ist jener Ort, wo die Digitalisierung aktiv gestaltet wird. Hier werden Büros für Startups eingerichtet, Gründerteams ein Mentoring erfahren und digitale Produkte und Lösungen zur Marktreife gebracht. Der Inkubator soll in einem Gebäude Platz finden, das ohnehin von der IMG, der Immobiliengesellschaft der Würzburger Verkehrs- und Versorgungsbetriebe (WVV), gebaut wird. Die Stadt wird die entsprechenden Räume für 15 Jahre anmieten. Der Inkubator wird Ende 2018, Anfang 2019 bezugsfertig sein. Alle drei Gebäude zusammen befinden sich im Umkreis von nur rund 800 Metern.

Ziel des ZDI Mainfranken ist es, das Potenzial im Bereich Digitalisierung zu heben und die Region voranzubringen. Daher sind auch Schweinfurt und Bad Kissingen mit im Boot, die beide ebenfalls Gründerzentren betreiben, in denen Co-Working-Bereiche für das ZDI integriert werden. Das ZDI will ein Ort sein, wo sich Studierende ausprobieren, aber auch ein eigenes Unternehmen gründen können. Es soll zudem eine Schnittstelle bilden, in der Unternehmen und ihre Mitarbeiter die Arbeitsmethodik zum Beispiel eines Design Thinking kennenlernen und für sich nutzen können.

Für Klaus Walther und seine Mitarbeiter geht es nun in die Umsetzung: Baurechtlich genehmigungsfähige Pläne müssen erarbeitet, die Verträge mit den Firmen, die im Netzwerk als Sponsoren auftreten, abgeschlossen werden. Die Zeit drängt: Am 1. März 2017 soll das ZDI Mainfranken seine Arbeit aufnehmen. Zu Beginn - bis die geplanten Gebäude bezugsfertig werden – soll dies in angemieteten Räumen passieren.

 

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